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Keegan Bradley fängt Jim Furyk ab

 
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Akron, Ohio: Der Amerikaner Keegan Bradley holt sich in einem dramatischen Finale mit Jim Furyk den Sieg beim WGC-Bridgestone Invitational. Martin Kaymer verbessert sich auf Rang 29, Marcel Siem schließt das Turnier auf Rang 60 ab. 

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Keegan Bradley feierte nach einem dramatischen Schlussloch den zweitgrößten Titel in seiner Karriere. Nach dem Sieg im vergangenen Jahr bei der PGA Championship in Atlanta holte sich der junge Amerikaner mit 267 Schlägen (-13) seinen ersten WGC-Titel. Doch es war nicht nur für ihn eine große Überraschung, auch die Zuschauer konnten kaum glauben, was da auf dem 18. Loch des South Course vor sich ging.



Entscheidung auf der 18
Jim Furyk war bei -14 mit einem Schlag Vorsprung auf den Abschlag der 18 gegangen. Während Bradley seinen Drive perfekt Mitte Bahn platzierte, verzog Furyk seinen Abschlag in die Bäume - doch der 42-Jährige hatte Glück, denn sein Ball sprang Richtung Fairway. Den zweiten Schlag verzogen dann beide Akteure: Furyks Ball landete rechts neben dem Bunker im Rough, Bradley sendete seine Kugel mit einem hohen Approach in den Bunker und fing sich einen Steckschuss. Vorteil Furyk, sollte man meinen.

Doch dann patzte Jim Furyk am 18. Grün. Der Pitch über den Bunker blieb zu kurz und kam erneut im Rough zur Ruhe. Der anschließende Flop Richtung Fahne blieb wieder kurz, noch zweieinhalb Meter waren es zum Bogey. Bradley wiederum löste die schwere Bunker-Lage solide und zeigte euphorisch die Faust, nachdem er den Putt zum Sandy-Par aus vier Metern im Loch versenkt hatte. Was war das für ein Finish? Plötzlich hatte sich das Blatt gewendet, Furyk musste nun lochen, um es überhaupt noch ins Stechen zu schaffen. Doch der Routinier hielt dem Druck nicht stand. Der Ball lief mit viel Speed rechts vorbei und rollte zwei Meter über das Loch. Furyk machte den Rück-Putt, doch es blieb ihm nur ein geteilter zweiter Rang zusammen mit Steve Stricker, dem mit einer 64 die beste Runde des Finaltags gelang. Der alleinige vierte Rang ging an den Südafrikaner Louis Oosthuizen.

"Ich habe aus einer 5 eine 6 gemacht und das Turnier verloren", analysierte ein etwas verzweifelt wirkender Furyk im Anschluss an den Spieltag. "Ich glaube, so etwas ist mir in dieser Form noch nicht unterlaufen. Das war das schlimmste Ende, das ich je bei einem Golfturnier hingelegt habe."

Doch es war nicht nur das Versagen von Furyk auf der 18. Immerhin spielte der US-Open-Champion von 2003 trotz des Doppel-Bogeys noch eine 69. Es war vor allem die Aufholjagd von Keegan Bradley. Nur  31 Schläge benötigte der ehemalige Abfahrtsläufer aus Vermont, der sich erst relativ spät gegen das Skifahren und für Golf entschied. Vier Birdies glückten dem 26-Jährigen auf den Löchern 10 bis 18, insgesamt unterschrieb er eine ganz starke 64. 

WGC-Bridgestone Invitational 2012 - Finalrunden

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Galavorstellung von Tiger Woods
Der 14-fache Major-Sieger zeigte vier Tage vor Beginn der PGA Championship, dass er heiß auf einen 15. Major-Titel ist. Mit einer bogeyfreien 66 machte Woods einen deutlichen Sprung im Klassement und beendete das WGC-Turnier, das er bereits sieben Mal gewinnen konnte, auf Platz acht.

"Ich habe eine ganze Menge guter Schläge gemacht", freute sich der Zuschauermagnet, der natürlich in einem rotem Shirt auflief. "Das Bogey war den ganzen Tag über recht weite entfernt. Es war wirklich ein guter Tag." Außerdem lobte der Tiger seinen Ryder-Cup-Kollegen Matt Kuchar: "Mit Kuch zu spielen war ein Witz. 20 Putts sind schon nicht so schlecht, aber dann hatte er auch noch drei Chip-Ins. Das war unglaublich."

Für Martin Kaymer endete das Turnier ebenfalls versöhnlich. Der Rheinländer lochte auf der 18 nach einem starken Approach in das enge Grün seinen Putt aus kurzer Distanz zum Birdie und setzte seinen Namen unter eine 69. Insgesamt kam der PGA Champion von 2010 auf Platz 29 bei eins über Par. Vor allem der Putter funktionierte am Schlusstag: 28 Versuche standen in der Bilanz. Ein guter Wert, bedenkt man, wie schwer die Grüns des Firestone CC zu spielen sind.

Marcel Siem wurde bei seinem ersten WGC-Auftritt in diesem Jahr mit acht über Par geteilter 60er. Alleine beim Auftakt lief es mit einer 76 nicht gut, ansonsten konnte sich das Spiel des Rheinländers mit 71, 70 und 71 Zählern durchaus sehen lassen.

Sowohl für Kaymer als auch Siem geht es nun direkt weiter nach South Carolina, wo ab Donnerstag das vierte und letzte Major des Jahres beginnt. Einen ganz besonderen Flight wartet dort auf Martin Kaymer: Die ersten beiden Runden geht es mit Tiger Woods und Keegan Bradley auf die Runde. Eine Menge TV-Präsenz sollte diesem Trio sicher sein. 

tsz




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