Hintergrund

Hybride: Optionen für die Saison 2022


10. Mai 2022 , Thomas Fischbacher


Hybrid-Schläger: Ein Blick auf den Markt
Hybrid-Schläger: Ein Blick auf den Markt | © diverse Hersteller

Viele Golfer sind mit einem Hybrid besser bedient als mit einem langen Eisen. Wir werfen einen Blick auf den Markt.

Mittlerweile hat es sich bei Amateurgolfern herumgesprochen, dass es sich lohnt, eine kleine Auswahl an Hybrids in der Tasche zu haben. Diese Schläger bringen im Vergleich mit den langen Eisen in den meisten Fällen deutlich mehr Vor- als Nachteile. Der Ball geht leichter in die Luft, fliegt weiter und auch Schläger außerhalb der Mitte der Schlagfläche verlieren deutlich weniger an Distanz. Dabei kann man sie auch aus dem Rough verwenden. 

Lediglich Spieler, die ordentlich Geschwindigkeit auf den Ball bringen und für die es wichtig ist, die Flughöhe und -kurve bestmöglich kontrollieren zu können, sind mit langen Eisen besser bedient. Tiger Woods hätte mit einem Hybrid seine berühmten, flachen Stinger-Abschläge eher nicht produzieren können. Die meisten Golfer haben jedoch keine tigeresken Fähigkeiten – und profitieren von den Eigenschaften der Hyrbide oder Rescues. 

Das Angebot innerhalb dieser Kategorie ist groß. Die Schläger variieren zwischen Modellen, die klein und kompakt wie ein etwas aufgepumptes Eisen aussehen und größere, einem Fairwayholz ähnlichere Schläger, die mehr Fehlerverzeihung bieten. Wir haben uns einige Serien der diversen Hersteller genauer angesehen und geben einen Blick auf den Markt. Dabei geht es vor allem um effektive Gewichtsverteilung und explosive Schlagflächen. 

Callaway Rogue ST Hybrid
Callaway Rogue ST Hybrid | © Callaway Golf


Callaway Rogue ST MAX

Was die leistungssteigernden Technologien betrifft, unterscheidet sich das Hybrid der Rogue ST MAX Serie kaum von den anderen Hölzern. Das neue, mithilfe von künstlicher Intelligenz entwickelte Jailbreak-System soll die Geschwindigkeit und Stabilität weiter erhöhen. Dazu haben die Entwickler die Stäbe zwischen Boden und Decke des Schlägerkopfs weiter in Richtung Spitze und Hacke verschoben. So erhöht sich der Trampolineffekt der je nach Loft und Modell individuell gestalteten Schlagfläche. Ein 24 Gramm schwerer Wolframblock soll die Abflugbedingungen optimieren.

  • Lofts: 18, 20, 23 und 26 Grad
  • Preis (UVP): 279 Euro
Cleveland Launcher XL Hybrid
Cleveland Launcher XL Hybrid | © Cleveland Golf


Cleveland Launcher XL Halo

Ein im Vergleich zum Vorgängermodell vergrößerter Schlägerkopf soll die Fehlerverzeihung der neuen Launcher-Hybriden verbessern. Auffällig sind auch drei Kufen auf der Unterseite, die das Schlägerblatt beim Kontakt mit dem Ball gerade halten sollen. Innerhalb des Rebound-Frame-Systems sollen je eine flexible Zone im Schlägerblatt sowie eine weitere im Körper zusammenwirken, um mehr Energie zu generieren. Ein im Griffende untergebrachtes Gewicht soll sich stabilisierend auf den Schwung auswirken.

  • Lofts: 18, 21, 24, 27 Grad
  • Preis (UVP): 219 Euro
Cobra LTDx Hybrid
Cobra LTDx Hybrid | © Cobra Golf


Cobra LTDx

Mit Kufen beziehungsweise Schienen arbeitet auch Cobra bei den LTDx Hybriden. Die Hollow Spilt Rails an der Unterseite der Schläger sollen dessen Interaktion mit dem Untergrund aus allen Lagen optimieren. Die L-Cup-Schlagfläche besteht aus mehreren Zonen, deren Dicke variiert. Dies soll den Smash-Faktor bei diversen Trefferbildern hochhalten. Auch die Hybriden werden bei Cobra in der One-Length-Version angeboten. Die Schaftlänge ist dann nicht länger als bei einem Eisen 7. Das Ziel ist klar: mehr Genauigkeit. 

  • Preis (UVP): 249 Euro
  • Lofts: 17, 19, 21, 24, 28 Grad
Ping G425 Hybrid
Ping G425 Hybrid | © Ping Golf


Ping G425

Neu an diesem Modell ist das Facewrap-Design, das aus einer Schlagfläche (Maraging-Stahl) besteht, die um die Ober- und Unterseite am Schlägerkopf gewickelt ist. So kann die Schlagfläche an den unteren und oberen Enden dünner gehalten und flexibler werden. Die Schlagflächenkrümmung verändert das Spin-Profil, hauptsächlich tief auf der Schlagfläche. Ziel ist dabei vor allem, eine gleichmäßige Spin-Rate zu gewährleisten. Hilfreich beim Ansprechen des Balls und während der Schlagvorbereitung ist die Zielhilfe auf der Krone, die aus drei Punkten besteht. 

