Drei Deutsche beim Major im Cut
Vier Jahre ist das nun her. Helen Briem war damals 15 Jahre jung, als sie dieses Foto mit ihren Idolen machen durfte. Die Nationalspielerin freute sich riesig über dieses Motiv, das sie mit Nelly und Jessica Korda zeigt. Die beiden US-Schwestern waren seinerzeit schon in der Weltspitze – und ahnten vielleicht schon, was da in Deutschland für ein großes Talent heranwächst. „Es ist so cool, diese Entwicklung zu sehen, was in vier Jahren passieren kann. Damals war ich noch ein Fan-Girl von ihnen und bin jetzt mit ihnen im selben Teilnehmerfeld“, so Briem.
Gemeint ist das aktuell laufende Major. Ihr erstes überhaupt. Bei der Amundi Evian Championship in Frankreich hatte Briem einen tollen Start erwischt. In Runde zwei am Freitag lief es für den 19-jährigen Shootingstar allerdings zunächst nicht nach Plan. Sie startete zwar mit einem Birdie, kassierte dann aber Doppelbogeys auf den Bahnen vier und sechs sowie einen weiteren Schlagverlust auf der Sieben. Briem kämpfte, musste sich am Ende aber mit einer 75 zufrieden geben. Mit gesamt Even Par teilt sie Rang 44 unter anderen mit Golf-Team-Germany-Kollegin Aline Krauter, die am Freitag mit einer 69 Boden gutmachte.
Die Führung hat zur Halbzeit die Koreanerin Somi Lee übernommen, die am Freitag eine starke 65 inklusive Eagle auf Bahn neun ins Ziel brachte. Mit gesamt -10 befindet sie sich in der Pole Position – einen Schlag vor der Australierin Grace Kim. Nelly Korda ist ebenfalls in der Spitzengruppe und teilt mit gesamt -5 Rang zwölf. Olympia-Silbermedaillengewinnerin Esther Henseleit ist dritte Deutsche, die den Cut überstanden hat. Mit zwei 72er-Runden (gesamt +2) rangiert sie zur Halbzeit auf T64. Vorzeitig ausgeschieden ist dagegen Sophia Popov (+5).
Gute Nachrichten gibt es unterdessen von Charley Hull. Die Engländerin hatte in Runde eins am Donnerstag vorzeitig aufgeben müssen, da sie einen Kreislaufzusammenbruch hatte. Nun teilte sie ihren Fans mit, dass sie die ganze Woche gegen ein Virus zu kämpfen hatte, es ihr inzwischen aber deutlich besser geht und sie wieder guter Dinge sei, schnell auf die Tour zurückkehren zu können.








