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Starker Rücken: Auch im Golfsport hat sich die Bedeutung der Fitness in den vergangenen Jahrzehnten verändert. | © Canva

Neue Fitness-Studie liefert gute Nachrichten für Golfer

Wie lässt sich Fitnesstraining sinnvoll in den Alltag integrieren, ohne wertvolle Zeit auf dem Platz zu verlieren? Eine Frage, die sich früher oder später fast alle Golferinnen und Golfer stellen – und zu der es jetzt eine neue Auswertung des American College of Sports Medicine (ACSM) gibt. Tenor: Effektives Training muss weder kompliziert noch zeitintensiv sein. Gute Nachricht, oder? 

Training für Beine, Rumpf und Schultern

Gerade für Golfer ist das eine spannende Entwicklung. Wer seine körperliche Basis verbessert – insbesondere in Beinen, Rumpf und Schultern – profitiert direkt von mehr Stabilität, Kontrolle und Länge im Schwung. Zudem lässt sich die Anfälligkeit für Verletzungen reduzieren. Dafür braucht es offenbar deutlich weniger Aufwand, als viele denken. Die wichtigste Erkenntnis der neuen Untersuchung: Es kommt nicht auf das optimale Fitnessstudio, die besten Geräte oder ausgefeilte Trainingspläne an, sondern vor allem auf Regelmäßigkeit. Bereits zwei Einheiten pro Woche, in denen der gesamte Körper trainiert wird, können ausreichen, um gesundheitliche und leistungsrelevante Effekte zu erzielen. Ob mit klassischen Gewichten, Widerstandsbändern oder dem eigenen Körpergewicht, spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

Mehr als 100 Studien mit 30.000 Teilnehmern

„Das beste Krafttrainingsprogramm ist das, an das du dich auch wirklich hältst“, erklärt Stuart M. Phillips von der McMaster University. „Alle großen Muskelgruppen mindestens zweimal pro Woche zu trainieren, ist viel wichtiger, als einem vermeintlich perfekten oder komplexen Plan hinterherzujagen.“ Die Empfehlungen basieren auf einer umfangreichen Analyse mit über 30.000 Teilnehmern aus mehr als 100 Studien. Ein zentrales Ergebnis: Auch Training außerhalb klassischer Fitnessstudios kann sehr effektiv sein. Übungen zu Hause oder mit einfachen Hilfsmitteln führen zu messbaren Verbesserungen bei Kraft, Muskelaufbau und allgemeiner Leistungsfähigkeit.

Neue Möglichkeiten für Golfer

Für Golfer eröffnet das neue Möglichkeiten. Statt zusätzliche Stunden im Fitnessstudio einzuplanen, lässt sich das Training flexibel in den Alltag integrieren – etwa mit kurzen Einheiten zu Hause. Besonders sinnvoll ist dabei ein Fokus auf die Muskelgruppen, die im Golfschwung entscheidend sind: Beine und Hüfte für Stabilität und Kraftübertragung, Rumpf für Kontrolle sowie Schultern und Rücken für Dynamik. Ein weiterer wichtiger Punkt: Standardisierte Trainingsprogramme sind oft weniger effektiv als individuell angepasste Ansätze. Wer gezielt an seinen eigenen Schwächen arbeitet, erzielt langfristig die besseren Ergebnisse – auch auf dem Platz.

Die passenden Trainingsinhalte finden

Je nach Zielsetzung lassen sich die Trainingsinhalte unterschiedlich gewichten:

 

  • Für mehr Kraft empfiehlt sich das Training mit höheren Widerständen und wenigen Wiederholungen.
  • Wer Muskulatur aufbauen möchte, sollte das Trainingsvolumen erhöhen.
  • Für Explosivität – ein wichtiger Faktor im Golfschwung – sind moderate Gewichte und schnelle Bewegungen entscheidend. 

Mehr Zeit fürs Golfspiel

Unterm Strich zeigt sich: Wer regelmäßig und zielgerichtet trainiert, kann seine körperliche Leistungsfähigkeit deutlich verbessern – ohne großen Aufwand. Für Golfer bedeutet das vor allem: Mehr Zeit für das Spiel und bessere Voraussetzungen für konstante Leistungen.

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