Privatjet aus Oman: Jon Rahm hilft LIV-Spielern aus Krisenregion
Eigentlich wollten mehrere LIV-Golfer nur rechtzeitig zum nächsten Turnier nach Hongkong reisen. Stattdessen fanden sie sich Anfang der Woche plötzlich mitten in einer geopolitischen Krise wieder. Nachdem sich die Lage im Nahen Osten zuspitzte und der Flugverkehr rund um Dubai teilweise zum Erliegen kam, saßen mehrere Profis dort fest – bis Teamkollege Jon Rahm eine ungewöhnliche Lösung organisierte. Darüber berichtet das US-Portal golf.com.
Beängstigende Lage
Zu den Spielern gehörten Caleb Surratt und Tom McKibbin aus Rahms Team Legion XIII sowie Thomas Detry, Sam Horsfield, Anirban Lahiri, Adrian Meronk und Lee Westwood. Auch Caddie Terry Mundy war Teil der Gruppe. Viele von ihnen haben Wohnsitze in Dubai und wollten von dort aus zum LIV-Turnier nach Hongkong reisen, das am Donnerstag beginnt. Doch durch die militärischen Auseinandersetzungen in der Region wurden Flughäfen geschlossen und zahlreiche Flüge gestrichen. Besonders am vergangenen Wochenende spitzte sich die Lage zu. „Es war beängstigend“, schilderte Surratt später dem US-Sender Golf Channel. „Am Sonntag und Montag war es hier mit Raketenabfangaktionen ziemlich schlimm.“
Rahm chartert Privatjet
Während die LIV-Organisation selbst verschiedene Möglichkeiten prüfte, die Spieler aus der Region zu bringen, arbeitete Rahm parallel offenbar an einer eigenen Lösung. Der Spanier bot an, einen Privatjet zu chartern, der die Gruppe aus dem benachbarten Oman direkt nach Hongkong bringen sollte. Bevor der Flug starten konnte, mussten die Spieler allerdings zunächst Dubai verlassen. Anirban Lahiri, der selbst in der Stadt lebt, organisierte ein Fahrzeug, das die Gruppe zur Grenze zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman chauffierte. Die rund 450 Kilometer lange Strecke nach Maskat dauert normalerweise etwa viereinhalb Stunden – doch angesichts der angespannten Lage waren viele Menschen gleichzeitig unterwegs. Staus und lange Wartezeiten an der Grenze verzögerten die Fahrt deutlich.
Erleichterung in Hongkong
Nach der Einreise nach Oman brachte ein Bus die Gruppe schließlich zum Flughafen von Maskat. Dort wartete bereits das gecharterte Flugzeug auf dem Rollfeld. Die Maschine soll kurz nach Mitternacht Ortszeit abgehoben und rund acht Stunden später in Hongkong gelandet sein. Den Spielern bleibt damit nur wenig Zeit, sich auf das Turnier vorzubereiten. Trotzdem stehen alle acht Golfer, die über Oman ausgeflogen wurden, auf der Startliste für das Event. Im Hong Kong Golf Club überwog nach der Ankunft vor allem eines: Erleichterung.








