Ruhige vs. aktive Hände – so finden Sie Ihr Puttgriff-Modell
Wer sein Handicap verbessern möchte, kommt an einem Thema nicht vorbei: dem Putten. Oft wird über Schläger, Längen und Loft gesprochen – dabei beginnt Konstanz auf dem Grün viel früher: am Griff des Putters.
In seinem neuen Video „Putten Indoor #2 – Ruhige vs. aktive Hände: Das passende Puttgriff-Modell finden“ zeigt Jochen Ziffels, PGA-Pro und Gründer von ZGolf, fünf verschiedene Puttgriff-Modelle, erkläre ihre Wirkung – und gibt eine einfache Indoor-Übung mit, die jeder zuhause nachmachen kann.
1. Der „ruhige Hände“-Spieler
Dieser Spielertyp möchte die Hände möglichst still halten und den Putter eher nur aus den Schultern heraus bewegen.Für ihn sind oft geeignet:
- dickere Griffmodelle
- größere Auflagefläche in den Händen
- mehr Stabilität, weniger „Wackeln“ im Handgelenk
Ein dicker oder Jumbo-Griff kann hier helfen, die Handgelenke zu beruhigen und das Gefühl zu geben: „Der Putter liegt stabil in den Händen“.
2. Der „aktive Hände“-Spieler
Manche Golfer arbeiten bewusst mit aktiven Händen, z.B. mit einem leichten Release durch den Ball. Für diesen Typ passen oft eher:
- dünnere Griffmodelle
- Modelle mit weniger Volumen
- mehr Gefühl für das Drehen der Schlagfläche
Hier kann ein klassischer oder dünnerer Griff sinnvoll sein, weil er die Rückmeldung in den Händen erhöht und kleine Bewegungen nicht „wegdämpft“.
Wichtig ist: Kein Modell ist „richtig“ oder „falsch“ – entscheidend ist, ob der Griff Ihr natürliches Bewegungsmuster unterstützt.
Moderne Griffvarianten: The Claw, The Saw & Crosshand
Neben der Griffdicke spielt auch die Griffart eine große Rolle. Im Video zeigt der Experte drei populäre Varianten:
- The Claw: Die untere Hand greift den Schaft eher „kralleähnlich“. Dadurch wird sie passiver, die Schlagfläche stabiler. Beliebt bei Spielern, die Probleme mit einem zu aktiven rechten Handgelenk haben.
- The Saw: Ähnlich wie The Claw, aber die untere Hand liegt mehr seitlich an. Auch hier: weniger Release aus der unteren Hand, mehr Kontrolle der Schlagfläche.
- Crosshand: Die untere Hand greift oben, die obere Hand unten – also „überkreuzt“. Das kann helfen, den Putter gleichmäßiger zu führen, weil die dominante Hand näher am Schlägerkopf ist.
All diese Varianten haben ein Ziel: Mehr Kontrolle über die Schlagfläche und damit über die Richtung des Putts.
Einfache Indoor-Übung mit einem Buch
Zum Abschluss des Videos gibt es eine simple, aber effektive Übung, die jeder zuhause machen kann – ideal auch für den Winter. So funktioniert sie:
- Legen Sie ein Buch im 90-Grad-Winkel zur Ziellinie auf den Boden.
- Stelln Sie sich in Ihre Puttposition.
- Führen Sie den Putterkopf an der geraden Kante des Buches entlang – vor und zurück.
Ziel der Übung: Eine gerade Schlagbahn spüren, den Putter in einer stabilen Linie führen und zu sehen, ob Ihr aktueller Griff es Ihnen leicht oder schwer macht, diese Linie zu halten. Mit dieser Übung merken Sie sehr schnell: Passt Ihr Puttgriff-Modell wirklich zu Ihrem Bewegungsstil – oder arbeiten Sie permanent „gegen“ Ihren eigenen Körper?








