Tipps für die Ewigkeit: Lernen Sie von Ballesteros
Severiano Ballesteros war nicht nur einer der kreativsten und mutigsten Golfer seiner Zeit – er verstand das Spiel in einer Tiefe, die noch heute fasziniert. Viele Amateure sind ständig auf der Suche nach dem einen Hinweis, der sie endlich zu besseren Scores führt. Ballesteros‘ Ratschläge gehören genau zu diesen seltenen Impulsen, die Jahrzehnte überdauern. Noch zu Lebzeiten (1957 – 2011) fasste der Spanier seine sieben wichtigsten Tipps für ein erfolgreiches Golfspiel zusammen. Die US-Plattform golfmonthly.com veröffentlichte sie kürzlich als Best-of. Wir fassen die wichtigsten Aspekte für Sie zusammen.
1. Ein hohes Finish verrät viel
Ballesteros war überzeugt: Ein hoher Abschluss zeigt, dass Schwungbahn und Rhythmus gestimmt haben. Bleibt das Finish hingegen eher flach, liegt die Ursache oft im sogenannten Takeaway – jenem Moment, in dem der Schwung eingeleitet wird. Wer diesen Abschnitt verbessert, behebt häufig gleich mehrere Fehler auf einmal.
2. Das rechte Knie entscheidet über Tempo und Treffmoment
Viele Amateure bleiben mit dem rechten Knie zu passiv. Dadurch verlieren sie im Abschwung Tempo und Stabilität. Ballesteros betonte stets, wie wichtig es ist, dass das rechte Knie früh nach vorne arbeitet – ein kleiner Impuls mit großer Wirkung auf die Geschwindigkeit des Schlägerkopfes und die Balance.
3. Den Ball bewusst flach halten
Für kontrollierte, flache Schläge gelten vier einfache Anpassungen, die Ballesteros so beschrieb:
- Schläger mit weniger Loft wählen
- den Griff etwas weiter unten fassen
- näher am Ball stehen
- keinen vollen Schwung machen
So bleibt die Flugbahn flach – und die Kontrolle hoch.
4. Mehr Höhe produzieren – wenn sie wirklich nötig ist
Für hohe, weiche Annäherungen empfahl Ballesteros das Gegenteil:
- am oberen Griffende greifen
- etwas weiter vom Ball entfernt stehen
- die Schwungbahn vergrößern
- hoch ausdrehen und ein großes Finish anstreben
Die zusätzliche Höhe entsteht aus Raum, Rhythmus und einem bewussten, hohen Abschluss.
5. Handgelenke mit Gefühl einsetzen
Ballesteros warnte sowohl vor einem zu steifen als auch vor einem zu schnellen Einsatz der Handgelenke. Das linke Handgelenk soll stabil sein, aber nicht blockiert. Im Rückschwung winkelt es sich allmählich an – nicht abrupt. Ein geduldiger Rhythmus schafft Länge, Konstanz und eine harmonische Schwungbahn.
6. Seitenwind nicht bekämpfen – sondern nutzen
Statt den Ball bewusst gegen die Windrichtung zu kurven, empfahl Ballesteros eine einfachere Lösung: den Wind für sich arbeiten lassen. Kommt er von rechts, zielt man etwas nach rechts – kommt er von links, entsprechend nach links. Der Wind bringt den Ball zurück auf die Spiellinie. Simpel, aber enorm wirksam.
7. Beweglichkeit vor dem Schlag erhalten
Viele Golfer versteifen sich in der Ansprechposition. Ballesteros empfahl kleine, lockere Wackelbewegungen des Schlägerkopfs vor dem Rückschwung. Sie lösen Spannung, bringen den Körper in Fluss und fördern einen freien, natürlichen Bewegungsablauf.










