Metropolcheck

Bars, Bavaria, Bussi-Bussi: In München gibt's was zu erleben


18. Mai 2022 , Thomas Kirmaier


München - Metropole mit Alpenpanorama in Deutschlands Süden.
München - Metropole mit Alpenpanorama in Deutschlands Süden. | © München Tourismus/Thomas Klinger

Bayerns Hauptstadt ist vielfältig, bunt, gemütlich. Mia san Mia wird nirgendwo intensiver gelebt als zwischen Feldmoching und Perlach sowie zwischen Aubing und Riem. Wer länger zur BMW International Open (23. bis 26. Juni) kommt, kann was erleben. München im Golf.de-Metropolcheck.

München ist immer eine Reise wert. Und wer mit dem Gedanken spielt, für ein verlängertes Wochenende zur BMW International Open im GC Eichenried zu reisen (oder eben ein andermal), der will vielleicht auch sehen, was die bayerische Landeshauptstadt so zu bieten hat. Außer Golf natürlich. Wir haben zehn Tipps, was Sie rund um München nicht verpassen sollten, denn in Sachen Lebensqualität ist Monaco di Baviera sicher ganz weit vorn unter Deutschlands Metropolen.

1. Golf

Nirgendwo in der Republik gibt es – ins Verhältnis zur Einwohnerzahl gesetzt – so viele Golfer wie in und um München. Kein Wunder also, dass es im Speckgürtel der City, die sich gerne „nördlichste Stadt Italiens“ nennt, auch zahlreiche Golfplätze gibt. Wer auf Golf nicht verzichten möchte, sollte sich näher beim Münchner Kreis informieren. Das ist ein Zusammenschluss mehrerer Golfanlagen in der Region, die zu bestimmten Tagen verbilligte Greenfees anbieten. Da die BMW International Open im Nordosten der Stadt, genauer in der Gemeinde Moosinning, stattfinden, sollte man zu Verkehrsstoßzeiten den Süden vielleicht eher meiden. Geheimtipp für Golf im Norden: die Golfanlage Holledau. Nicht weit weg von Eichenried, herrliche 27 Bahnen im bayerischen Hopfenanbaugebiet und eine feine Scampi-Pfanne in der Gastro. Wer doch nach Jet-Set à la Starnberger See lechzt: Der Golfclub Beuerberg im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist ein Traum. Alpenpanorama, ein bisserl Schickimicki und eine nahezu unschlagbare Küche.

2. Sport und Freizeit

Klar, in München regiert König Fußball. Und den FC Bayern kennen sie nicht nur in Milbertshofen und Sendling, sondern auf der ganzen Welt. Der deutsche Rekordmeister, der in diesem Jahr mal eben zum zehnten Mal hintereinander die Schale in die Vitrine stellen durfte, lässt seine Gäste in der berüchtigten Allianz Arena zittern – in München auch als „Double-A“ bekannt. Das Stadion gleicht einem Schlauchboot und ist aus Eichenried sehr gut erreichbar über die A9. Es gibt Führungen in der Arena und ein ziemlich beeindruckendes Museum mit so vielen Trophäen, dass einem fast schwindlig wird. Wer noch 20 Minuten weiter Richtung Innenstadt fährt, erreicht gut den Olympiapark, wo man toll spazieren, schwimmen, Rollschuh laufen und nach den Sternen greifen kann, denn der Olympiaturm lässt besonders in den Sommermonaten einen grandiosen Blick über die gesamte Stadt zu. Dazu gibt’s Tretbootfahren und Sealife.

Hoher Freizeitwert: Der Münchner Olympiapark hat ganzjährig so einiges zu bieten.
Hoher Freizeitwert: Der Münchner Olympiapark hat ganzjährig so einiges zu bieten. | ©


