Partner des DGV

Schwerpunkte setzen: Der Drive darf in der Vorbereitung auf eine neue Saison besondere Beachtung finden. | © golfsupport.nl/Brian Spurlock/ism

Klarheit statt Hoffnung: So wird die neue Saison erfolgreich

Der Wunsch vor einer neuen Saison ist fast immer gleich: Es soll (endlich!) besser laufen als im letzten Jahr! Der erste Turniersieg muss her. Oder der Titel bei den Clubmeisterschaften. Das Handicap soll einstellig werden. Oder zumindest unter 20 liegen. Oder unter 30. Die meisten Ziele orientieren sich an Zahlen und oft basieren Sie mehr auf Hoffnung als auf einer klaren Strategie. Fabian Bünker, PGA Golf Professional, erklärt in seinem Video (s. unten): „Hoffnung ist kein Trainingsplan und Hoffnung ist keine Zielerreichung!“ Wer konstanter und erfolgreicher spielen will, brauche mehr als gute Vorsätze. 

Reisen Sie ans Ende der Saison

Bevor Sie Ihre Saisonziele definieren, rät Bünker zu einer Selbstreflexion. Spulen Sie gedanklich einmal vor bis ans Ende der Saison. Fragen Sie sich mit geschlossenen Augen: War es eine erfolgreiche Saison – oder nicht? Und wenn ja: Was haben Sie dafür getan? Eine häufige Erkenntnis: Vermutlich haben Sie früher angefangen zu trainieren, zielgerichteter gearbeitet als sonst, sich weniger ablenken lassen und sich stattdessen auf die wirklich wichtigen Dinge konzentriert. 

Stabilität als Priorität

Klar ist dennoch: Am Techniktraining kommen Sie meistens nicht vorbei, wenn Sie Fortschritte erzielen wollen. Bünkers Grundsatz: „Stabilität zuerst. Score danach.“ Wer sofort bessere Ergebnisse erzielen will, hält oft an dem fest, was er schon hat – Entwicklung bleibt aus. Deshalb geht es in der Vorbereitung nicht darum, alles gleichzeitig zu trainieren, sondern Schwerpunkte zu setzen. Einer typischen Golfer-Weisheit widerspricht der Experte in diesem Zusammenhang: Viele würden bei den wichtigsten Bereichen sofort an Putten oder das kurze Spiel denken. Sein Credo: Sie müssen das Grün überhaupt erstmal erreichen, um putten zu können! 

Fokus auf den Drive

Deshalb rät er dazu, den Fokus vor alles auf die Drives zu legen. Verbessern Sie Ihre Konstanz vom Tee und Ihre Präzision. Kümmern Sie sich darum, den Slice in den Griff zu bekommen, falls das ein Problem bei Ihnen ist. Bünkers Argument Wer den Abschlag „permanent versemmelt“, kann noch so oft das Chippen und das Putten üben – der Score wird sich trotzdem kaum verändern.

Warum Visualisierung wirkungsvoll ist

Parallel zur Technik rät Bünker dazu, einen weiteren Schwerpunkt im mentalen Training zu legen. Dazu gehören auch Erwartungsmanagement, realistische Ziele, Zwischenziele, Prozessziele – und vor allem: nicht nur drüber nachdenken, sondern ins Handeln kommen! Ein Werkzeug, das er empfiehlt: die Visualisierung, also die bildhafte Vorstellung bestimmter Abläufe. Spielen Sie bestimmte Bahnen immer wieder im Kopf durch, gerade jene, die mit unangenehmen Erinnerungen behaftet sind. Der Clou: Das Gehirn kann nicht zwischen visualisierter und tatsächlicher Erfahrung unterscheiden.

Simulieren Sie den Druck des Wettkampfs

Auch Druck lässt sich in einer Vorbereitungsphase simulieren. Setzen Sie sich im Training Leistungsziele und legen Sie Konsequenzen fest, falls Sie scheitern. Im Wettkampf werden Sie davon profitieren. Neben Technik und Mentaltraining ist auch die Strategie ein wichtiger Aspekt in einer Saisonvorbereitung. Machen Sie sich Gedanken darüber, wie Sie auf welchen Bahnen agieren können und wollen. Vor allem auf Ihrem Heimatplatz, den Sie kennen. Von wo lässt sich das Grün angreifen – und aus welchen Lagen besser nicht? Dafür sollten Sie Ihre eigenen Stärken kennen und Schlaglängen richtig einschätzen können. Je besser Ihre strategische Vorbereitung, desto einfacher haben Sie es später im Wettkampf.

Technik, Mentaltraining & Strategie

Für Bünker ist klar: Golf ist in der Saisonvorbereitung „viel mehr als ein Schwungtraining“. Technik, Mentaltraining und Strategie greifen ineinander. Mentaltraining macht Technik abrufbar, das sogenannte „Course Management“ reduziert Fehler und damit Stress, weniger Stress führt zu weniger Fehlschlägen. Wenn dann noch eine gute Fitness als Grundlage dazukommt, haben Sie die optimale Voraussetzung für neue Bestleistungen. 

Weiteres zum Thema

Partner des DGV