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Erster Sieg seit 2010: Anthony Kim
Erster Sieg seit 2010: Anthony Kim | © Mark Brake/Getty Images

Ein Sieg, der sogar die Konkurrenz zu Tränen rührt

Fest steht: Es ist eine der eindrucksvollsten Comeback-Geschichten, die es in den vergangenen Jahren gegeben hat. Vielleicht sogar seit langer, langer Zeit. Als Anthony Kim 2010 bei der Shell Houston Open seinen bis dato letzten Titel als Golfprofi entgegennahm, befand sich der frühere Ryder-Cup-Star bereits in einer Abwärtsspirale. Körper und Psyche waren den Anforderungen von Profigolf auf allerhöchstem Niveau und ständiger Präsenz im Rampenlicht nicht gewachsen. Kim hatte mit Verletzungen zu kämpfen, entwickelte Suchtprobleme und verschwand wenige Zeit später von der Bildfläche.

 

Es dauerte zwölf Jahre, ehe der heute 40-Jährige wieder auftauchte. LIV Golf verkündete 2024 stolz, dass sich der rehabilitierte Star aus Los Angeles für eine Rückkehr auf die Tour entschieden hatte. Als Familienvater habe er die Wende geschafft, die dunkle Zeit mit Alkohol, Drogen, mentalen Tälern überstanden und wieder frische Lust an seiner einstigen Leidenschaft entdeckt.

 

Dass das viel beachtete Comeback des Amerikaners auch Top-Platzierungen mit sich bringen würde, daran hatten die allermeisten Experten ihre berechtigten Zweifel. Bei allem Talent: Kim hatte über Jahre nur sporadisch zum Schläger gegriffen und wirkte körperlich gezeichnet von seiner langen persönlichen Findungsphase.

Kaum spielerische Akzente

Scheinbar sollten viele Recht behalten. Kim konnte zunächst kaum spielerische Akzente setzen und verlor seinen Status in der LIV Golf League. Doch die Mischung aus seinem unbestrittenen Talent und einem außergewöhnlichen Kampfgeist brachten ihn auch spielerisch zurück in die Spur. Platz fünf beim prominent besetzten Saudi International sowie ein nervenstarker Auftritt beim Promotions-Event der Saudi-Tour mit dem Wiedererhalt der Spielberechtigung sorgten in den vergangenen Wochen und Monaten für Aufsehen.    

 

Nun fabrizierte Kim den vorläufigen Höhepunkt seiner zweiten Karriere. Ausgerechnet bei einem der stimmungsvollsten Events der LIV-Serie in Adelaide, Australien, mischte er ganz oben mit. Und ausgerechnet im Titelrennen mit den Weltklasse-Spielern Bryson DeChambeau und Jon Rahm, fand er im Finale zu jener Form, die ihn bereits bei seinen frühen Siegen ausgezeichnet hatte. Mit seiner fehlerfreien 63 (-9) konnten selbst die hochdekorierten Mehrfach-Major-Sieger nicht mithalten. Bei 23 unter Par konnte der Turniersieger das Geschehen auf dem letzten Loch bereits ansatzweise genießen, denn am Ende hatte er drei Schläge Vorsprung auf den Spanier Rahm und sechs auf DeChambeau.

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63 führt zum Titel

Unglaublich, aber wahr: Der erste Profi-Sieg seit 16 Jahren war perfekt. „Meine Familie”, antwortete er auf die Frage, woraus er die größte Motivation schöpft. „Ich weiß gerade wirklich nicht, was ich sagen soll. Es ist überwältigend. Aber ich werde immer für meine Familie kämpfen. Gott hat mir ein Talent geschenkt. Ich konnte heute gutes Golf spielen. Ich wusste, dass es kommen würde. Niemand außer mir muss an mich glauben, und für alle, die zu kämpfen haben: Ihr könnt alles schaffen.”

 

„Ich möchte mich einfach bei allen bedanken, die mich unterstützt haben, als ich nicht gut gespielt habe und am Rande stand, nie wieder zu LIV zurückzukehren”, so Kim weiter. „Ich werde weitermachen.“

 

Auch Rahm würdigte den glanzvollen Auftritt: „Als Konkurrent sollte ich das wahrscheinlich nicht sagen, aber es war auf seltsame Weise eine Freude, das zu sehen. Das Bild, wie er auf der 18 seine Frau und seine Tochter umarmte, berührt jeden, der ein Herz hat. Ich hatte Tränen in den Augen.“

 

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