3. Das Zentrum

Da hat München Klassiker zu bieten, die in jedem Reiseführer zu finden sind. Wer Lust und Zeit hat, sollte mit der S-Bahn zum Marienplatz fahren. Dort erreicht man nach ein paar Schritten einen Aufzug, der einen ins Café Glockenspiel befördert. Dort gibt es nicht nur feinen Cappuccino und gutes Frühstück gibt, sondern auch einen tollen Blick auf das Rathaus. Um 11 und um 12 Uhr zieht hier das berühmte Münchner Glockenspiel die Touristen an – der Tanz der Münchner Schäffler, das waren die, die die Fässer gebaut haben. Von dort lässt sich's herrlich shoppen (und viel Geld ausgeben), wer Richtung Stachus flaniert. Wer's nobler und exklusiver möchte, geht eher nordwärts Richtung Odeonsplatz, wo es nicht mehr weit ins berühmt-berüchtigte Schwabing ist. Und wer ganz früh am Morgen in der City ist, sollte sich den Viktualienmarkt (5 Min vom Marienplatz) unbedingt anschauen. Ein Fest für alle Sinne.

4. Kunst und Kultur

München ist weltweit bekannt für seine Sammlungen der alten und klassischen Kunst in den zahlreichen Museen. Zu den bedeutendsten Galerien gehören die Alte und die Neue Pinakothek, die Pinakothek der Moderne, das Haus der Kunst, das Lenbachhaus, das Bayerische Nationalmuseum und viele mehr. Dazu gibt es sehenswerte Kirchenhäuser – die Frauenkirche ist das Wahrzeichen der Stadt –, Schlösser (unbedingt das Schloss Nymphenburg besuchen und im Park spazieren gehen/traumhaft-mystische Natur) und ein sehr großes Angebot mit Oper, Theaterhäusern und Kleinkunstbühnen. In den Sommermonaten gibt es zwischen Garching und Sendling fast täglich Events und Veranstaltungen. Wer's genau wissen und sich seine Rosinen herauspicken will: www.muenchen.de/veranstaltungen.

5. Biergarten

Es soll ja Touris geben, die nur deswegen nach München kommen, um einmal in einem echten Biergarten gesessen zu haben. Diesbezüglich hat Bayerns Metropole natürlich so einiges zu bieten. Ein Leben ohne Biergarten ist für waschechte Bayern möglich, aber sinnlos. Bevor man sich einen der zahlreichen hübschen Biergärten raussucht, sollte man sich die Frage stellen: Eher mittenrein in die City und auf Hardcore-Biergarten dort, wohin alle wollen? Oder eher etwas außerhalb, ruhiger und gemütlicher, aber auch schön. Wer’s also original bevorzugt, muss in den Augustiner-Keller an der Arnulfstraße. Zentral gelegen (Hackerbrücke aussteigen und 5 Minuten zu Fuß gehen), uriger Genuss unter Kastanienbäumen, das Klirren der Maßkrüge und Kies unter den Füßen. Alternativen: Das Seehaus mitten im Englischen Garten (Schickeria-Feeling garantiert und hoher Promi-Faktor) oder der Aumeister am Nordrand des Englischen Gartens. Hier gibt’s die besten Grillhendl der Stadt.

6. Am und im Wasser

Natürlich gibt es in und rund um München zahlreiche herrlich erfrischende Badeseen. Am prominentesten dürften der Starnberger sowie der Ammer- und der Tegernsee sein. Ebenfalls prominent und stylish: der Flaucher, ein bei „Einheimischen“ beliebter Treffpunkt an der Isar, wo gegrillt und gechillt wird. Der Uferstreifen erstreckt sich von der Brudermühlbrücke über den Tierpark Hellabrunn bis zur südlichen Stadtgrenze. Hier ist bei schönem Wetter immer was los. Wer’s ruhiger und gemütlicher möchte, dem seien im Norden der Waldschwaigsee bei Dachau oder der Garchinger See sowie im Süden der Stadt der Deininger Weiher empfohlen. Besonders stilvoll schwimmen lässt es sich im zentral gelegenen Müller’schen Volksbad (mit Sauna). Das Haus im Jugendstil wurde 1901 eröffnet und ist das älteste Bad Münchens.

