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8&7 gewonnen: Susanna Brenske vom Hamburger GC | © DGV/stebl

Kantersieg für Brenske

Hohen Neuendorf – Am ersten Wettkampftag wurden bei den Herren die beiden ersten Gruppenspiele bestritten, während die Damen nur ein Match zu bestehen hatten. Am Freitag, dem zweiten Wettkampftag, fallen in den Gruppen die Entscheidungen, dann dürfen die Damen zwei Matches spielen.

Bei den Herren können sich Anton von L´Estocq, Maik Süßbier, Florian Riedel, Leonas Jung, Leander Neuhaus, Connor Engelmohr und Max Pieck große Hoffnungen auf den Gruppensieg machen, da sie bisher beide Matches gewonnen haben. Pieck gelang mit einem 6&5 gegen Lukas Laske der klarste Sieg des Tages in der Herren-Konkurrenz. Entsprechend zufrieden war der 20-Jährige vom GC Essen-Heidhausen am Abend: „Beim ersten Match gegen Henrik Koglin ging es ein bisschen hin und her, weil ich anfangs nicht so richtig gut geputtet habe. Ich habe okay gespielt, nur nicht gut geputtet, konnte es dann aber am Ende noch für mich entscheiden. Im zweiten Match habe ich sehr fehlerfreies Golf gespielt, einfach grundsolide und dann auch extrem gut geputtet. Das hat dann im Endeffekt auch dazu beigetragen, dass es ein etwas deutlicherer Sieg geworden ist. Der Platz ist super und gut gepflegt. Ich finde das Layout echt extrem gut. Mir gefällt des Westplatz sehr!“

 

Große Show

 

Ein großes Match lieferten sich direkt am zeitigen Vormittag Lokalmatador Luis Büch und Youngster Lauri Diener. Luis Büch, der selbst auch schon im Junior Team Germany gefördert wurde, zündete vom Start weg ein wahres Feuerwerk an Birdies und schickte sich an, den Platzrekord zu pulverisieren, auch wenn dies im Matchplay formal nicht möglich ist. Nach elf gespielten Löchern lag der Sohn des Präsidenten des Berliner GC Stolper Heide schon bei sieben unter Par. Allerdings reichte dieser fabelhafte Score nicht, um sich entscheidend von Lauri Diener absetzen zu können, denn der jüngste Teilnehmer hielt prächtig dagegen und drehte einen 2down-Rückstand noch zum eigenen 1auf-Sieg.

Das Match gegen Luis war sehr spannend. Jeder hat mal einen langen Putt gelocht, wenn es darauf ankam. Wir haben beide gut gespielt. Ich war gegen Ende bei sieben oder acht unter Par. Ich bin 2 down gewesen, habe hinten das Match aber noch gedreht, nachdem ich einen guten Putt gelocht und auf der 11 einen Chip zum Eagle gelocht habe. Auf der 18 habe ich ein gutes Up-and-down zum Matchgewinn gemacht. Der Platz ist in einem guten Zustand. Die Grüns sind sehr gut. Durch den Regen gestern haben die Bälle heute kaum Roll. Ich finde den Platz ziemlich perfekt für Matchplay, weil man hier extrem viele Birdies spielen kann. Hier kann es bei einem guten Schlagabtausch ein richtiges Birdie-Feuerwerk geben“, freute sich Lauri Diener nach diesem herausragenden Match.

 

Keine Tendenz

 

Bei den Damen ist noch keine Tendenz abzusehen, weil jede der Athletinnen noch zwei Punkte holen kann und somit auch für diejenigen noch nicht aller Tage Abend ist, die am ersten Wettkampftag das Nachsehen hatten.

Auch Lena Geier, die zum Auftakt gegen Susanna Brenske einen schweren Stand hatte, kann daher noch auf den Einzug ins Viertelfinale hoffe. Gegen die Hamburgerin war an diesem Tag für die jüngste Teilnehmerin jedoch nichts zu holen und so lautete der Endstand in diesem Match 8&7. Die Hanseatin, die in diesem Jahr noch 21 Jahre alt wird, hatte ihre Stärken voll ausspielen können: „Das war heute ein echt sehr cooles Match gegen Lena. Es hat super viel Spaß gemacht. Die Anlage ist in einem super Zustand. Letztes Jahr haben wir ja den Ostplatz gespielt. Dieses Jahr den Westplatz. Der spielt sich noch mal ein bisschen länger. Man kann oft den Driver aus der T-Box schlagen, was mir persönlich sehr gut gefällt. Das ist mal etwas anderes. Ich kann hier meine Stärke an der einen oder anderen Stelle ganz gut nutzen. Heute war ich sehr zufrieden mit den Schlägen ins Grün. Ich hatte viele Birdie-Chancen und habe einige gut genutzt, andere nicht. Im Großen und Ganzen bin ich aber sehr zufrieden mit der Runde und versuche, morgen auf jeden Fall daran anzuschließen.“

 

Jung und etwas weniger jung

 

Titelverteidigerin Alena Oppenheimer vom Stuttgarter GC Solitude ist mit 32 Jahren die älteste Teilnehmerin, gefolgt von Laura Kowohl, die inzwischen für den G&LC Berlin-Wannsee spielt, nachdem sie nach dem College-Studium in die Bundeshauptstadt gezogen ist.

