Der Rücken: Siem gibt in Irland auf
Nach neun Löchern am Freitag war Schluss: Marcel Siem musste am zweiten Tag der Irish Open im K Club westlich von Dublin vorzeitig aufgeben. In Runde eins am Donnerstag hatte der 45-Jährige noch eine 72er-Par-Runde gespielt, Stunden später waren die Schmerzen zu groß; der sechsfache Tour-Champion konnte nach neun Bahnen bei sehr anspruchsvollen Bedingungen am Freitag nicht mehr weiterspielen und gab seinen Fans prompt via Instagram ein Update.
„Total frustriert musste ich heute nach neun Löchern aufgeben. Mein unterer Rücken macht mir seit Mittwoch Probleme, nachdem ich zwei Tage mit Fieber im Bett gelegen hatte. Gestern auf den Back Nine ging es mir wieder besser, aber heute Morgen war ich total blockiert. Ich bin sehr enttäuscht, denn mein Spiel ist super und ich habe die letzten zwei Wochen hart gearbeitet, um in Topform zu sein“, postete Siem. Manchmal sei es herzzerreißend, was das Leben einem so vor die Füße werfe. Und so muss Siem nun umplanen. Er wolle nach Deutschland fliegen, um sich behandeln zu lassen und „hoffentlich für Wentworth wieder bei 100 Prozent zu sein“. Das Signature Event der Tour steigt kommende Woche in Virginia Water.
Siem bedaure es sehr, in Irland nicht zu Ende spielen zu können, zumal die Fans und die Stimmung außergewöhnlich gut seien. Vor einer Woche hatte Siem in der Schweiz seinen langjährigen Weggefährten Mike Lorenzo-Vera noch in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet. Die Atmosphäre beim Heimevent im Irland genießen vor allem die beiden Publikumslieblinge Rory McIlroy und Shane Lowry, die sich im K Club auch auf den anstehenden Ryder Cup vorbereiten. Vor allem McIlroy genießt die Menge und gab im grünen Sakko des Masters-Champions sehr emotionale Einblicke in eine außergewöhnliche Saison.
Nach Siems Rückzug aus dem Turnier befinden sich mit Yannik Paul, Alexander Knappe, Max Kieffer, Marcel Schneider, Matti Schmid, Nicolai von Dellingshausen und Jannik De Bruyn noch sieben deutsche Spieler im Feld. Das letzte Mal, als die Irish Open im K Club stattfand, landeten mit Hurly Long (Zweiter) und Nick Bachem (T7) gleich zwei Deutsche in den Top Ten. Mit Bernhard Langer konnte zudem ein Deutscher das Turnier in Irland dreimal gewinnen.









