Konzentration

Fünf Tipps für mehr innere Ruhe am Abschlag


6. Januar 2022 , Felix Grewe


Auch Superstars wie Justin Thomas haben Routinen entwickelt, um die eigene Nervosität vor dem Abschlag zu kontrollieren.
Auch Superstars wie Justin Thomas haben Routinen entwickelt, um die eigene Nervosität vor dem Abschlag zu kontrollieren. | © © golfsupport.nl/Doug Buffington/ism

Schluss mit der Nervosität! Diese Tipps können Ihnen helfen, endlich entspannt abzuschlagen – ohne Angst vor einer Blamage.

Golf soll ja grundsätzlich zu unserer aller Entspannung beitragen. Auf der Runde wollen wir abschalten, den Stress des Alltags hinter uns lassen und einfach nur zeitvergessen und voller Leidenschaft unserem liebsten Hobby nachgehen. Dafür sind einige Stunden mitten in der Natur erwiesenermaßen prädestiniert, sozusagen ein Garantieschein auf Entschleunigung. Wäre da nicht die latente Angst vor dem Versagen, die einem wie ein Schatten über den Kurs folgt und das innere Stresslevel eben doch häufig ansteigen lässt. Am Abschlag ist der Druck oft besonders spürbar – erwartungsvolle Mienen der Mitspieler, bissige Kommentare zur Schlägerwahl, im Hinterkopf der verkorkste Putt auf dem letzten Grün und dazu die ständige Gefahr der Blamage, den Drive mit voller Wucht irgendwo ins Nirgendwo zu donnern. In diesen Momenten hilft nur eines: Vertrauen. In sich zu ruhen wie Buddha. Nützlich sein können dabei diese fünf Tipps:  

So werden Sie ruhiger am Abschlag

1) Volle Fokussierung!
Klingt banal, ist aber von großer Bedeutung – und die Grundlage für die vier weiteren Tipps. Fokussieren Sie sich auf den Augenblick. Bedeutet: Haken Sie ab, was zur Vergangenheit gehört, also auch das letzte Doppel-Bogey. Suchen Sie sich einen Fokus, auf den Sie sich konzentrieren wollen – zählen Sie zum Beispiel Ihre Atemzüge (s. Punkt 2). Wenn Sie die Aufmerksamkeit auf etwas richten, was Sie mit Interesse beobachten, bleibt Ihnen kaum noch Raum für störende Gedanken.   

2) Den Stress wegatmen! 
Eine langsame und tiefe Atmung ist die beste Methode zum Stressabbau. Sie aktiviert den Parasympathikus, jenen Teil des vegetativen Nervensystems, der für innere Ruhe und Entspannung zuständig ist. Atmen Sie vor dem Abschlag fünf- bis zehnmal tief durch die Nase in den Bauch ein und lassen Sie die Luft durch Nase oder Mund entweichen. 

3) Solide reicht schon! 
Es muss nicht immer die größte Weite sein. Machen Sie sich klar: Sie müssen niemanden beeindrucken mit Ihrem Drive. Wenn Sie nervös sind, entscheiden Sie sich für die solide Variante. Minimieren Sie das Risiko und verleihen Sie dem Abschlag gedanklich keine zu große Bedeutung. Das Spiel besteht aus vielen Schlägen mehr... 

4) Den Schlag visualisieren!
Augen zu und durch! Die bildhafte Vorstellung des gewünschten Zustands ist eine gängige Methode im Mentaltraining. Die besten Sportler aller Disziplinen arbeiten damit. Schließen Sie beim Betreten des Abschlags kurz die Augen. Stellen Sie sich vor, wie Sie den Drive mit einem lockeren Schwung aufs Fairway schlagen. Spüren Sie dabei auch, wie sich der Schlag anfühlt. Lassen Sie das Visualisieren zu einer Routine werden. 

5) Routinen entwickeln!
Apropos Routine: Ob Fokussierung, Atmung oder Visualisierung – Sie brauchen Übung! Also greifen Sie nicht nur im Wettkampf auf diese Möglichkeiten zur Entspannung zurück, sondern so häufig wie möglich. Auf der Range genauso wie im Alltag. So entwickeln sich mit der Zeit hilfreiche Gewohnheiten für mehr innere Ruhe – beim Golf und auch sonst.