Internationales Trio an der Spitze - deutsches Trio in der Verfolgung
Spätestens seit heute ist das Golf Resort Bad Saarow erneut Bühne für Europas beste Nachwuchsgolfer: Bei der German International Amateur Championship – Boys & Girls trifft sich hier die Elite der U18‑Amateure. Während die Jungen ihr Championat auf dem Faldo Course Berlin austragen, gehen die Mädchen parallel auf dem benachbarten Arnold‑Palmer‑Platz an den Start. Über drei Runden Zählspiel ohne Cut kämpfen die Jungen in einem hochkarätig besetzten Feld mit internationalen Top‑Talenten und vielen Nachwuchs-Nationalspielern um den Titel des Internationalen Deutschen Amateurmeisters der Jugend.
Der Faldo Course – Bühne für die Jungen
Die erneute Austragung der Meisterschaft in Bad Saarow unterstreicht den Stellenwert der Anlage als feste Adresse für internationale Jugend‑Championships in Deutschland. Klar ist auch: Das Precise Resort Bad Saarow am Scharmützelsee zählt mit drei 18‑Loch‑Meisterschaftsplätzen und einem 9‑Loch‑Platz zu den größten und vielseitigsten Golfanlagen Deutschlands. Nur rund 45 Minuten südöstlich von Berlin gelegen, fügen sich die von Sir Nick Faldo, Arnold Palmer und Stan Eby entworfenen Plätze harmonisch in die Landschaft aus Kiefernwäldern und Seen ein.
Im Fokus der Jungen-Meisterschaft steht der Faldo Course Berlin, der als einer der anspruchsvollsten Plätze Deutschlands gilt. Der im Links‑Stil gestaltete Par‑72‑Kurs mit knapp 6.500 Metern Länge fordert mit seinen schmalen Landezonen, dem dichten dichtem Rough und schnellen, stark ondulierten Grüns ein präzises langes Spiel und ein stabiles kurzes Spiel zugleich. Charakteristisch sind die über 130 tiefen Topfbunker. Sie engen die Spielbahnen ein und verteidigen die Grüns. Fehler werden hier gnadenlos bestraft. Das Platzdesign erinnert an klassische britische Links‑Courses und stellt für die U18‑Spieler eine echte Prüfung dar. Im German International Amateur Championship ist der Faldo Course die Bühne, auf der die besten Jungen Europas mit offensivem, aber kontrolliertem Golf um den Titel spielen.
Deutsches Trio in Verfolgerstellung
Nach dem erstem der insgesamt drei Turniertage ist vor allem eins klar: Die Leistungsdichte im Feld ist erneut immens hoch. Gestartet wurde von den Abschlägen 1 und 10 mit Startblöcken ab 08:00 Uhr sowie ab 12:30 Uhr. Nur fünf Schläge liegen zwischen dem ersten und dem 45. Spieler (der zugegebenermaßen auf T28 steht). An der Spitze teilen sich der Niederländer Youp Orsel (Real Gualdahorce), der Ire Patrick Martin (Carrick On Shannon) und der Belgier Arthur Haghedooren (Royal Keerbergen Golf Club) mit jeweils 69 Schlägen (-3) die Führung. Dahinter lauert eine große Verfolgergruppe, in der sich zahlreiche Favoriten und auch deutsche Hoffnungsträger einsortiert haben.
Und in der Tat verlief der Auftakt aus Sicht der „Gastgeber“ vielversprechend. Michael Mayer (GC Am Habsberg), Felix Timm (GC St. Leon‑Rot) und Fredrick Adolf (GC Rheinhessen) eröffneten die Meisterschaft jeweils mit 70 Schlägen (-2) und liegen damit nur einen Schlag hinter der Spitze auf dem geteilten vierten Rang. Mit einer 71er‑Runden (‑1) brachte sich zudem Moritz Küls (GC Neuhof) auf T7 in eine vielversprechende Ausgangslage. Insgesamt blieben an diesem ersten Turniertag ganze 15 Spieler unter dem Platzstandard.
Die Falkensteiner Johann Mons und Lauri Lean Diener (Hamburger GC) stehen mit 72 Schlägen (Even Par) auf T16, wobei Diener mit einer sehr bunten Scorekarte vom letzten Grün kam. Piet Constantin Folkerts (Club zur Vahr) und Tim Nachtwey (GC Neuhof) liegen mit 73 Zählern (+1) auf T23 und stehen ebenfalls in aussichtsreicher Position für die verbleibenden zwei Turniertage. Insgesamt platzieren sich nach dem Auftakt ganze 14 deutsche Spieler innerhalb von fünf Schlägen zur Führung.
Titelverteidiger im Mittelfeld
Titelverteidiger Filip Grave aus Schweden – im Vorjahr dominanter Sieger in Bad Saarow – taucht nach Tag eins nicht in der Spitzengruppe auf, er steht mit 77 Schlägen (+5) auf dem geteilten 68. Rang. Zu viele Bogeys pflasterten heute seinen Weg. Angesichts des engen Leaderboards und der bekannten Scoring‑Möglichkeiten auf diesem Platz bleibt er jedoch ein Name, den das Feld nicht aus den Augen verlieren sollte. Gerade auf dem Faldo Course kann eine tiefe Runde den Spielstand in kürzester Zeit drehen, wie Grave im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen hat. Wenn er oben mitspielen will, geht es für ihn an Tag zwei darum, über eine aggressive und dennoch kontrollierte Strategie wieder Anschluss an die Führungsregion herzustellen.
Mit 108 der besten Spieler aus ganz Europa und drei Zählspielrunden ohne Cut ist die Ausgangslage nach dem ersten Durchgang offener denn je. Die geteilten Führenden starten am zweiten Tag als Gejagte und schon eine Runde knapp über Par kann in dem eng gestaffelten Leaderboard viele Plätze kosten. Für die deutschen Spieler mit Fühlung zur Spitze bietet sich dagegen eine große Chance: Gelingt ihnen eine weitere Runde unter Par, ist der Traum vom Titel auf heimischem Boden weiterhin absolut realistisch.
Nachdem der ersten Turniertag bei warmem Sommerwetter und etwas Wind gespielt wurde, könnten sich für die zweite Runde zumindest morgens noch Regenfälle dazugesellen. Die Startblöcke bleiben identisch - die Jungen gehen ab 08:00 Uhr von Tee 1 und Tee 10 aus auf die Runde. Dabei werden für die einzelnen Spieler im Vergleich zum ersten Tag allerdings sowohl der Abschlag als auch der Startblock getauscht.











