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Der Frost ist da - die Nächte sind kalt im deutschen November und im Dezember. Diese Regeln gilt es auf dem Golfplatz zu beachten. | © Getty Images

Frost auf Grüns und Fairways? So verhalten Sie sich richtig

Im Süden wie im Norden melden die Verantwortlichen der Golfanlagen zwischen Garmisch und Flensburg nächtlichen Bodenfrost. Okay, es ist noch nicht tiefster Winter, sondern Herbst. Aber wenn das Thermometer nachts Werte unter null zeigt, kann es vor allem in den Morgenstunden aktuell passieren, dass Earlybirds auf den Golfplätzen ein Warnschild sehen, wenn sie vom Parkplatz Richtung Range oder Tee eins spazieren: Platz gesperrt! Das machen die Clubs nicht, weil sie Gäste oder Mitglieder ärgern wollen, sondern um langfristige Schäden zu vermeiden.

 

Klar flüchten da einige Sehnsuchts-Golfer in den Süden, um es sich irgendwo in wärmeren Gefilden auf den Grüns und Fairways gemütlich zu machen. Manche zieht es aber auch bei eisigen Temperaturen auf den heimischen Platz. Vor allem dann, wenn wie aktuell vielerorts tagsüber noch die Sonne scheint. In solchen Fällen müssen Golfer ihr kurzes Spiel meist auf Wintergrüns trainieren. Und das hat gute Gründe, denn das Bespielen, insbesondere der empfindlichen Grüns, führt bei widrigen Witterungsbedingungen oft zu nachhaltigen Schäden, die teilweise erst Jahre später zum Tragen kommen und deren Beseitigung mit erhöhtem Pflegeaufwand oder gar Umbaumaßnahmen verbunden sind.

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Bei Temperaturen unter 4 Grad findet kein Rasenwachstum mehr statt; ein solches ist aber unerlässlich für die Regeneration der Fläche. Gründe, warum der Platz bei Frost gesperrt werden muss:

 

  • Fußtritte und Fahrspuren bei Frost zerstören das Pflanzengewebe der Gräser und hinterlassen hässliche Narben im Rasen.

  • Tritt- und Fahrspuren stören über einen längeren Zeitraum die Optik der Rasenflächen, zum Teil bis in die Sommermonate hinein.

  • Die Erholungsphase der Rasenflächen im Winter kann mehrere Wochen dauern.

  • Beschädigte Pflanzenteile werden leichter von Krankheitserregern befallen.

  • Feuchte Böden werden bei Belastung stärker verdichtet. Schäden am Grasbestand und Bodenverdichtungen fördern das Einwandern von Unkräutern sowie die Anfälligkeit gegenüber Rasenkrankheiten. Hierdurch wird die Qualität der Rasenflächen negativ beeinflusst, die Putt-Eigenschaften der Grüns werden verschlechtert.

 

Golfer, die ihre Bags tragen, haben zwar in der Regel einen etwas höheren Bodendruck als Golfer, die ihre Bags auf Trolleys (je nach Bereifung) schieben oder ziehen, dennoch sprechen einige Gründe für das Verbot von Trolleys und insbesondere von Carts:

 

  • Ein Golfer mit Trolley belastet etwa die 10-fache Fläche, ein Cart belastet etwa die 50-fache Fläche.

  • Der Bodendruck durch Carts ist etwa doppelt so hoch wie bei Trolleys.

  • Engstellen werden durch Trolleys und Carts an den gleichen Stellen wiederholt belastet.

  • „Tragende” Golfer weichen automatisch Nassstellen aus, Cart-Fahrer hingegen jedoch nicht unbedingt.

  • Aufspritzendes Dreckwasser durch Carts hindern die Gräser an der Photosynthese.

Natürlich können die Regelungen zum Winterspielbetrieb auf Golfanlagen unterschiedlich gehandhabt werden. Das liegt an klimatischen Unterschieden oder verschiedenen pflanzenbaulichen und vegetationstechnischen Voraussetzungen. Daneben spielt aber auch die Nutzungsfrequenz der Anlage sowie die Philosophie und finanzielle Ausstattung des Golfclubs oder Betreibers eine Rolle. Insbesondere während der Übergangszeiten im Spätherbst und im Frühjahr ist deshalb das Verständnis der Golfer für die Wachstumsbedingungen des Rasens besonders gefordert.

 

> > > Weitere DGV-Infos zum Winterspielbetrieb auf Golfanlagen...

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