  • Preis (UVP): 289 Euro
  • Lofts: 17, 19, 21, 24, 28 Grad
Titleist TSi Hybrid
Titleist TSi Hybrid | © Acushnet


Titleist TSi2

Titleist bietet mit dem TSi2 Hybrid ein großes Maß an Flexibilität. Sowohl am Hosel (16 mögliche Einstellungen mit dem Sure-Fit-System) als auch mit dem Schwunggewicht kann der Schläger individuell angepasst werden. Explosive Ballgeschwindigkeit soll die dünne Schlagfläche aus 455 Carpenter Stahl liefern. Die Kronen- und Schlagflächenstärken schaffen einen niedrigeren Schwerpunkt für einen höheren Ballstart und weniger Spin. Die daraus resultierende Erhöhung des Trägheitsmoment soll eine Kombination aus Geschwindigkeit und Stabilität schaffen.

  • Preis (UVP): 299 Euro
  • Lofts: 18, 21, 24 Grad
Srixon ZX Hybrid
Srixon ZX Hybrid | © Srixon Golf


Srixon ZX

Mit dem Rebound Frame will Srixon bei allen Hölzern der ZX-Serie punkten. So auch beim Hybrid-Modell. Ziel dieser Innovation war es, den Schlägerkopf so aufzubauen, dass ein maximaler Rückpralleffekt im Treffmoment entsteht. Dazu wurden abwechselnd steife und flexible Zonen in den Schlägerkopf verbaut. Eine abgestufte Krone senkt den Schwerpunkt, soll den Ballstart optimieren sowie das Trägheitsmoment erhöhen. Der kompakte Schlägerkopf, kaum Offset und eine abgewinkelte Spitze erzeugen einen insgesamt sportlichen Look. 

  • Preis (UVP): 259 Euro
  • Lofts: 16, 19, 22, 25, 28 Grad
TaylorMade Stealth Hybrid
TaylorMade Stealth Hybrid | © TaylorMade Golf


TaylorMade Stealth

Das Stealth Rescue will unter anderem mit einer neuen Carbon-Kronenkonstruktion überzeugen. Diese ermöglicht die Verlagerung von ein paar Gramm Gewicht in die Tiefe des Schlägerkopfs. So soll die Position des Schwerpunkts einen leichten Start, optimale Fehlerverzeihung und bessere Stabilität im Treffmoment gewährleisten. Dazu trägt auch die V-Steel-Sohle bei, die gleichzeitig eine bestmögliche Interaktion mit dem Rasen verspricht. Das seit einigen Generationen von TaylorMade-Hölzern bewährte Twist Face®-Design aus hochfestem C300-Stahl soll dabei helfen, bekannte Fehlschlagmuster bestmöglich zu kompensieren.

  • Preis (UVP): 299 Euro
  • Lofts: 19, 22, 25, 28, 31 Grad
Tour Edge Exotics C721
Tour Edge Exotics C721 | © Tour Edge


Tour Edge Exotics C721

10 oder 15 Gramm – so die Fragestellung bei den C721-Hybriden. Dabei geht um die Wahl des Rückgewichts. Je nach Schwungeigenschaften kann ein etwas leichterer oder schwererer Block angeschraubt werden. Dessen Position trägt dazu bei, den Schwerpunkt optimal zu platzieren, die Fehlerverzeihung zu maximieren sowie Stabilität gegen Verwindungen im Treffmoment gewährleisten. Den Spielraum für das stabilisierende Gewicht liefert die leichte Krone aus Carbon. Für einen knackigen Sound beim Ballkontakt sollen die im Schlägerkopf verbauten Sound Diffusion Panels sorgen. 

  • Preis (UVP): 259 Euro
  • Lofts: 17, 19, 22, 25 Grad
Wilson D9 Hybrid
Wilson D9 Hybrid | © Wilson Golf


Wilson D9

Die sogenannte Variable Face Technology der Wilson-Hybriden soll maximale Ballgeschwindigkeiten und hohe Abflugwinkel liefern. Sowohl bei Treffern im Sweetspot als auch bei außermittigen Schlägen. Die aus hochwertigem Carpenter Custom 455 Stahl gefräste Schlagfläche ist dünn, was zu erhöhtem Energietransfer führt. Das D9-Hybrid bringt ein paar Gramm weniger auf die Waage als viele andere Modelle und richtet sich demzufolge eher an Spieler mit moderater Schwunggeschwindigkeit.

  • Preis (UVP): 200 Euro
  • Lofts: 17, 19, 22, 25, 28, 31 Grad