Augusta

Azalea erhält überfällige Verlängerung


23. November 2022 , Daniel Dillenburg


Blick vom Fairway aufs Grün der berühmten 13. Bahn in Augusta.
Blick vom Fairway aufs Grün der berühmten 13. Bahn in Augusta. | © Jamie Squire/Getty Images

Das Abkürzen über die Bäume rechts vom Fairway der 13. Bahn in Augusta hat ab dem kommenden Masters Tournament ein Ende. Der Abschlag wurde ein gutes Stück nach hinten verlegt. Satellitenaufnahmen zeigen erste Bilder.

Schon zum Masters Tournament 2022 wurde der legendäre Platz im Augusta National Golf Club modernisiert. Die Bahnen 11 sowie 15 wurden um insgesamt 32 Meter verlängert und damit erreichte der Major-Kurs eine Gesamtlänge von 6.867 Meter. Dieser Wert wird für die kommende Ausgabe im April aber schon wieder überholt sein. Denn schon vor einigen Monaten wurde bekannt, dass man sich auch noch das 13. Loch vornehmen und einige Meter draufpacken wolle. Bereits 2017 erwarb der Club hinter dem ursprünglichen Abschlag der Spielbahn mit dem Namen „Azalea“ ein Stück Land, woraufhin die Vermutung nahe lag, dass hier bald die Bagger anrollen würden.

Nun, etwa fünf Jahre später, könnte die längst überfällige Renovierung an dem Par 5, an dem die Longhitter einen massiven Vorteil gegenüber den kürzeren Spielern hatten, abgeschlossen sein. Dies lässt zumindest ein kürzlich im Internet aufgetauchtes Satellitenbild vermuten, das den Bereich um das zwölfte Grün und den daran anschließenden 13. Abschlag zeigt. Demnach wird der Weg zwischen den beiden letzten Löchern der sogenannten „Amen Corner“ (zweite Hälfte der Elf, die gesamte Zwölf und die erste Hälfte der 13) nun für alle Spieler deutlich länger ausfallen als bisher. Offizielle Angaben darüber, wie weit die Tee-Box von den Turnierabschlägen nach hinten verlegt wurde, werden vermutlich erst zum Turnierstart veröffentlicht. Ersten Schätzungen zufolge könnte die Verlängerung jedoch zwischen 35 und 45 Meter betragen.


Azalea würde sich damit zwischen 502 und 512 Meter lang spielen. Für heutige Tour-Standards immer noch nicht wirklich lang. Viel wichtiger ist jedoch der Effekt, der durch diese Änderung erzeugt wird. Denn, anders als in den vergangenen Jahren, können die Longhitter nun nicht mehr über die Bäume auf der rechten Seite abkürzen und sich so einen kurzen zweiten Schlag ins Grün lassen, sondern müssen ebenfalls der Spielbahn entlang driven oder vielleicht sogar zu einem kleineren Holz greifen. Für manch einen Spieler fühlte sich die 13 zuletzt eher wie ein Par 4 an. Dies dürfte sich ab kommendem Jahr aber ändern. Denn dann spielt sich Azalea wieder so, wie es sich Alister MacKenzie 1932 in seinen Plänen skizzierte – nämlich als Par 5.

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