Back to the Roots: Wiedemeyer vs. Team Rottbach
Die Männer aus dem GC Rottbach stehen vor dem fünften und letzten DGL-Spieltag auf Platz eins der Landesliga Süd 4. Der Aufstieg in die Oberliga ist drin. Die Konkurrenten in der Spielklasse heißen Allgäuer G&LC, Klingenburg, Hohenstaufen und Oberstdorf. Vorher schaut aber noch ein Europameister und Nationalspieler auf der Anlage in Maisach im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck vorbei. Denn: Für Tim Wiedemeyer ist es eine Art Back to the Roots. Er kehrt für eine ungewöhnliche Challenge in jenen Club zurück, in dem vor 15 Jahren alles angefangen hat.
„Wir freuen uns sehr, dass Tim jetzt als Europameister wieder zu uns zurückkommt. Und da haben wir uns gedacht, wir verknüpfen das mit einer ganz besonderen Aktion, die für Besucher und Zuschauer ganz sicher sehr interessant sein könnte“, sagt Thomas Krutzinna. Er leitet die Anlage in Rottbach und serviert Besuchern (Eintritt frei) am Sonntag, 12. Juli, ein echtes Schmankerl. Ab 11:15 Uhr wird sich Tim Wiedemeyer einen sportlichen Vergleich mit den Teams des Golfclubs liefern und damit Mitgliedern und Gästen Spitzengolf hautnah bieten. Für den Europameister eine ideale Gelegenheit, einen Tag vor der Abreise zur Open Championship in Großbritannien zu trainieren und danke zu sagen für alles, was Rottbach ihm in den vergangenen 15 Jahren an Unterstützung gegeben hat. Klar: Vorfreude und Aufregung im Club sind groß.
„Das ist eine coole Aktion, bei der ich sehr gerne dabei bin. Erstens ist es eine gute Gelegenheit, vor der Open-Woche nochmal unter Wettkampfbedingungen zu trainieren. Und zweitens eine Chance, den Rottbachern ein dickes Dankeschön zu sagen. Als kleiner Bub habe ich dort zum ersten Mal einen Golfschläger in der Hand gehabt und die Mitglieder haben mich über die Jahre immer unterstützt, angefeuert und zu meiner College-Zeit die Leaderboards verfolgt, wenn ich Turniere gespielt habe“, so Tim Wiedemeyer vom Junior Team Germany. Er freue sich auf das Wiedersehen mit alten Bekannten und ist sich sicher, dass Rottbachs Mannschaftsspieler ihn durchaus fordern werden – und ärgern wollen.
Wie genau läuft die Challenge ab? Wiedemeyer wird sich mit seinem Freund Ben Gratzl, Teamkollege beim GC St. Leon-Rot in der 1. Bundesliga Süd, ein Matchplay mit Rottbacher Mannschaftsspielern liefern. Wiedemeyer/Gratzl spielen Best-Ball, glückliche Losgewinner aus Rottbach dürfen auf zwei, drei Löchern abwechselnd versuchen, die beiden Top-Amateure zu ärgern – auf den neun Löchern der Schleife A im GC Rottbach nordwestlich von München. Genau dort, wo Tim Wiedemeyer vor 15 Jahren als Erstklässler mit einem Eisen 7 über den Platz gelaufen war, Kirschen aus Bunkern oder vom Fairway geschossen und seinen Schläger zum Schwert umfunktioniert hatte.

An eine lustige Anekdote in Rottbach erinnert sich Papa Torsten Wiedemeyer, als man eine Familienrunde gehen wollte und sich ein Golfer zur Gruppe Wiedemeyer dazu buchte. „Der wollte Tim dann am Abschlag erklären, dass mit seinem Handicap irgendwas nicht stimmen kann, weil da ein Minus davorsteht.“ Spätestens ab Sonntag, 12. Juli, dürften sie in Münchens Nordwesten alle wissen, dass das Minus kein Versehen ist, wenn der Europameister und Major-Teilnehmer abschlägt, ehe es wenige Stunden später zur Open nach Liverpool geht. Quasi von Rottbach direkt nach Royal Birkdale.






