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Locker durchschwingen: Für saubere Schläge ist vor allem ein entspanntes Schwunggefühl wichtig. | © golfsupport.nl/Matthew Huang/ism

Locker statt verkrampft: So finden Sie das optimale Schwunggefühl

Gerade zu Beginn der Golfkarriere stehen viele Spieler vor derselben Herausforderung: Wie fühlt sich ein „guter“ Schwung eigentlich an? Technik, Positionen, Schlagweiten – all das kann schnell überfordern. PGA Golf Professional Christian Neumaier empfiehlt in seinem neuen Video (s.u.) deshalb einen anderen Ansatz: weniger denken, mehr fühlen. Im Fokus stehen drei grundlegende Empfindungen, die den Einstieg ins Golfspiel deutlich erleichtern können.

1. Schwingen statt kontrollieren

Für Neumaier beginnt alles mit einem simplen, aber oft unterschätzten Prinzip: Lockerheit. „Eines der wichtigsten Gefühle ist es, dass Sie spüren, dass Ihr Schläger und Ihre Arme vor Ihnen in eine gewisse Schwingung kommen“, erklärt er. Anstatt den Schläger aktiv zu steuern, sollten gerade Einsteiger zunächst lernen, ihn „arbeiten zu lassen“. Locker pendelnde Arme, ein freies Gefühl im Oberkörper – das schafft die Basis für einen natürlichen Bewegungsablauf. Besonders hilfreich: einfache Schwungbewegungen ohne Ball, auch einarmig, um das Gewicht des Schlägers bewusst wahrzunehmen. Viele Anfänger machen hier den entscheidenden Fehler und versuchen, den Ball „treffen zu wollen“ – oft mit verkrampften Armen. Die Folge: unsaubere Ballkontakte und jede Menge Frust. Der bessere Weg: erst das Gefühl entwickeln, dann den Ball ins Spiel bringen.

2. Rhythmus aus der Bewegung heraus

Sobald sich diese Lockerheit einstellt, entwickelt sich automatisch ein zweites Element: Rhythmus. Neumaier rät, diesen über das lockere Baumeln der Arme zu entdecken. Dabei verändert sich die Bewegung leicht: Aus dem reinen Auf-und-Ab entsteht ein fließender Schwung, der sich zunehmend auch seitlich orientiert. Ähnlich wie bei Wurf- oder Schlagbewegungen in anderen Sportarten entsteht Dynamik nicht durch Kraft, sondern durch Timing. Für Einsteiger bedeutet das: nicht nach Perfektion suchen, sondern Bewegungen zulassen. Wer den Schläger frei schwingen lässt, entwickelt automatisch ein Gefühl für Richtung und Tempo.

3. Energie durch Rotation – nicht durch Kraft

Der dritte Schritt folgt fast automatisch: der Körper kommt ins Spiel. Statt isoliert mit den Armen zu arbeiten, wird die Schwungbewegung durch eine leichte Rotation des Oberkörpers unterstützt. Wichtig dabei: Die Rotation ist kein bewusstes „Drehen mit Gewalt“, sondern eine natürliche Ergänzung der Bewegung. Der Körper liefert die Energie, die Arme transportieren sie zum Ball. So entsteht Geschwindigkeit – ohne zusätzlichen Kraftaufwand.

Weniger Druck, mehr Gefühl

Gerade Einsteiger sollen laut Neumaier von diesem Ansatz profitieren. Anstatt sich früh mit komplexen technischen Details zu beschäftigen, lernt man, ein Gefühl für den Schwung zu entwickeln. Das sorgt nicht nur für bessere Ballkontakte, sondern auch für mehr Spielfreude. Und die ist schließlich wichtiger als alles andere. 

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