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Ganz viel Loft: Ist die Schlagfläche extrem weit geöffnet, fliegt der Ball in einer höheren Flugkurve. | © golfsupport.nl/Brian Spurlock/ism

Sicher aufs Grün: Keine Angst vor dem Lobwedge

Es gibt unter Golfern eine weit verbreitete These, sie lautet: Finger weg vom Lobwedge – viel zu riskant! PGA Golf Professional Marcus Bruns kennt diese Gedanken – und teilt sie nicht. Im Video (s.u.) erklärt er, warum die meisten Profis einen solchen Schläger im Bag dabei haben und auch Amateure damit zurechtkommen können.

 

Für welche Schläge sich das Lobwedge eignet

Ein Lobwedge zeichnet sich vor allem durch viel Loft aus, gemeint ist also die Neigung des Schlägerblattes, die meistens 58 bis 60 Grad beträgt. Bruns selbst nutzt das Lobwedge bevorzugt für längere Schläge über einen Bunker oder zur Befreiung aus dem Sand. Voraussetzung: Der Ball liegt gut, das Vertrauen ist da und die Routine stimmt. Ein Beispiel: Der Ball liegt etwa eineinhalb Meter vor einem Bunker, die Fahne steht fünf bis sechs Meter hinter der Bunkerkante, die Distanz bis zum Loch beträgt rund 20 Meter, der Wind kommt von vorn. „Das spielt mir sogar in die Karten, um Spin auf den Ball zu bekommen“, kommentiert Bruns. Viele Amateure greifen in solchen Situationen zum Pitching Wedge, chippen über die Kante und lassen den Ball ausrollen. Bruns: „Ich behaupte, dass auch du – egal welches Handicap du hast – mit einem Lobwedge diesen Schlag meistern kannst.“ Der Vorteil: Der Loft sorgt von allein für Höhe und der Ball bremst durch die hohe Flugkurve vergleichsweise schnell auf dem Grün.

Das Basis-Setup für das Spiel mit dem Lobwedge

  • Ballposition mittig (für Rechtshänder leicht rechts).
  • Schläger normal aufsetzen, ohne die Schlagfläche zu manipulieren.
  • Der Schriftzug auf dem Griff zeigt gerade nach unten, das Griffende in Richtung Bauchnabel.
  • Griffdruck locker und entspannt, eine weiche Bewegung mit den Händen und Armen durch den Ball. 

Ein häufiger Amateurfehler

Was bei Amateuren oft schiefgeht: „Viele winkeln die Handgelenke, beugen die Ellbogen, holen viel aus und brechen dann ab“, erklärt Bruns. Folge: Der tiefste Punkt liegt zu weit rechts, der Ball plumpst in den Bunker, wird getoppt oder unterlaufen. Das gilt es zu vermeiden. Wichtig bleibt die Lage: Auf hartem, kahlem Untergrund rät Bruns vom Lobwedge ab, „aber wo etwas Gras unter dem Ball ist und ich mir durch den Probeschwung ein gutes Gefühl erarbeiten kann, würde ich es auf jeden Fall benutzen“.
Wichtig: Die Oberarme sollten sich beim Schlagen eng am Körper befinden. Im Training können Sie sich ein Handtuch unter die Arme klemmen – auf der Runde ein Teil des Ärmels von Ihrem Shirt. Die Folge: Sie arbeiten viel aus Ihren Schultern. Beste Voraussetzung für einen soliden, ruhigen Schlag aufs Grün. Probieren Sie es doch mal aus …
 

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