Olazábal: „Frauengolf bekommt nicht die Anerkennung, die es verdient“
In wenigen Wochen ist es soweit: Vom 18. bis 21. September findet die La Sella Open bereits zum dritten Mal in Folge statt. Das Turnier ist Teil der Ladies European Tour (LET) und der Eintritt für Zuschauer ist frei. Austragungsort ist erneut der von José María Olazábal entworfene und 2021 umfassend modernisierte, umweltbewusst gestaltete Golfplatz im Naturpark Montgó.
Olazábal, zweifacher Masters-Champion und erfolgreicher Ryder-Cup-Kapitän, zeigte sich zutiefst stolz, dass sein erstes Platzdesign aus dem Jahr 1992 heute ein etablierter Schauplatz von hochwertigem Damengolf ist. Die technischen Herausforderungen des Platzes – wellige Grüns, präzise Annäherungen und ein strategisch anspruchsvoller Kurs – belohnen Spielerinnen, die Länge mit einem starken Kurzspiel verbinden.
"Frauengolf weltweit auf einem unglaublich hohen Niveau"
Doch Olazábal richtet den Blick auch über den Platz hinaus: „Ich glaube, dass das Frauengolf weltweit auf einem unglaublich hohen Niveau ist, aber nicht die Anerkennung erhält, die es verdient.“ Gerade in Spanien gebe es starke Spielerinnen, denen es an Gelegenheiten fehle, ihr Können unter Beweis zu stellen. Turniere wie das La Sella Open seien daher essenziell.
Dass La Sella mehr als nur eine sportliche Bühne ist, wird durch die Auszeichnungen unterstrichen: 2023 wählten die Spielerinnen das Turnier selbst zum „Turnier des Jahres“ und 2024 erhielt es die Ehrung „Best Player Services“. Die Zuschauerfreundlichkeit – etwa durch freien Eintritt – trägt zur besonderen Atmosphäre bei.
Sportlich bietet das Turnier ebenfalls Höhepunkte: 2023 sicherte sich die Spanierin Nuria Iturrioz nach einem Rückstand von vier Schlägen ein dramatisches Stechen gegen die Deutsche Laura Fünfstück. 2024 holte die damals 18-jährige Helen Briem mit einer fehlerfreien Finalrunde von sechs unter Par ihren ersten LET-Titel in ihrem Debütjahr.









