Bild Information: Hank Haney (Photo by Athit Perawongmetha/Getty Images for Mission Hills)

So finden Sie den richtigen Golflehrer

Training
 

Die Wahl des richtigen Pros ist entscheidend. So gehen Sie vor. 

1. Selbstanalyse

Wenn Sie Anfänger sind, überlegen Sie sich zuerst genau, was Sie von Ihrem Trainer erwarten und was Sie selbst leisten wollen und können. Also: Wie viel Zeit zum Trainieren haben Sie, sind Sie sportlich, haben Sie Vorerfahrungen mit dem Golfsport?

Wenn Sie bereits golfen, versuchen Sie, Ihre Stärken und Schwächen im Spiel aufzuschreiben oder zu dokumentieren, damit Sie diese dem Pro mitteilen können. Hilfreiche Punkte:

  • Ballflug (z.B. Draw, Fade, Slice, Hook, hoch, flach)
  • Ballkontakt (Ball-Boden, eher fett oder dünn)
  • Treffen auf der Schlagfläche (mittig, Hacke oder Spitze)

2. Sympathie

Ist man sich sympathisch? Dieser Punkt ist durchaus wichtig, denn es macht die gemeinsame Zusammenarbeit deutlich einfacher. 

3. Organisation

Auch hier sollte man auf einem Nenner sein. Wer sehr strukturiert unterwegs ist, wird sich mit einem genialen, aber sehr chaotischen Pro wahrscheinlich schwer tun. Auch das Alter kann im Bezug auf die Nutzung von technischen Hilfs- und Kommunikationsmitteln relevant sein.

4. Erste Einschätzung

Ein gutes Zeichen ist es, wenn der Pro erst einmal nachfragt, was Sie eigentlich erreichen wollen und nicht nur ein paar Ihrer Schwünge begutachtet und dann beginnt, alles ändern zu wollen. Relevante Fragen sollten sein: 

  • Wie oft spielen Sie?
  • Wie viel Zeit wollen Sie mit dem selbstständigen Training verbringen? 
  • Haben Sie ausreichend Zeit (und sind Sie bereit, das auch zu bezahlen), um regelmäßig Trainerstunden zu nehmen?
  • Was wollen Sie erreichen? (besseres Handicap, besserer Ballkontakt, mehr Länge, spezielle Schläge etc.)

5. Didaktik vs. Vormachen

Man kann sicherlich auf verschiedene Arten unterrichten. Suchen Sie sich einen Pro, dessen Unterrichtsmethodik Ihnen gefällt. Dazu müssen Sie herausfinden, wie Sie selbst am besten lernen: über sprachlichen Input, bildhafte Vergleiche (Bücher, Video) oder durch Demonstrieren und Nachmachen. Hier hilft meist nur, es auszuprobieren.

6. Leistungsstärke

Wie gut muss der Trainer eigentlich spielen? Es hilft sicherlich, wenn der Pro selbst einen Schlag vernünftig vormachen kann. Aber ob er jetzt ein Handicap von -4 oder +3 hatte, bevor er in den Lehrberuf wechselte, ist in den meisten Fällen nicht relevant. Lassen Sie sich also von Runden in den 60ern nicht zu sehr beeindrucken. Sie sollten aber durchaus das Gefühl haben, dass Ihr Trainer ein Könner ist. Entscheidend ist außerdem, dass Sie einen qualifizierten PGA-Professional aussuchen, der den Beruf auch wirklich gelernt hat. Hier müssen Sie unterscheiden: Es gibt Pros in Ausbildung und fertige PGA-Professionales, die wiederum unterschiedlich Fortbildungsstufen aufweisen. Erkundigen Sie sich, welche Ausbildung der von Ihnen gewählte Golftrainer hat. 

7. Einsatz von Technik I

Eine schnelle Wiedergabe der Schwungs über ein Videobild ist mittlerweile eigentlich Pflicht. Denn dies ermöglicht eine schnelle Rückmeldung für den Schüler. Gefühl und tatsächliche Bewegung sind im Golf oft zwei verschiedene Sachen. Ob Videos per Kamera, Tablet oder Smartphone aufgezeichnet und abgespielt werden, ist Geschmacksache. 

8. Einsatz von Technik II

Braucht es Systeme wie Scope, SAM Putt-Lab oder einen Launch-Monitor? Das kommt darauf an. Für sehr gute Spieler (ab niedrigem, einstelligen Handicap etwa) sind diese technischen Hilfsmittel, die verschiedene Parameter exakt und nahezu in Echtzeit messen, durchaus von Vorteil. Für den Rest sind sie eher verwirrend. Es hängt davon ab, ob der Pro die Daten dann auch wirklich einfach und auf den Punkt an den Schüler kommunizieren kann. 

9. Zusammenfassung der Stunde

Eigentlich immer ein Qualitätsmerkmal von guten Pros: Die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte am Ende der Stunde. Entweder zum Aufnehmen mit dem Smartphone durch den Schüler oder schriftlich vom Trainer (z.B. per Mail). Gut sind dabei auch ein oder zwei Drills oder Übungen, die helfen, das Gelernte umzusetzen. 

 

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