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Vierter Sieg auf der Pro Golf Tour: Ein Putter-Wechsel bringt Max Schmitt den Comeback-Titel im GC St. Pölten. | © Pro Golf Tour

Schmitt gewinnt in Österreich

Max Schmitt hatte am Dienstag keinen guten Auftakt erwischt. Zwei Bogeys, sieben Pars, keine Birdies – so lautete die Bilanz nach neun Löchern im Golfclub St. Pölten, dessen 18 Löcher durch den Schlosspark von Schloss Goldegg verlaufen. Doch der 28-Jährige, der bereits einige Top-Ergebnisse auf der HotelPlanner Tour sowie der DP World Tour vorzuweisen hat, fand im Anschluss zur Top-Form. Zunächst beendete er seine Auftaktrunde dank starker zweiter neun Löcher mit 68 Schlägen und knüpfte im Finale an diese Leistung an. In der Schlussrunde lochte er achtmal zum Birdie und blieb dabei ohne Fehler. Die 62 (-8) war die beste Runde des Tages im gesamten Feld und bescherte dem Düsseldorfer den vierten Sieg auf der Pro Golf Tour – und den ersten Titel nach fast zehn Jahren. Am Ende hatte er einen Schlag Vorsprung auf Yente van Doren aus Belgien.

 

„Das fühlt sich auf jeden Fall sehr schön an“, kommentierte Schmitt. „Ich hatte heute Morgen komischerweise schon irgendwie das Gefühl, dass heute etwas Geiles passiert. Ich wusste zwar nicht genau, was, aber ich habe es einfach auf mich zukommen lassen. Und ich habe auch noch einiges liegen lassen, sagen wir es mal so, wie es ist. Trotzdem habe ich die ganze Woche daran geglaubt, dass etwas Gutes passieren kann“, so Schmitt, dessen Fähigkeiten für besonders tiefe Scores bekannt sind. In der Saison 2022 der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf hatte Schmitt eine 59 für seinen GC Rheinhessen geschossen und damit den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga sichergestellt. Das bedeutete Platzrekord und das beste Ergebnis in der DGL-Historie.

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Das Besondere an Schmitts Glanzleistung in St. Pölten war der spontane Entschluss, sich im Finale mit einem kurzen Putter zu versuchen. Die vergangenen Wochen hatte er allesamt mit einem Besenstiel-Modell bestritten. „Die Beschaffenheit der Grüns ist hier etwas anders, da hatte ich das Gefühl, dass der kurze Putter besser passt.“ Offensichtlich war es die richtige Entscheidung: Der nun viermalige Sieger auf der Pro Golf Tour war vor allem mit seinen Leistungen auf den Grüns sehr zufrieden. „In den vergangenen Wochen hat mich der Putter etwas im Stich gelassen, heute hat es auf den Grüns sehr gut geklappt.“

 

Für Schmitt, der in den vergangenen Jahren zwischen HotelPlanner Tour und DP World Tour pendelte, war der Sieg von großer Bedeutung. „Das ist auf jeden Fall eine Erleichterung“, kommentierte er. „Natürlich weiß ich, dass ich gut genug bin. Ich habe auf der Pro Golf Tour ja auch schon mehrfach gewonnen. Die letzten Jahre waren für mich wirklich nicht einfach. Umso schöner ist es, jetzt wieder einen Titel holen zu können. Das hilft natürlich auch im Ranking und gibt Selbstvertrauen. Jeder da oben hat inzwischen mindestens einmal gewonnen. Deshalb war es wichtig, jetzt den Anschluss wiederherzustellen.“

In der Order of Merit klettert Schmitt auf den vierten Rang. In Führung liegt weiterhin Dario Antonisse aus den Niederlanden vor Kristof Ulenaers aus Belgien und Koen Kouwenaar aus den Niederlanden. Rang fünf belegt der Pole Alejandro Pedryc. Für den Pro-Golf-Tour-Tross geht es nach nur einer kurzen Pause am Bodensee weiter. Im neu eingeführten German Swing schlagen die internationalen Talente bei aufeinanderfolgenden Events im Golfclub Owingen-Überlingen (VcG Bodensee Open, 9. bis 11. Juni), im Golf- und Land-Club Köln in Refrath (VcG Köln Open, 16. bis 18. Juni) und im Golf-Club Neuhof bei Frankfurt am Main (VcG Neuhof Open, 23. bis 25. Juni) ab. Das Preisgeld liegt jeweils bei 40.000 Euro.

 

 

Endergebnis > > >

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