Rahm und Hatton flirten mit Regelverstoß
Beim Ryder Cup sorgen nicht nur die Ergebnisse, sondern oft auch die kleinen Dramen am Rande für Schlagzeilen. So auch am ersten Tag in Bethpage Black, als Jon Rahm und Tyrrell Hatton in den Vormittags-Foursomes gegen Bryson DeChambeau und Justin Thomas antraten.
Rahm hatte seinen Abschlag an Loch sieben in die Bäume auf der rechten Seite des Fairways befördert. Der Ball kam nahe eines Astes zum Liegen, als Hatton die Lage inspizierte. Dabei trat er auf einen Stock, der offenbar eine leichte Bewegung des Balls auslöste. Beobachter erkannten ein Wackeln, das sofort Diskussionen entfachte: War der Ball verrutscht – oder lediglich ins Schwanken geraten?
Die Offiziellen entschieden, dass der Ball seine ursprüngliche Lage nicht verlassen habe. Laut den Golfregeln ist entscheidend, ob sich ein Ball „klar und dauerhaft“ bewegt und an einer anderen Stelle zur Ruhe kommt. Ein reines Wackeln oder kurzes Schwanken, bei dem der Ball anschließend wieder in seine ursprüngliche Position zurückkehrt, gilt nicht als Verstoß. Da dies in Bethpage der Fall war, blieb ein Strafschlag aus.
Unbeeindruckt von den Debatten spielten Rahm und Hatton stark weiter, gewannen das Loch sogar mit einem Par und entschieden die Partie schließlich souverän mit 4&3 für sich. Doch trotz des klaren Erfolgs bleibt der Zwischenfall im Gedächtnis – ein Beispiel dafür, wie schmal der Grat zwischen erlaubtem Spiel und Regelverstoß im Golfsport sein kann.










