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Riegger und Rieger am Morgen des vierten Wettkampftages auf Royal Liverpool | © DGV

Riegger steht im Viertelfinale

Hoylake/England – Der vierte Turniertag im Royal Liverpool GC hatte es für Bundestrainer Ulrich Eckhardt und seine Schützlinge wieder in sich. Tjelle Rieger traf auf Arthur Carlier. Der Franzose lieferte eine spektakuläre Leistung. Präzise wie ein Uhrwerk und frei von jeglichem Fehler war das Spiel von Carlier ein echter Genuss für jeden neutralen Golffan.
 

Um gegen dieses Spiel zu bestehen, hätte Tjelle Rieger sein absolutes A-Game auspacken müssen. Anders als an den Tagen zuvor, hatte der Youngster des GC St. Leon-Rot aber genau dieses nicht dabei. So geriet innerhalb der ersten sechs Löcher schon mit 4down in Rückstand, obwohl er selbst schon zwei Birdies gespielt hatte. Diese reichten aber nur, um die Löcher zu teilen.
 

Auf Loch 10 erhöhte der Franzose seinen Vorsprung auf 6auf. Mit Birdie-Eagle konnte Rieger zwar noch einmal verkürzen, aber die Löcher gingen aus und so stand am Ende der 4&3-Sieg für den Franzosen.
 

„Tjelle ist heute auf einen sehr guten Franzosen getroffen. Der hat auf den ersten fünf Löchern Putts aus insgesamt 40 Metern gelocht. Klar, dass Tjelle dadurch schnell ins Hintertreffen kam. Er hatte heute einfach nicht das Spiel dabei, das man braucht, um einen solchen Gegner zu besiegen. Das war einfach nicht sein bester Tag“, ordnete Bundestrainer Ulrich Eckhardt die Leistungen der Kontrahenten sachlich ein.
 

Riegger marschiert

Emil Riegger marschierte dagegen durch beide Runden des Tages und zeigte dabei zweimal, dass sein Weg auch noch weiter gehen kann. Das Match gegen Kevin Jegers wurde von beiden Seiten auf extrem hohem Niveau geführt. Nach drei Löchern standen schon zwei Birdies und ein Eagle auf den Scorekarten, wobei der Athlet aus Estland mit 1auf vorne lag, weil er Rieggers Birdie von Loch 1 beeindruckend cool mit Birdie-Eagle konterte.

All Square ging es auf die Back Nine, wobei sich die Kontrahenten Loch 8 mit Birdies geteilt hatten.
 

Nach drei Wacklern von Jegers führte der Bundesadler, der Deutschland im Jahr 2025 bei der Team-WM in Singapur vertreten hatte, nach 13 Löchern mit 2auf. Um diese Führung ins Ziel zu bringen, musste Riegger noch zwei Birdies hintereinander nachlegen, durfte dann aber auf dem 17. Grün über einen 2&1-Sieg jubeln.
 

„Emil hat in den wichtigen Momenten immer dann, wenn er einen Putt wirklich brauchte, diesen auch gelocht. Was er hier leistet, macht mir wirklich Spaß, zu sehen. Stark ist, wie er diesen Platz auch taktisch ähnlich zerlegt wie seine Gegner“, zollte der Bundestrainer dem Hubbelrather höchsten Respekt für den Einzug ins Achtelfinale.
 

Achtelfinale

Im Achtelfinale ging es für Emil Riegger gegen einen Engländer, der am Vormittag seinen spanischen Kontrahenten gedemütigt und mit 6&5 nach Hause geschickt hatte. Lewy Hayward hatte jede Schwäche von Marcel Fonseca ausgenutzt und dadurch einige Kräfte gespart.
 

Das Match des Vormittags war am Nachmittag aber schnell abgehakt und so konnte sich im Kampf um den Aufstieg ins Viertelfinale ein packendes Duell entwickeln. Es ging hin und her. Meist stand es all square oder aber einer der beiden Kontrahenten führte mit 1auf. Sich abzusetzen, gelang keinem dieser starken Athleten, wobei Riegger einmal sogar mit einem Birdie einen Lochverlust hinnehmen musste.
 

Emil Riegger war es dann aber, der doch erstmals eine Führung auf 2auf ausbauen konnte. Mit dem sehr fein herausgespielten Birdie auf Loch 16 schien das Momentum nun auf seiner Seite zu sein.
 

Auf der 17 traf der Hubbelrather einen Fairwaybunker, konnte sich hieraus nur quer befreien und gab dadurch dieses Loch ab. Hayward witterte Morgenluft und legte auf der 18 gleich noch ein mehr als kurioses Birdie nach. Der Drive landete sehr weit rechts. Der Brite hatte riesiges Glück, die Teebox der 17 zu treffen und von dort frei weiterspielen zu können. Um die Box herum hätte ihn hohes Rough sicher davon abgehalten, ein Birdie zu spielen.
 

Verlängerung

Das Match war, angesichts des Verlaufs eigentlich ganz logisch, in der Verlängerung angekommen. Dass Fortuna auf Loch 18 klar britisch angehaucht war, ließ Emil Riegger sofort hinter sich und setzte sich am ersten Extraloch zum verdienten Sieg durch. Ulrich Eckhardt hatte wieder sehr viel Gutes gesehen und war regelrecht begeistert: „Das war wirklich wieder ein tolles Match auf hohem Niveau. Emil hat letztlich verdient gewonnen. Jetzt freuen wir uns sehr auf das Viertelfinale morgen früh.“
 

Gegner ist ab 8.02 Uhr Sam Easterbrook aus England. Einen Platz in der Top Ten hat Emil Riegger jetzt schon sicher. Seine Art, Royal Liverpool zu spielen, lässt aber durchaus die Hoffnung wachsen, dass das Viertelfinale nicht die letzte Runde ist, in der der Bundesadler seine Gegner liest und mürbe spielt.
 


Livescoring Matchplay >>>

 

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