Hubbelraths Hattrick auf der Stolper Heide
Im Düsseldorfer GC haben die Frauen der 1. Bundesliga Nord einmal mehr gezeigt, dass sie alle zurecht dort spielen. Die Ergebnisse liegen eng beieinander. Auf Platz eins kamen die Frauen des Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee (+45) vor dem GC Hubbelrath (+54). Die Frauen des Hamburger Golf-Club belegten nach zwei gewonnen Spieltagen nun mit +57 Rang drei vor dem GC Hösel (+59) und dem Düsseldorfer GC (+63).
„Berlin ist ziemlich schnell davonmarschiert, die restlichen Teams haben sich ein Hin und Her geliefert. Vor allem zum Schluss haben wir es dann gut gemacht und drei Punkte bekommen. Grundsätzlich sind wir aber nicht ganz zufrieden. Es waren schwere Bedingungen mit viel Wind, und der Platz hat sich anders gespielt als wir ihn kennen. Damit hatten wir unsere Schwierigkeiten und haben eigentlich das ganze Wochenende lang gekämpft“, so Hamburgers Trainer Luis Schmid, der mit einigen krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen klarkommen musste. „Aber wir haben einen breiten Kader, wollen auch mit Ausfällen performen und unser Spiel auf den Platz bringen. Daran müssen wir arbeiten.“
Nur zwei Schläge hinter Hamburg landete der GC Hösel. „Der Spieltag war sehr nervenaufreibend: Die Ergebnisse waren bei allen Mannschaften recht hoch und die Tabelle hat sich ständig gedreht“, so Isabel Gadea, Captain der Höseler Frauen. „Mit dem vierten Platz sind wir natürlich unter unseren Möglichkeiten geblieben – vor allem nach der Führung von gestern. Aber wir sind das erste Mal als Tabellenführer in den Sonntag gegangen und haben wieder eine Menge gelernt – und einen guten Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht.“
Beim Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee ist die Stimmung bestens. Die Hauptstädterinnen hatten sich nach einem vorübergehend letzten Platz am Samstagmittag auf den ersten Platz am Sonntagnachmittag nach vorne gearbeitet. Mario Hansch, Trainer der Wannsee-Frauen: „Ein gelungener Spieltag mit fünf Punkten. Die Mädels sind sehr happy, sehr erleichtert und auch sehr stolz, dass sie das geschafft haben.“ In der Gesamt-Tabelle liegt der Hamburger GC (13 Punkte) vor Berlin-Wannsee (11), Hubbelrath (10), Hösel (8) und Düsseldorf (3).
Hubbelrath mit drittem Sieg in Serie
Der Deutsche Mannschaftsmeister aus dem GC Hösel wird seinen Titel aus 2025 wohl nicht verteidigen können. Zumindest sieht es nach dem dritten Spieltag der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf so aus. Beim Berliner GC Stolper Heide benötigten Hösels Männer die meisten Schläge (+68) und mussten sich mit Platz fünf zufriedengeben. Nun ist der Schritt ins Final Four so gut wie unmöglich, die Champions von Coach Dawie Stander müssen an den letzten beiden Spieltagen sogar darum kämpfen, um nicht abzusteigen.
Diese Sorgen hat der GC Hubbelrath nicht. Die Männer wurden bereits zum dritten Mal in Folge Spieltags-Sieger (+16). Coach Alexander Schmitt: „Der Start lief nicht so gut. Zwischenzeitlich hatten wir 13 oder 14 Schläge Rückstand auf die Berliner, die am Sonntag sehr gut gestartet sind. Aber wir haben den Turn-Around geschafft. Das war eine mega-gute und geschlossene Team-Leistung von den Jungs mit richtig guten, tiefen Scores vorne wie zum Beispiel von Cedric Otten mit sechs unter Par oder Maxi Wilms mit -4. Als junges Team haben sie heute superklasse zusammen funktioniert und eine Einheit gebildet. Ich bin maximal stolz auf die junge Truppe und freue mich auf die Zukunft mit ihnen.“ Für Hubbelrath steht jetzt als nächstes der Heimspieltag an (27./28. Juni) - und aus Liverpool grüßten die Nationalspieler vom British Amateur.
Hinter dem GC Hubbelrath liegen die Männer aus dem Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee (+18). Trainer Max Tscherner: „Wir sind zufrieden mit dem zweiten Platz. Aber wir hatten uns schon erhofft, nach ganz vorne zu kommen und Hubbelrath zu schlagen, nachdem wir zwischendurch mit zehn bis 15 Schlägen geführt hatten. Aber hintenraus haben uns die Kräfte etwas verlassen – Hubbelrath hat brillant gespielt und verdient gewonnen. Für uns ist es hinsichtlich des Final Four eine glückliche Konstellation, dass Stolpe Dritter wird. Wir haben jetzt vier Punkte Vorsprung auf Platz drei und dementsprechend sind wir nach den drei Spieltagen superhappy.“ Das Ziel ist klar formuliert: Final Four. „In Hubbelrath wollen wir den Sack zumachen und dann den Heimspieltag genießen.“
Gastgeber Berliner GC Stolper Heide konnte in DGL-Runde drei daheim einen Achtungserfolg erzielen: Der Aufsteiger konnte sich beim Heimspieltag den dritten Platz (+40) erkämpfen. „Es war sehr knapp. Mal war Falkenstein vorne, mal wir. Letztendlich war es eine wahnsinnig gute Leistung von verschiedenen Spielern. Ich bin total happy, dass wir das hier zu Hause geschafft haben. Besser hätte es gar nicht kommen können. Wir haben unseren Heimvorteil genutzt und das ergibt für uns eine gute Ausgangssituation für den nächsten Spieltag. Da werden wir nicht nachlassen und nochmal nachlegen.“






