DMM AK 14 Jungen: Gold für Münchener GC vor SLR und Wannsee
“Das war extrem eng bis zum letzten Spieler”, erinnert sich Coach Stefan Still sichtlich erleichtert, nachdem sein Team des Münchener GC die Goldmedaillen als neue Deutsche Mannschaftsmeister 2025 im GC Schloss Westerholt umgehängt bekamen. “Nach den Vierern war alles offen und auch auf den ersten neun Löchern der Einzel lag heute der GC St. Leon-Rot eigentlich immer vorne oder es war bestenfalls Gleichstand. Am Ende haben unsere Jungs dann Gas gegeben und noch die entscheidenden Birdies mehr auf der Zielgeraden spielen können.”
Perfekte Team-Leistung
Auf einem laut Still “mega gut gepflegten und für solche Meisterschaften perfekt geeigneten” Kurs hatten Toni Baumgärtner und Frederik Ritter sowie Julius Melzer und Luis Maier jeweils 73er Runden in den Vierern in die Wertung gebracht. In den Einzeln wurde dieses Ergebnis von plus 2 dann mit einer geschlossen starken Leistung bis auf insgesamt minus 5 nach unten geschraubt. Julius Melzer brachte eine 69 (-3) ins Clubhaus, gefolgt von seinen Team-Kollegen Ben Nedlitz (70), Emil Mayer (71), Timo Isler (71) und Toni Baumgärtner (72). Die 72 von Frederik Ritter fiel aus der Wertung (!).
Ein Vorteil sei gewesen, dass "fast alle aus dem Team den Platz vom letzten Jahr recht gut kannten”, so Still weiter. “Keine Über-Par-Runden heute, even Par als Streicher – das war eine perfekte Team-Leistung!”
Neuer Platzrekord von Blau
Die Jungen der AK 14 hatten es diesmal etwas leichter. Es wurde von Blau gespielt, so dass die Schläge ins Grün etwas kürzer waren. Diese Idealbedingungen nutzte Haolin Li auch unter Meisterschaftsdruck am besten aus und konnte sich in die Geschichtsbücher des GC Schloss Westerholt bei Herten eintragen. Seine 67er Runde brachte dem St. Leon-Roter den neuen Platzrekord von Blau ein.
Sein Team hatte in den Vierern ebenfalls zwei 73er Runden geschafft – von Haolin Li mit Julian Knöbl und Yuke Lu mit Friedrich Grenz. In den Einzeln folgten dann nach der Fünf-unter-Rekordrunde noch eine 69 von Yuke Lu sowie 72 Zähler von Jan Eliah Lange und zwei 74er Runden von Julian Knöbl und Kecheng Ren. Das Streichergebnis von 78 Zählern spielte Paul Fritzsching – und unterm Strich waren es dann minus 2, also drei Zähler mehr als die Sieger aus München.
“Das war ein tolles Turnier”, fasste SLR-Coach Neil Hargrave zusammen. “Spannend bis zum Schluss. Ich kenne das Team mittlerweile zum Großteil seit fünf bis sechs Jahren. Die tolle Entwicklung zu verfolgen, ist für mich etwas fantastisches. Wir hatten eine tolle Stimmung im Team. Ein Platzrekord von Haolin Li und Vize-Meister beim Team-Highlight des Jahres war die verdiente Belohnung für die Jungs und ihr großes Engagement und Leidenschaft.” Einen großes Dank richtete er an alle Beteiligten, das Athletik-Team und seinen Kollegen Marco Müntnich.
Hoffnung übertroffen
Mit 15 Zählern mehr dann letztlich doch deutlich weiter hinten, brachten die Jungen aus dem G&LC Berlin-Wannsee insgesamt 13 über Par zusammen. Nach starken Vierern mit minus 3 von Alwin Türklitz mit Luis Behr (69!) und Johannes Jessen mit Ferdinand Löffler konnten die Berliner nicht ganz so bärenstark nachlegen und fielen in den Einzeln mit Scores von 70 (Alwin Türklitz), 73 (Frederik Roeb), 76 (Luis Behr), 78 (Ferdinand Löffler) und 79 Zählern (Johannes Jessen) zurück bis auf Rang drei, sechs Zähler vor dem viertplatzierten Kölner GC.
“Wirklich ein klasse Turnier”, war Maximilian Tscherner, Trainer der Jungen des G&LC Berlin-Wannsee, ebenfalls voll des Lobs. “Die Qualität des Platzes war für diese Jahreszeit sehr gut", was sich seiner Meinung nach vor allem in den Grüns widerspiegelte. “Die Jungs hatten durchwegs eine tolle Saison, so dass wir uns eine Platzierung in den Top Fünf erhofften. Nach der genialen Performance von Alwin und Luis in den Vierern träumten wir kurz vom Titel, wussten aber, dass SLR und München die Qualität haben, in den Einzeln extrem tiefe Scores zu spielen. Sie haben somit mehr als verdient Platz eins und zwei gewonnen.” Am Ende seien sie sehr glücklich mit dem dritten Platz: ”Vor allem auch das Match mit Köln hat extrem Spaß gemacht.” Mit Vorfreude schaut sein junges, sympathisches Team auf das nächste Jahr, da ein Großteil des Teams nochmal in der AK aufteen könne. “Es war ein tolles Wochenende für uns.”
Während Team Europa versuchte, im Ryder Cup in News York die USA zu bezwingen und sich Bernhard Langer bei den Senioren in Winston ein weiteres Denkmal setzt, wurden parallel die DMMs der Mädchen und Jugend in den AK 14, 16 und 18 ausgetragen. Die Mädchen AK 14 spielten im GC Ebersberg um den Deutschen-Mannschaftsmeister-Titel. Alle Infos zu den Jugend-DMMs finden Sie hier.