7. Nachtleben

München wäre nicht München, wenn es nicht auch zahlreiche Bars, Kneipen und Clubs geben würde. Insbesondere rund um die Feilitzschstraße an der Münchner Freiheit (U3/U6) in Schwabing finden sich etliche kleine Cocktailbars, Cafés, Restaurants und Eisdielen. Im Uni-Viertel rund um Schelling- und Türkenstraße sind ebenfalls viele Bars und Cafés angesiedelt (U3/U6, Universität). Hier treffen sich Studenten und andere junge Menschen. Ebenfalls sehenswert: das Glockenbachviertel im Zentrum mit seinen zahlreichen Bars. Bekanntester Club Münchens ist aber immer noch das P1 in der Prinzregentenstraße 1, das neben der Cocktailbar Schumann’s Place-to-Be der Münchner Schickeria ist. Kann schon sein, dass man hier mal den einen oder anderen Fußballstar sieht. Wer Ende September bzw. Anfang Oktober in die Stadt kommt, muss – klar: aufs Oktoberfest. Über die „Wiesn“, die in diesem Jahr nach zwei Jahren Corona-Pause endlich wieder stattfinden soll, ist alles gesagt. Man muss sie erlebt haben!

Ozapft is: Henrik Stenson versuchte sich bei der BMW International Open 2017 beim Bieranstich.
Ozapft is: Henrik Stenson versuchte sich bei der BMW International Open 2017 beim Bieranstich. | © BMW/Stefan Heigl


8. Verkehr

Der Münchner und sein Auto – viele müssen einfach überall hin motorisiert fahren. Dabei lassen sich alle sehenswerten Ziele in der Stadt ziemlich leicht mit S- bzw. U-Bahn erreichen. Das Netz ist hervorragend ausgebaut, und bis vor die Tür schafft es im Notfall auch die Tram. Von Eichenried aus ist es am besten, das Fahrzeug am Bahnhof Garching zu parken, von wo aus es per U6 Richtung Innenstadt geht. Vorteil: Diese blaue Linie fährt direkt an der Allianz Arena vorbei. So hat man die auch gleich gesehen. Tickets und Preise finden sich unter www.mvv-muenchen.de. Wer länger bleibt: Zeit- oder Tageskarten gibt es natürlich auch. Die Zahl an Miet-E-Bikes wächst in München stetig. Tipp: Wer zwischen 8 und 10 sowie zwischen 17 und 19 Uhr bei schönem Wetter mit dem Auto unterwegs ist, sollte unbedingt den Mittleren Ring meiden.

9. Natur

Der West- oder der Ostpark, der Hofgarten, der Olympiapark, der Botanische Garten, der Schlosspark Nymphenburg – München hat zahlreiche Grünanlagen zu bieten, in denen es sich zu jeder Jahreszeit herrlich flanieren lässt. Sehen und gesehen werden, ist das Motto. Am bekanntesten ist sicher der Englische Garten, wo die Natur vor allem im Frühling und im Herbst (wunderbare Farben) am schönsten ist. Und eines ist ja klar: Wer in München residiert, der hat bei gutem Wetter einen traumhaften Blick in die Alpen. Heißt: Das Naturparadies mit vielen traumhaften Destinationen zum Wandern oder Skifahren ist nicht weit. Natur pur gibt es aber auch auf den Golfanlagen in und rund um München. Nicht umsonst sind einige davon mehrfach prämiert im DGV-Programm Golf & Natur.

10. Golf.de-Tipp

Wer echte Münchner Originale treffen möchte, sollte sich unbedingt diese zwei Herren aus Bronze anschauen: In der Rosenstraße gleich hinter dem Marienplatz hat man Siegfried Sigi Sommer ein Denkmal gesetzt. Der Schriftsteller und Journalist gehört zur Stadt wie die Frauenkirche und der Friedensengel. Sommers 1954 erschienener erster Roman „Und keiner weint mir nach“ wurde von Bertolt Brecht als „bester Roman, der nach dem Krieg in Deutschland geschrieben wurde“ bezeichnet. Und dann wäre da noch die Bronzestatue an der Münchner Freiheit. Dort sitzt Helmut Fischer alias Monaco Franze gemütlich herum und schaut dem hektischen Treiben in Schwabing zu. Der Franze ist eine Fernsehfigur (zehnteilige Serie) von Regisseur Helmut Dietl. In München ist der Monaco Franze Kult. Sein Konterfei taucht in Bars und Kneipen immer wieder auf. Der Franze war und ist ein Stenz. Was das genau ist? Da muss man schon nach München reisen, um das genauer zu erfahren...

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