European Boys Team Championship 2012

Deutschland gewinnt die Bronzemedaille

 
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14.7.2012 – Deutschland hat bei der 33.European Boys Team Championship die Bronzemedaille gewonnen! Im „Kleinen Finale“ schaffte das Team von Bundestrainer Ulli Eckhardt die Wiederholung des historischen Sieges von 2009, als England zum ersten Mal von einer Deutschen Mannschaft geschlagen wurde. Heute war das Duell im schwedischen Lidingö vor den Toren Stockholms heiß umkämpft.

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Nach den Vierer vom Vormittag stand es 1:1, so dass die fünf Einzel die Entscheidung bringen mussten. Als erster Spieler aus dem Kader des DGV ging Alexander Matlari auf die Runde. Der Spieler vom GC St.Leon-Rot traf auf Toby Tree. Beide Kontrahenten hatten in den Vierern nicht gewonnen und waren entsprechend motiviert, mit einem Sieg für die Mannschaft den Punkt wieder zurück zu holen. Matlari spielte ganz ruhig und souverän. Stück für Stück baute er seine frühe Führung immer weiter aus und holte für das Deutsche Team auf dem 15.Grün den ersten Punkt. Mit 4und3 ließ Alexander Matlari gar keine Spannung aufkommen und war nach seinem hoch verdienten Sieg zufrieden.

Max Mehles traf auf seinen Namensvetter Max Orrin. Der Brite hatte den besseren Start und führte schnell. Nach sechs Bahnen lag Mehles schon 3down, holte sich an Bahn 9 aber einen Zähler nach einem spektakulären Abschlag zurück. Fast hätte Mehles zum Ass eingelocht. Sein Ball traf die Fahne und blieb einen knappen Meter neben dem Loch liegen. „Der spielt bei jeder EM ein Hole-in-one“, war der lakonische Kommentar des Bundestrainers, der darauf anspielte, welchen Kunstschuss Mehles bei der letzten EM getan hatte. In diesem Jahr reichte es nicht ganz dazu, aber das Birdie war sicher. Orrin ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und holte sich den Zähler schon eine Bahn später zurück.
Auf der 12 hatten beide fast identische Schläge gemacht. Mit dem Unterschied, dass Max Mehles ganz knapp im dichten Gras lag, während der Brite auf kurz geschnittener Fläche perfekt weiter spielen konnte. Den 4down-Rückstand nach 12 Bahnen konnte Mehles nicht mehr aufholen. Am Ende fiel die Niederlage mit 6und4 etwas zu klar aus, auch wenn Orrin eine ganz starke Vorstellung geboten hatte.

Gleichstand auch nach zwei Einzeln

Nach den beiden ersten Einzeln war der Gleichstand wieder hergestellt.
In der vierten Partie hatte Marcel Ohorn gegen Ashton Turner einen ganz schweren Stand und geriet vom Start weg in Rückstand. Turner bauten seine Führung konsequent aus und ebenfalls auf dem 14.Grün war die Entscheidung mit 6und4 gefallen.

Die dritte Partie hatte Dominik Pietzsch früh dominiert. Der Münchner lag gegen Nick Marsh nach sieben Bahnen schon 4auf und spielte grandioses Golf. Lange Schläge und präzise Anspiele ins Grün gelangen ihm in Serie, so dass Bundestrainer Ulli Eckhardt ganz entspannt bleiben konnte, zumal auch von der letzten Partie beruhigende Kunde kam. Dominic Foos traf hier auf Matt Fitzpatrick, spielte sich ruhig in das Match hinein, gewann die Bahnen 7 und 8 und kam daher mit 2auf von der Frontnine.

Dominik Pietzsch leistete sich auf dem neunten Grün einen unnötigen Dreiputt, nachdem sein Abschlag sehr gut platziert lag. Diese Einladung zur Aufholjagd ließ sein englischer Kontrahent sich nicht nehmen. Auf der 14 hatte Marsh plötzlich wieder Anschluss und lag nur noch 1down. Doch Pietzsch war an diesem Nachmittag einfach zu stark, konnte wieder zulegen und gewann hoch verdient mit 2und1. Wirklich in Gefahr war dieser Punktgewinn nie.

