Pitchmarken

Ausbessern ist Ehrensache


24. August 2022 , Thomas Kirmaier


Die Pitchgabel gehört in jedes Golfbag. Wir zeigen Ihnen, wie das Ausbessern richtig funktioniert und warum es so wichtig ist.
Die Pitchgabel gehört in jedes Golfbag. Wir zeigen Ihnen, wie das Ausbessern richtig funktioniert und warum es so wichtig ist.

Wer seine Pitchmarken auf dem Grün ignoriert, handelt respektlos und riskiert einen Strafschlag. Wie das Ausbessern richtig geht und warum es so wichtig ist, lesen Sie hier.

Es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, eine Frage des Respekts, der Etikette. Und es ist Ehrensache. Wer seine Pitchmarken nicht ausbessert, missachtet irgendwo auch den Geist des Spiels. Seine „Hinterlassenschaften“ auf den Grüns auszubessern, gehört zum guten Stil. Wer’s nicht tut, missachtet die Arbeit des Greenkeeping-Teams und verschlechtert die Bedingungen für Mitspieler oder nachfolgende Gruppen. Warum?

Nach Angaben der PGA of America heilen in den ersten fünf Minuten reparierte Pitchmarken innerhalb von 24 Stunden. Geschieht dies erst nach 15 Minuten, so beträgt die Zeit mindestens zwei Wochen und je nach Witterung und Wüchsigkeit sogar bis zu vier bis sechs Wochen. Die Greenkeeping-Teams benötigen auf Golfanlagen mit nachlässigen Golfern täglich durchschnittlich ein bis zwei Stunden für die Beseitigung der Pitchmarken.

So geht's


Zur Reparatur von Pitchmarken werden die Pitchgabeln eingesetzt. Entscheidend ist die richtige Technik: Mit der Pitchgabel darf nicht direkt in das entstandene Loch gestochen werden, sondern im schrägen Winkel 45 Grad in den äußeren Rand der Vertiefung. Dann wird das Gras leicht nach vorne, also in Richtung des Zentrums der Pitchmarke, geschoben. Nicht hebeln und nach oben drücken. Durch ein Hochhebeln der Gräser werden die Wurzeln abgerissen und das Gras stirbt ab. Auf diese Weise arbeitet man sich einmal rund um die Vertiefung. Anschließend sollte die so ausgebesserte Stelle mit dem Putter leicht eingeebnet werden.

Ein Golfer verursacht auf seiner Runde durchschnittlich fünf Pitchmarken. Klingt zunächst nicht viel, aber wir sind ja nicht allein auf so einem Golfplatz. Hochgerechnet kommt man auf ganz andere Zahlen. Denn: Ausgehend von durchschnittlich 60 Runden pro Tag entstehen auf einer 18-Löcher-Anlage am Tag etwa 300 und in einem Monat rund 9000 Pitchmarken. Muss nicht sein, oder?

Das unmittelbare Ausbessern sollte für den Golfspieler selbstverständlich sein, denn so trägt er dazu bei, den durch sein Spiel entstandenen Schaden sofort zu beseitigen und die Spielqualität der Grüns zu erhalten. Wer seine Pitchmarke ignoriert, verhält sich nicht nur unfair den nachfolgenden Golfern gegenüber, sondern riskiert sogar einen Strafschlag, weil man gegen Regel 1.2 – Richtlinien für das Verhalten von Spielern verstößt.

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