Comeback in Sicht: Woods zurück – und vor neuer sportlicher Option
Er ist zurück, wenn auch noch nicht wieder auf der Tour. Tiger Woods hat sich einen Monat nach seiner jüngsten Rückenoperation wieder in der Öffentlichkeit gezeigt. Der 15-malige Major-Sieger wurde in Florida bei einem Werbedreh für seinen langjährigen Ballpartner gesehen. Auf den Bildern wirkt Woods entspannt, steht aufrecht, was viele Fans hoffen lässt, dass der 49-Jährige vielleicht früher als gedacht auf den Platz zurückkehren könnte.
Dritte Operation innerhalb von 13 Monaten
Der Eingriff im Oktober war bereits seine siebte Rückenoperation – und der dritte Eingriff innerhalb von nur 13 Monaten. Im September 2023 hatte Woods sich einer mikrochirurgischen Dekompression der Lendenwirbelsäule unterzogen, um eingeklemmte Nerven zu entlasten. Schon zuvor, beim Genesis Invitational im Februar desselben Jahres, hatten Rückenschmerzen seine Bewegungen sichtbar beeinträchtigt. Nach einer weiteren Achillessehnen-Operation im Frühjahr 2024 verzichtete Woods auf die gesamte Saison.
Rückkehr bei der PNC Championship?
Nun aber scheint sich nicht nur etwas zu bewegen, sondern er selbst. Dass Woods bereits wieder auf den Beinen ist – und zumindest ohne erkennbare Einschränkungen – ist ein gewiss kein schlechtes Zeichen. Unklar ist allerdings dennoch, wann er ins Turniergeschehen zurückkehren kann und will. Vielleicht schon bei der PNC Championship, jenem Familienturnier, bei dem er regelmäßig mit Sohn Charlie antritt? Klingt ambitioniert, scheint aber nicht unmöglich. Er dürfte dort, wie in den vergangenen Jahren, vermutlich wieder ein Cart nutzen. Ebenfalls denkbar: Eine Rückkehr im Rahmen der zweiten Saison seiner zusammen mit Rory McIlroy ins Leben gerufenen TGL, die Ende Dezember startet und sich bis in den März 2026 zieht.
Gedanken über sportliche Zukunft
Vielleicht nutzt Woods die Zeit bis zu seinem nächsten Comeback auch dafür, um sich Gedanken über seine sportliche Zukunft zu machen. Am 30. Dezember wird er 50 Jahre alt. Mit dem runden Geburtstag öffnet sich für ihn eine neue sportliche Tür: die zur PGA Tour Champions, die Seniorentour des US-Golfs. Offiziell hat sich Woods dazu noch nicht geäußert, doch immer mehr Größen des Spiels machen ihm Mut, diesen Schritt zumindest zu erwägen.
Furyk will Woods zu den Oldies locken
„Der erste Rat, den ich ihm geben würde: Er soll einfach mal den Zeh ins Wasser halten“, sagte Jim Furyk kürzlich im Interview mit Golf Channel. „Als ich 50 wurde, wollte ich immer noch auf der PGA Tour spielen. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass es Zeit war, umzusteigen.“ Die Senioren-Tour, so Furyk, sei körperlich weit weniger belastend – 54 Löcher, Carts sind erlaubt, und dennoch ist die Konkurrenz stark. „Es macht Spaß und man hat wieder öfter Chancen zu gewinnen“, sagt Furyk.
PGA Tour Champions bereit für Woods
Auch andere Weggefährten wie Ernie Els, Jack Nicklaus und Bernhard Langer haben Woods scherzhaft oder ernsthaft ermutigt, den Schritt zu wagen. Langer selbst hat mit über 40 Siegen gezeigt, dass Erfolge auch im fortgeschrittenen Alter beeindruckend sein können. Die Organisatoren der Seniorentour jedenfalls wären bereit für Woods. Miller Brady, Präsident der PGA Tour Champions, sagt: „Wir haben in den vergangenen Monaten Szenarien durchgespielt, um vorbereitet zu sein, wenn Tiger 50 wird und sich entscheidet zu spielen.“ Klar ist: Woods hätte für die Senioren-Tour einen gewaltigen Effekt – sportlich und wirtschaftlich.









