Ein Golffest mit besonderer Chance
Es war ein besonderes Wochenende für die besten deutschen Golferinnen und Golfer mit Behinderungen. Während in Mannheim-Viernheim die Deutschen und Internationalen Meisterschaften ausgetragen wurden, waren einige Athletinnen und Athleten parallel bei den Special Olympics Nationalen Spielen aktiv. Vom 15. bis 20. Juni war das Saarland Gastgeber für mehr als 4.300 Sportlerinnen und Sportler mit geistiger Beeinträchtigung, ihre Delegationen, Familien sowie zahlreiche Gäste aus ganz Deutschland und Europa.
„Die Special Olympics Nationalen Spiele werden ein saarländisches Sommermärchen werden“, versprach Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlands, bei der Eröffnungspressekonferenz in der Congresshalle in Saarbrücken.
Die besondere Chance beim Golfwettbewerb im GOLF absolute Wendelinus Golfpark: Die besten Spielerinnen und Spieler konnten sich für die Special Olympics World Games qualifizieren, die im Oktober 2027 in Chile stattfinden werden. Damit war klar, worum es geht: nicht nur um einen Erfolg bei einem inklusiven Sportfest, sondern auch um einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur größten inklusiven Sportveranstaltung der Welt.

72 Golfer und Golferinnen am Abschlag
Die Beteiligung groß: 72 Athletinnen und Athleten gingen an den Abschlag. Die Wettbewerbe boten für jede Leistungsklasse die passende Spielform. Insgesamt war das Turnier in fünf Level unterteilt, die unterschiedliche Formate abbildeten.
- Level 1: Einzelgeschicklichkeitswettbewerb (Short Putt, Long Putt, Chip Shot, Pitch Shot, Iron Shot und Driver Shot)
- Level 2: Unified Sports® Teamwettbewerb (9 Loch)
- Level 3: Unified Sports® Teamwettbewerb (18 Loch)
- Level 4: Individual Stroke Play / Zählspiel (9 Loch)
- Level 5: Individual Stroke Play / Zählspiel (18 Loch)
Die Ergebnisse: Stefanie Lutz holte sich den Sieg im Level 1 mit 369 Punkten vor Linus Bockhorst. Der Team-Wettbewerb über neun Löcher (Level 2) ging an das Duo Dikow/Zeschke von der Diakonie Nord Nord Ost in Holstein. Im klassischen Vierer über 18 Löcher (Level 3) setzten sich die favorisierten Anton Wisker und Sven Nürnberger (GC Mainz – Die Erdmännchen) deutlich durch.
Nicht zu schlagen war über zwei 9-Loch-Runden im Einzel (Level 4) Alexander Kurth, der mit vier Schlägen Vorsprung vor Stefan Limmer gewann. Ganz oben in der Wertung des Level 5 stand am Ende Pablo Johnston aus der Schweiz vor Maxime Waldheim und Leon Thobe Biganzoli.
Unter dem Strich zeigten die Wettbewerbe einmal mehr eindrucksvoll, welchen Stellenwert Golf mittlerweile innerhalb der Special Olympics einnimmt – geprägt von der einzigartigen Chance, sich für die World Games und die große Bühne zu empfehlen.