Die jüngste Teilnehmerin kommt aus dem Niederbayrischen Bäderdreieck, genauer aus Bad Griesbach. Lena Geier hat dort im zarten Alter von fünf Jahren mit dem Golfsport begonnen und ist inzwischen im Junior Team Germany angekommen. Geier ist ebenso 15 Jahre jung, wie Nora Scheuer vom gastgebenden Berliner GC Stolper Heide.

Ein junger Trainer am Fairwayrand hat sein Golfleben ebenfalls in Bad Griesbach begonnen: Luis Schmid, inzwischen Chefcoach der Damen des Hamburger GC, hat seine golferischen Wurzeln in Niederbayern und ist dort sogar noch immer Mitglied.


 

Bei den Männern ist Florian Dittrich vom GC Habsberg mit der Erfahrung von 38 Sommern der älteste Teilnehmer. Jüngster Starter ist Lauri Diener, der vom Stuttgarter GC Solitude zum GC St. Leon-Rot gewechselt ist. Diener feiert kurz vor Weihnachten seinen 17. Geburtstag.

 

Doppelstudium

 

Nach über fünf Jahren Pause vom Turniergolf ist Marie Bechtold vom GC St. Leon-Rot erstmals wieder angetreten. Die ehemalige Jugend-Nationalspielerin studiert ein kleines bisschen zu aufwändig, um noch voll im Turniergeschehen mitmischen zu können: Ein Studium in München, parallel dazu ein Studium in Paris. Dass die Zeiten für das Training mit dem Golfball etwas zu kurz kommen, ist da nur allzu verständlich. Immerhin ist Le Golf National, auf dem sich Esther Henseleit die Silbermedaille der Olympischen Spiele geholt hat, nicht weit von der Uni in Paris entfernt, so dass Bechtold sich mit dem Gedanken trägt, die Chance demnächst zu ergreifen, dort öfter zu spielen.

Im ersten Gruppenspiel traf die Paris-München-SLR-Athletin auf Laura Schedel vom GC Schloss Guttenburg und unterlag der Spielerin des Junior Team Germany mit 3&2.

 

Omnipräsent: Bernhard Langer

 

Bernhard Langer, Golfikone Deutschlands, immer noch extrem erfolgreich bei den PGA Tour Champions und inzwischen auch Ehrenmitglied im Deutschen Golf Verband, hat das Design des Westplatzes entwickelt. Langer arbeitete bei diesem Projekt mit dem Architekten und studierten Landschaftsarchitekten Kurt Rossknecht zusammen. Der Westplatz war 1997 der erste Course des Berliner GC Stolper Heide. 2003 folgte noch der Ostplatz, auf dem die Deutschen Lochspielmeisterschaften 2024 ausgetragen wurden.

 

Platzrekorde

 

Die Platzrekorde auf dem Westplatz wurden im Rahmen des GTGA Invitational gespielt. Im Corona-Jahr 2020 hatte Gregor Tilch ein Angebot für Spitzenamateure geschaffen und diese dankten es mit tiefen Scores. Mit 66 Schlägen kam Alexandra Försterling vom Platz. Das Talent des G&LC Berlin-Wannsee hat inzwischen für Deutschland bei den Olympischen Spielen von Paris gespielt und ist auf den Touren der Welt zu Hause. Das Turnier gewann damals die Französin Lucie Malchirand, die ebenfalls den Platzrekord mit 66 Schlägen hält und im Jahr danach ganz groß durchstartete, als sie früh im Jahr die Portuguese International Ladies Amateur Championship gewann, dadurch eine Einladung auf die LET zur Italian Ladies Open bekam, diese prompt gewann und damit den Wechsel ins Profilager vollzog.

Bei den Herren steht der Platzrekord bei 63 Schlägen, ebenfalls beim GTGA Invitational gespielt. Der Däne Hamish Brown ging damals so tief und spielt heute auf der DP World Tour.

 

Turniermodus

 

In acht Gruppen zu je vier Athleten spielt jeder gegen jeden. Je gewonnenem Match wird ein Punkt vergeben. Steht das Match nach 18 Löchern all square, erhält jeder Spieler einen halben Punkt.

Die Sieger der acht Gruppen spielen um die Plätze eins bis acht, die Zweitplatzierten um die Plätze 9 bis 16.

Bei gleicher Punktzahl zweier Spieler nach den Gruppenspielen entscheidet das direkte Duell der beiden Spieler. Ist dieses all square zu Ende gegangen, entscheidet die höhere Anzahl gewonnener Löcher der Endergebnisse aller Spiele in der Vorrunde über die Platzierung.


 

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