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Der richtige Fokus: Um bei den Clubmeisterschaften erfolgreich zu spielen, kommt es neben Technik und Taktik vor allem auf den Kopf an. | © golfsupport.nl/Michael Denker

Mentale Stärke und Strategie: Bünker-Tipps für die Clubmeisterschaften

Die Clubmeisterschaften sind für viele Golferinnen und Golfer das sportliche Highlight des Jahres. Selten steht das Prestige so im Fokus und selten ist der Druck für Freizeitspieler größer. Wer hier bestehen will, braucht nicht nur ein gutes Spiel, sondern vor allem die richtige mentale Einstellung. „Die Clubmeisterschaften sind kein normales Turnier. Es geht über mehrere Tage und Distanzen von 36 bis 54 Löchern. Da zählt nicht der eine perfekte Schlag, sondern Konstanz“, erklärt Fabian Bünker, PGA Golf Professional in seinem Video-Podcast (s. unten). Ein Ausrutscher sei deshalb längst kein Grund zur Verzweiflung. „Du hast immer noch genügend Löcher, um wieder ins Spiel zu finden. Wichtig ist, dass du nicht versuchst, Fehler sofort mit Gewalt auszugleichen“, rät er.

Hohe Belastung durch mehrere Turniertage

Eine besondere Herausforderung entsteht durch die Flights. In den letzten Runden spielen die Besten direkt gegeneinander – man weiß also ständig, wie sich Konkurrenz schlägt. Bünker warnt: „Das kann dich nervös machen. Wer ständig auf den Score der anderen schielt, verliert den Fokus. Entscheidend ist, nur auf dein eigenes Spiel zu achten.“ Hinzu kommt die ungewohnt hohe Belastung durch mehrere Tage Wettkampf. Spätestens am zweiten oder dritten Tag meldet sich meistens die Müdigkeit – körperlich und mental. Deshalb rät Bünker: „Starte früh mit dem Trinken und Essen auf der Runde. Wer rechtzeitig Energie zuführt, bleibt länger konzentriert.“

Bünkers Zehn-Schritte-Regel

Und wenn die Emotionen einmal hochkochen? Auch dafür hat der Experte einen Tipp: „Nutze die Zehn-Schritte-Regel. Entweder du gibst dir zehn Schritte Zeit, um dich aufzuregen – und dann ist Schluss. Oder du verschiebst die Emotion bewusst auf zehn Schritte nach dem Schlag. Meist merkst du dann schon, wie unsinnig es wäre, sich überhaupt noch aufzuregen.“ 

 

Am Ende, so Bünker, geht es bei den Clubmeisterschaften nicht nur um technisches Können: „Ruhig bleiben, das eigene Spiel durchziehen und die Emotionen im Griff haben – das ist die wahre Kunst. Wer das schafft, hat die besten Chancen auf ein erfolgreiches Turnier.“

Strategie statt Harakiri

Allerdings: Neben Technik und mentaler Stärke ist auch die Taktik ein wichtiger Faktor. Wer die Clubmeisterschaften erfolgreich bestreiten will, braucht vor allem einen klaren Plan für jede Bahn. Bünker empfiehlt, den Platz vom Grün rückwärts zu denken, die eigenen Stärken konsequent einzusetzen und bekannte Schwächen zu vermeiden. Was er damit meint, sehen Sie unten im zweiten Video. Entscheidend sei, nicht blind „nach vorne zu dreschen“, sondern strategisch Positionen anzusteuern, die ins eigene Spiel passen. Auch in schwierigen Situationen gilt: den einfachsten Weg zurück in die geplante Spiellinie finden – statt Harakiri-Schläge zu riskieren. Wer so vorgeht, spielt konstanter, spart Energie und bleibt mental stabil. Mehr dazu im Video … 

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