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Wir hätten sie gerne beim Masters 2026 gesehen: Tiger Woods, Bernhard Langer und Stephan Jäger. | © Golfsupport.nl

Acht Spieler, die wir in Augusta vermissen

Wie jedes Jahr sind die Startplätze für das Masters begrenzt. Bei keinem anderen Major werden so wenige Tickets vergeben wie bei dem Turnier in Augusta. Die Qualifikationskriterien sind anspruchsvoll und so besteht das Teilnehmerfeld beim 90. Masters aus nur 91 Spielern. Natürlich sind die großen Namen wie Rory McIlroy, Scottie Scheffler, Bryson DeChambeau oder Jon Rahm alle vertreten. Doch einige Hochkaräter fehlen auf der Liste. Acht davon haben wir zusammengetragen:

Tiger Woods

In den vergangenen Wochen kursierte kein anderer Name so häufig durch die Gazetten wie der des 15-fachen Major-Siegers. Zunächst aus sportlichen Gründen. Woods machte allen Fans Hoffnung, dass er vielleicht beim Masters sein Comeback feiern könnte. Ausschlaggebend dafür war unter anderem sein Einsatz beim TGL-Finale in Florida. Diese Hoffnung zerschlug sich jedoch schnell, als er kürzlich erneut in einen Autounfall verwickelt war und wegen Trunkenheit am Steuer angeklagt wurde. Der 50-Jährige kündigte anschließend seinen Rückzug vom Golfsport an, um sich außerhalb der USA behandeln zu lassen. Er wird in Augusta fehlen – hoffentlich nicht auf Lebenszeit. 

Phil Mickelson

Nach Tiger Woods ist er der zweitgrößte Name, der fehlt. Mickelson hatte 2004 sein erstes von insgesamt drei Green Jackets gewonnen. Der 55-Jährige fehlt dieses Jahr zum ersten Mal seit 2022 in Augusta. Zuvor hatte er eine Serie von 27 Masters-Teilnahmen in Folge am Laufen. Aufgrund gesundheitlicher Probleme schafft er es dieses Mal aber nicht zu seinem Lieblingsturnier.

Bernhard Langer

Die Gesundheit passt. Er wäre auch qualifiziert. Aber Langer hat im vergangenen Jahr seine Masters-Karriere an den Nagel gehängt. Nachdem er 2020 in Augusta zum letzten Mal den Cut geschafft hatte, sah der zweifache Masters-Sieger den richtigen Zeitpunkt gekommen, von der großen Golfbühne, seinem zweiten Zuhause, zurückzutreten. Er wird diesem Ort für immer verbunden sein und bei den Champions Dinners anwesend sein. Nur als Teilnehmer ist seine Zeit abgelaufen. Wer weiß, vielleicht kehrt er bald als „Honorary Starter” zurück. Diese Ehre, bei der drei Legenden des Golfsports das Masters traditionell am Donnerstagmorgen eröffnen, hätte er sich verdient.

Stephan Jäger (oder ein anderer Deutscher)

Nach zuletzt zwei Masters-Teilnahmen in Folge fehlt der Münchner dieses Jahr. Weder ein Turniersieg noch seine Platzierung in der offiziellen Weltrangliste haben ihn ins Feld gebracht. Schade. Dabei hatten wir uns gerade an ihn in Augusta gewöhnt. Gleichzeitig gab der Spieler des Elite Team Germany bereits zu Protokoll, dass er und der sagenumwobene Platz vermutlich keine Freunde mehr werden. Jägers Spiel passe einfach nicht zum Layout des Augusta National. Dennoch hätten wir uns einen deutschen Teilnehmer gewünscht, jetzt, da Langer nicht mehr dabei ist. Ein Masters ohne deutsche Beteiligung gab es zuletzt 1983.

Rickie Fowler

Zugegeben: Fowler zählt schon länger nicht mehr zur absoluten Weltklasse. Dennoch gehört der Orange-Liebhaber irgendwie zum Major-Repertoire dazu. Sein Golfspiel war in diesem Jahr solide, doch das reicht nicht für die Top 50 der Welt und die damit verbundene Qualifikation für Augusta. 2018 hatte Fowler den Sieg beim Masters nur knapp verpasst, als er einen Schlag hinter dem Sieger Patrick Reed landete.

Tony Finau

Er ist seit neun Jahren einer der konstantesten Spieler auf der Tour, doch in dieser Woche reißt seine Serie: Seit der US Open 2017 spielte Finau jedes Major, aktuell rangiert der US-Amerikaner jedoch außerhalb der Top 100 in der Weltrangliste. Bei seinen acht Masters-Teilnahmen in Folge verpasste er nur einmal den Cut. Sein bisher größter Auftritt war 2019, als er als Mitspieler von Tiger Woods Fünfter wurde und den besten Platz beim größten Golf-Comeback aller Zeiten innehatte.

Tom Kim

Spätestens durch seine emotionalen Auftritte beim Presidents Cup ist er ein absoluter Sympathieträger auf der Tour. Doch für Kim geht ebenfalls eine Zeit auf der Sonnenseite zu Ende. Zum ersten Mal seit dem Masters 2022 darf er bei einem Major nur zuschauen. Sein 131. Platz in der Weltrangliste reichte da nicht aus. Die Form des Südkoreaners war in den vergangenen Monaten zu schwankend.

Joaquin Niemann

In den vergangenen Jahren tauchte er regelmäßig in den Favoritenlisten für das Masters auf. Sieben Titel holte Niemann bereits auf der LIV Tour. Doch die fehlenden OWGR-Punkte in dieser erfolgreichen Phase wurden ihm zum Verhängnis. In den vergangenen beiden Jahren erhielt er noch eine spezielle Einladung zum Masters, doch diese blieb dieses Mal aus. Nach zuletzt 19 von 20 Major-Teilnahmen ist sein Fehlen definitiv eine Überraschung.

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