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US Open: Gewinner und Verlierer

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Webb Simpson ist ganz klar der Gewinner der US Open 2012. Doch neben dem neuen US-Open-Champion gibt es noch weitere Spieler, die mit dem Ausgang der vergangenen Woche mehr als zufrieden sind. Andere können das nicht unbedingt von sich behaupten.

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Die Gewinner der 112. US Open:



Die USGA

"US Open – the toughest test in golf", wirbt ein Slogan für das zweite Major im Jahr. 2011, als Rory McIlroy den aufgeweichten Platz des Congressional GC zerlegt hatte, musste man darüber ein wenig schmunzeln. Die stolzen Veranstalter fanden das gar nicht witzig. Und so kam es, wie es kommen musste. Die Spielbahnen des Olympic Clubs haben zwar kaum Wasserhindernisse, und es gibt auch nur genau einen Fairwaybunker, dennoch gelang es den Organisatoren, den Platz brutal schwer zu machen. Die Fairways und Grüns trockneten im Verlauf der Woche immer weiter aus und das Rough wurde nicht mehr gekürzt. "Ich denke nicht, dass ich so schlecht gespielt habe. Aber der Platz bestraft jeden Schlag, der nicht ganz perfekt ist", klagte Titelverteidiger McIlroy, der deutlich am Cut scheiterte. Die USGA wird diese Aussage gerne gehört haben.

Beau Hossler

Er ist 17, Amateur, und wenn er lächelt, blitzt eine Zahnspange aus seinem Mund. Beau Hossler war ein prominentes Gesprächsthema bei der US Open. Denn der Kalifornier, der sich erfolgreich durch das Qualifikationsturnier im TPC Harding Park gekämpft hatte, führte das Major-Feld zwischenzeitlich an. Es waren zwar nur wenige Minuten, dann folgte prompt ein Bogey, aber immerhin. Tiger Woods fühlte sich durch Hossler an frühere Zeiten erinnert. "In Oakland Hills habe ich das damals auch erlebt. Es war die gleiche Geschichte. Ich war in Führung am ersten Tag, dann habe ich aber einige Fehler gemacht." Fehler unterliefen auch Beau Hussler im weiteren Verlauf des Turniers, aber keineswegs so viele, wie man vielleicht gedacht hätte. Hossler wurde am Ende respektabler 29. Nach der tollen Erfahrung geht es für ihn wieder zurück auf die High School in Orange County. Er wird dort einige Geschichten zu erzählen haben.


Jordan Spieth

Der junge Amerikaner hatte einige anstrengende Wochen hinter sich. Doch zurückblickend wird Spieth diese Strapazen wohl jederzeit wieder auf sich nehmen. Ende Mai spielte er unter der University of Texas drei Runden in der NCAA Division 1 Championship, überstand danach die US Open Sectional Qualifyings in Houston (Rang drei) und bekam am Montag tatsächlich einen Platz beim zweiten Major des Jahres. Der Höhenflug ging weiter: Nachdem der 18-Jährige den Sprung ins Wochenende überstanden hatte und die beiden finalen Runden in eins unter Par spielte, überholte er den lange Zeit besten Amateur, Beau Hossler, der auf der 18 patzte. "Es passierte alles so schnell. Manchmal spielt einem einfach alles in die Hände." Ende des Jahres wird Spieth sich als Amateur an der Q-School für die PGA Tour versuchen.
 

Die Zuschauer auf der Anlage

So hart, schnell und schwer der Platz im Olympic Club auch war, es gab vereinzelt Oasen, wo es viele Birdies, Eagles und sogar Albatrosse zu sehen gab. Die Tribünen des siebten und 17. Grüns waren an allen Turniertagen bis auf den letzten Platz gefüllt, die Warteschlangen lang, und schon am Mittwoch gab es das erste große Highlight zu bestaunen. Alvaro Quiros, seinesgleichen Lonhitter auf der European Tour, nagelte seinen Drive auf dem kurzen Bergauf-Par-4 aufs Grün, der Ball rollte ins Loch - und die Anlage bebte. Ein paar hundert Meter weiter südwestlich gab es am ersten Turniertag das nächste Albatros zu bestaunen. Die 17 spielte sich im Gegensatz zur letzten US Open im Olympic Club im Jahr 1998 als kurzes Par 5. Den Spielern blieben teilweise nur mittlere Eisen ins Grün. In Nick Watneys Fall war es ein Eisen 5 und 190 Yards (174 Meter) Distanz zum Flaggenstock. Watney versenkte seinen Schlag. Die Anlage bebte erneut.


Alex Cejka

Der TPC Harding Park, wo ein Sectional Qualifying für die US Open stattfand, und der Olympic Club werden nur von einem großen See getrennt und bilden eine große Grünfläche im Südwesten San Franciscos. Auch Alex Cejka versuchte sich in der Major-Quali - und hatte mit Rang zwei Erfolg. Die beiden Kurse scheinen seinem Spiel zu liegen. Alex Cejka ist kein Longhitter, aber weite Drives waren auf dem harten US-Open-Platz auch nicht nötig. Man musste den Ball einfach an die richtigen Stellen bringen. Und das ist Cejka größtenteils gelungen. Zwei brillante Runden am Freitag und Samstag glichen die mäßigen Leistungen zu Beginn und Ende Turniers aus. Der 41. Platz gibt wichtiges Preisgeld für den Erhalt der Karte auf der PGA Tour.


US Open 2012 - Finale

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Die Verlierer der 112. US Open:


Luke Donald und Rory McIlory

Seit Jahresbeginn wechseln sich die beiden Ryder-Cup-Kollegen an der Spitze der Weltrangliste ab. Bei der US Open sollte das Rennen um die Nummer eins der Welt in eine neue Runde gehen. Um dem Duell noch ein bisschen mehr Pfiff zu geben, packten die Organisatoren sie in einen Flight mit Lee Westwood, der Nummer drei der Weltrangliste. Doch am Ende schaffte es nur Westwood ins Wochenende. "Ich bin es einfach nicht gewohnt, so einen Golfplatz zu spielen", haderte McIlroy. "Mein Spiel war nicht da, das ist natürlich das Aus auf einem US-Open-Platz", erkärte Donald. Bedient waren am Ende beide.



Tiger Woods

Es wäre eine tolle Story geworden für die so star-orientierten amerikanischen Sportfans, hätte Tiger Woods genau vier Jahre nach seinem letzten Major-Sieg in Torrey Pines die US Open gewonnen. Woods wäre zurück gewesen, endgültig, nicht nur so halb. Und es sah zunächst gut aus für den so beliebten Topstar. Er lag zur Halbzeit in geteilter Führung. Doch es kam wie selten zuvor. Bis 2009 hatte er jedes Major gewonnen, bei dem er zur Halbzeit in Front lag, nun reichte es nach der PGA Championship 2009 wieder nicht. Woods ist ein anderer geworden. Am Wochenende lief plötzlich nicht mehr viel zusammen. "Ich spiele hier noch um den Sieg mit", gab sich Woods noch kampfeslustig nach der 75 am dritten Tag - und stand noch bis zum Einbruch der Dunkelheit auf dem Putting-Grün des Olympic Clubs. Im Finale dauerte es aber nur drei Löcher, dann lag Woods bei vier über für den Tag und die Siegchancen waren endgültig dahin. Schade für die Amerikaner.




tfi/adk




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Gewinnspiel: signierte US-Open-Flagge

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