Schmid und Scheffler kämpfen sich ins Wochenende
Zwei 71er Runden reichten am Ende gerade so für Matti Schmid, um als einziger Deutscher im Feld des Genesis Invitational nicht frühzeitig auszuscheiden. Matti Schmid flirtete während der gesamten zweiten Runde im kalifornischen Riviera Country Club mit der Cut-Marke und konnte sich letztlich darüber platzieren. Auf der 18 begegnete dem gebürtigen Regensburger ein letzter Tester, als er aus 1,80 Metern zum Par und damit zum Einzug ins Wochenende beim zweiten Signature Event der Saison puttete. Doch der Putter funktionierte in dieser wichtigen Turnierphase. Schon auf dem Loch zuvor hatte Schmid aus gut drei Metern zum Birdie verwandelt.
Damit finden auch die Finalrunden des Genesis Invitational mit deutscher Beteiligung statt. Für Schmid ist es der erste Auftritt bei diesem renommierten Turnier, das in den vergangenen Jahren von internationalen Stars wie Ludvig Aberg, Hideki Matsuyama oder Jon Rahm gewonnen wurde. Das Preisgeld in Höhe von 20 Millionen US-Dollar kann sich ebenfalls sehen lassen. Umso erfreulicher ist es, dass Schmid die Halbzeithürde meistern konnte. Das Highlight seiner zweiten Runde war ein Birdie-Putt aus knapp 14 Metern, den er lochte.
Mit der Nummer eins
Ein weiteres Highlight steht Schmid am Samstag bevor. Dann spielt er nämlich an der Seite von Scottie Scheffler, dem derzeit besten Golfer der Welt. Doch auch der musste lange um den Einzug ins Wochenende bangen. Für Scheffler begann der Freitag alles andere als vielversprechend. Nach einem desaströsen Auftakt – fünf über Par nach zehn Löchern am verregneten Vortag, seine schlechteste Startphase in ein PGA-Tour-Event überhaupt – lag er zwischenzeitlich sogar auf dem letzten Platz.
Scheffler setzte seine erste Runde am Freitagmorgen fort. Ein Birdie-Putt aus rund drei Metern auf der Elf blieb ebenso auf der tiefen Lochseite hängen wie später ein weiterer Versuch. Frust machte sich breit, doch der Weltranglistenerste kämpfte sich zurück.
Der Wendepunkt kam in der zweiten Runde: Nach einem wichtigen Par an der Acht stopfte er seine Annäherung auf der Neun bis auf einen Meter zur Fahne und lochte. Auch das kurze Par 4 der Zehn nutzte er diesmal zum Birdie, nachdem er dort am Vortag noch gepatzt hatte. An der Elf sicherte er sich das nächste Birdie, ehe er an der 17 – einem Par 5 – den entscheidenden Schlag setzte.
Schließlich stand er an der 18 vor einem nervenaufreibenden Zwei-Meter-Putt, der über den Cut entschied. Der Ball fiel auf der tiefen Lochkante – und Scheffler ballte erleichtert die Faust. Mit Even Par (74-68) schaffte er es exakt auf der Cut-Marke ins Wochenende.
Damit hält er seine beeindruckende Serie von 68 Cuts in Folge aufrecht – die längste aktive Serie auf der PGA Tour. Zudem wahrt er die Chance auf sein 20. Top-Ten-Ergebnis in Folge, nachdem er bei der WM Phoenix Open und beim AT&T Pebble Beach Pro-Am jeweils trotz eines schwachen Starts noch um den Sieg mitgespielt hatte.
McIlroy mittendrin im Titelkampf
Zur Halbzeit führen die Tour-Neulinge Marco Penge und Jacob Bridgeman mit jeweils starken 64er Runden (sieben unter Par) gemeinsam bei zwölf unter Par. Dicht dahinter liegt Rory McIlroy nach Runden mit 66 und 65 Schlägen (bislang nur ein Bogey) und überzeugt mit kontrolliertem Spiel. Penge glänzte mit fünf Birdies auf den letzten sieben Löchern, obwohl er privat durch den Umzug seiner hochschwangeren Frau belastet war. Riviera-Debütant Bridgeman beendete seine Runde mit drei Birdies und beeindruckte besonders auf den schnellen Poa-annua-Grüns. Xander Schauffele (65) und der zweimalige Riviera-Sieger Adam Scott (Tagesbestwert 63) lauern in Schlagdistanz.








