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Kampf gegen die Hitze: Nationalspieler Nils-Levi Bock führt mit seinem Team SLR nach den Einzeln am Samstag des vierten DGL-Spieltages in Frankfurt. | © Thorsten Brauckmann/FGC

Doppelführung für Team SLR in Hessens Hitze

Natürlich schielten sie mit einem Auge nach Finnland. Dort hat Teamkollege Tim Wiedemeyer die EM der Amateure gewonnen, während seine St. Leon-Roter Bundesliga-Golfer am vierten DGL-Spieltag in Frankfurt schwitzten. „Wir freuen uns sehr für Tim und über seinen großartigen Sieg. Das hat er sich auf jeden Fall verdient und für uns ist es toll, ab kommendem Spieltag einen Europameister im Kader zu haben“, sagt Marco Müntnich. Der Co-Trainer der Männer im GC St. Leon-Rot kann aber auch mit der Leistung seiner Jungs in den Einzeln am Samstag hochzufrieden sein. „Das war eine starke Teamleistung. Jetzt werden wir uns etwas von der Hitze erholen und morgen wieder Gas geben, denn ausruhen kann sich keiner“, so Müntnich.

 

Zur Halbzeit des vierten DGL-Spieltages in der 1. Bundesliga Süd der Männer führt SLR mit gesamt -19 vor den ambitionierten Habsbergern (-16), die vor zwei Wochen ihren Heimspieltag gewonnen und tatsächlich Final-Four-Ambitionen angemeldet hatten. SLR-Nationalspieler Carl Siemens hatte wie Habsbergs Marian Ludwig (und Frankfurts Nicklas Borrmann) den Topscore (66) auf der Karte und feierte den EM-Sieg seines Teamkollegen und Freundes Wiedemeyer via Instagram so: „Superstar“.

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Zu Stars möchte auch Peter Wolfenstetter seine Männer machen. Die Mannschaft aus Ostbayern war erst im Vorjahr in die 1. Bundesliga aufgestiegen und mausert sich langsam, aber sicher zum besten Aufsteiger, den es im deutschen Oberhaus jemals gab. „Das war eine gute Leistung meiner Jungs heute. Ja, es war heiß, aber die Bedingungen waren für alle gleich. Da heißt es, nicht zu mosern, sondern zu performen. Und das hat mein Team heute gemacht. Jetzt wird ausgeruht und morgen schauen wir dann mal, was für uns noch drin ist“, so Wolfenstetter, der mit seiner Mannschaft bereits 14 Schläge vor Gastgeber Frankfurt und 17 vor dem Münchener GC liegt. In der Blitztabelle sind Habsberg und Frankfurt sogar punktgleich, was auf einen Showdown der beiden am letzten Spieltag hinauslaufen könnte.

 

Für die Männer aus dem GC Augsburg blieb nach den Einzeln vom Samstag wieder einmal nur der letzte Platz. Das Team von Coach Felix Eibl, der nach der Saison zum Bayerischen Golfverband wechseln wird, muss am Sonntag unbedingt Boden gut machen und im Klassement nach oben klettern, sonst ist der Abstieg nach zwei Jahren 1. Bundesliga besiegelt. Und Frankfurt? Die Männer von Coach Jan Pelz hatten sich fürs Heimspiel vorgenommen, eine vordere Platzierung zu belegen. Im Klartext: Die Hessen werden am Sonntag sicher alles geben, um die Top Zwei an der Spitze noch abzufangen.

Die Frauen im Süden

Die Hitze erst gar nicht groß zum Thema machen – das ist die Devise von Sebastian Buhl. Der Coach der amtierenden Deutschen Meisterinnen aus St. Leon-Rot ist zu sehr Profi, als dass er sich von Randthemen beeinflussen lässt. „Wir nehmen Entscheidungen grundsätzlich so, wie sie sind, hin. Wir kümmern uns ausschließlich um Dinge, die wir kontrollieren können. Wir haben das Training im Vorfeld auf die hohe Belastung durch die Hitze angepasst, so dass wir bestmöglich mit den Bedingungen zurecht kommen. Das hat offensichtlich perfekt funktioniert. Zusätzlich gab's nasse Handtücher, fertig“, so Buhl. Die Marschroute für Sonntag sei klar. „Wir wollen an den erarbeiteten Inhalten weiter dran bleiben und uns weiter auf uns fokussieren. Wir sind sehr stolz auf unsere Athletinnen und diese sehr geschlossene Mannschaftsleistung.“

 

Team SLR führt zur Halbzeit des vierten DGL-Spieltages in der 1. Bundesliga Süd mit gesamt -15 vor Gastgeber Frankfurt (-3) und Stuttgart (+2). Den Tages-Topscore lieferte SLR-Spielerin Sofia Maier-Borst ab, die mit einer bärenstarken 67 (-7) inklusive Eagle auf Bahn neun ins Ziel kam. Mit dem aktuell vorletzten Rang müssen die Frauen aus dem Münchener GC Vorlieb nehmen, die das Final Four noch nicht ganz abgeschrieben haben, sich dafür aber noch steigern sollten. „Wir sind eigentlich ganz gut in den Samstag mit einem leicht veränderten Team gestartet. Hintenraus war es der Hitze geschuldet, dass ein paar Schläge verloren gegangen sind. Wir sind aber noch in einer guten Position, sodass morgen noch etwas möglich ist“, so MGC-Coach Alexander Linner. Er habe mit seinem Staff mit kalten Handtüchern, ausreichend Wasser, Kühlboxen und Eis versucht, den Kampf gegen die Hitze etwas erträglicher zu machen.

Die Frauen aus dem 1. GC Fürth müssen einmal mehr nach dem Samstag auf dem letzten Rang übernachten. Sollte es nach den Einzeln am Sonntag dabei bleiben, wäre der Abstieg besiegelt. „Für uns ist es durchwachsen gelaufen, es fehlen uns wieder die tiefen Runden. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen morgen angreifen. Es gibt eigentlich nur noch eine Richtung“, so Fürths Frauen-Trainer Michael Heffner. Er sehe es positiv, dass die Vierer wegen der Hitze gestrichen wurden. Fürs Team gab's nach dem letzten Putt noch ein kühles Eis sowie genug Regeneration, um am Sonntag wieder bei Kräften zu sein.

Weitere Stimmen

Jan Pelz, Trainer Frankfurt Männer: „Das Scoring von St. Leon-Rot und Habsberg war extrem gut. Das haben wir gar nicht so kommen sehen. Der Ball fliegt bei dieser Hitze sehr weit, zumal es recht windstill war. Unsere Leistung war okay, aber wir wollen morgen eine Schippe drauflegen, um näher ran zu kommen.“

 

Felix Eibl, Trainer GC Augsburg Männer: „Wir hätten schon gerne die Vierer gespielt, aufgrund der Hitze ist es aber okay, den doch recht heißen Tag früher zu beenden. Der Platz ist sehr gut in Schuss. Wir haben zwei hohe Scores als Streicher und schauen, dass wir uns morgen am MGC vorbeischieben können.“

 

 

Zwischenstand 1. Bundesliga Frauen Süd > > >

 

Zwischenstand 1. Bundesliga Männer Süd > > >

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