Es stand also insgesamt 3:3 und das letzte Match musste die Entscheidung bringen. Mit dieser Situation kann Dominic Foos inzwischen gut umgehen. Eiskalt, wie der 14-Jährige in solchen Momenten reagiert und sogar dann noch sicher sein Spiel im Griff hat, wenn einmal ein Ball nicht optimal liegt und der Gegner sich schon im Vorteil sieht.
So geschehen auch in diesem Spiel um die Bronzemedaille der Mannschaftseuropameisterschaft in Schweden.
Die 2auf-Führung hatte der Youngster auf den Bahnen 11 und 12 hergeben müssen. Im Gleichschritt ging es bei „all square“ weiter bis zur 15. Auf diesem Par 3 setzte Foos seinen Abschlag in den Bunker, während der Engländer mit einer gute Birdiechance etwa drei Meter hinter der Fahne lag.
Dank des exzellenten Bunkerspiels rettete Dominic Foos sein Par ganz sicher und der Brite konnte keinen Nutzen aus der Lage ziehen.
Auch auf Bahn 16 wähnte sich der Brite in Vorteil, als Foos seinen zweiten Schlag ins Rough gesetzt hatte. Und wieder agierte der Spieler aus der Talentschmiede von St.Leon-Rot enorm cool und reif. Wieder rettete er sein Par.

An Bahn 17 holte sich Dominic Foos sogar die Führung wieder zurück, als Fitzpatrick seinen Abschlag zu kurz ließ.  Eine Vorentscheidung schien gefallen.

Bahn 18 war der spannende Höhepunkt einer sehr starken Partie. Foos setzte seinen Drive leicht links neben das Fairway. Keine leichte Aufgabe, aus dem dicht gewachsenen Gras das Grün zu attackieren. Der Brite lag deutlich besser, auch wenn er ebenfalls das Fairway nicht getroffen hatte. Dominic Foos schaffte es, seinen zweiten Schlag kurz vor die Grünkante zu platzieren. Ganz stark, wie er das gemacht hatte. Der Engländer traf zwar das Grün, allerdings lief der Ball ein gutes Stück hinter die Fahne. Kein leichter Putt, den er sich da gelassen hatte.

Auf das Kurze Spiel ist bei dem Schüler aus Karlsruhe verlass. Seinen kurzen Chip setzte er etwa 70 Zentimeter neben die Fahne. Der Engländer brauchte drei Putts und hatte damit sein Match verloren. Die Deutschen Spieler jubelten über den vierten Punkt und damit über den Gewinn der Bronzemedaille.

Zufriedene Gesichter

Als am Abend die Siegerehrung stattfand, sah man nur zufriedene Gesichter im Deutschen Team. Kein Gedanke war noch an das verlorene Halbfinale des Vortags geblieben, denn Gastgeber Schweden hatte sich als übermächtiger Gegner gezeigt und verdient gewonnen. Die Skandinavier gewannen auch das Finale gegen starke Italiener deutlich mit 5:2. Die Überlegenheit des Dreikronen-Teams wurde allseits anerkannt.
Stolz nahmen die Deutschen Spieler die Bronzemedaille entgegen.

Kapitän Herbert Forster freute sich neben dem herausragenden Teamergebnis besonders über das Auftreten des Teams, das bei Offiziellen und Konkurrenz einen sehr positiven Eindruck hinterlassen hatte.
„Schön ist auch, dass alle hier zum Gelingen und zum Gewinn der Bronzemedaille beigetragen haben“, ergänzte Forster.

Eine besondere Ehre wird Dominic Foos in diesem Jahr zuteil. Am Ende der Siegerehrung wurden die Nominierungen der Spieler für die traditionsreiche Jacques Léglise Trophy bekannt gegeben. Wenn Ende August in Portmarnock die Auswahlmannschaften Kontinentaleuropas sowie Großbritanniens und Irlands aufeinander treffen, wird der Spieler aus St.Leon-Rot dabei sein.

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EMM Jungen 2012 - Tag 5: Kleines Finale Einzel

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