Bild Information: Tiger Woods und Rory McIlroy beim Aufwärmen

Routiniert auf die Runde

Training
 

Viele kennen sie - die Nervosität am ersten Abschlag. Wie Sie optimal vorbereitet in jedes Turnier starten, das Verletzungsrisiko minimieren und den Ablauf vor jeder Runde optimal timen, verraten wir im folgenden Trainingstipp.

Wie sieht eigentlich eine gute Aufwärm-Routine aus und welche Vorteile bringt sie mit sich?

Ein paar Dinge sollten beachtet werden, um auf dem Golfplatz seine bestmögliche Leistung abrufen zu können.

Die Muskeln, Sehnen und Bänder sollten warm und gedehnt, der Kopf frei sein. Immer gleiche Abläufe, nicht nur vor jedem Schlag, sondern auch vor jeder Runde helfen, seine Gedanken auf das Wesentliche zu konzentrieren und den nötigen Fokus aufzubauen. Gewohnheiten sorgen zugleich für innere Ruhe. Denn nicht jeder ist vor einer Turnierrunde gleichermaßen entspannt.

Wie viel Zeit Sie vor der Runde aufwenden, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Für eine gute Aufwärm-Routine sollten Sie aber mindestens 45 Minuten einkalkulieren.

Das Einschlagen beinhaltet lange und kurze Putts, verschiedene Chips und Pitches, nach Möglichkeit auch ein paar Bunkerschläge. Im langen Spiel sollten Sie auf jeden Fall kurze Eisen, Fairwayhölzer und Drives schlagen, bevor es auf den Platz geht. Für die Reihenfolge gibt es mehrere Theorien.

Die meisten Spieler bevorzugen, mit langen Putts anzufangen, um ein erstes Gefühl für die Geschwindigkeit der Grüns zu bekommen. Es folgen ein paar Putts nur mit der rechten, dann mit der linken Hand. Dies hilft, ein gutes Gefühl für den Schläger und seine Bewegung zu bekommen. Der Rhythmus ist hier entscheidend und kann durch diese Übung gut gefunden werden.

Nachdem Sie mit der ersten Putt-Einheit durch sind, folgt ein kurzer Stopp am Chipping/Pitching-Grün. Verschaffen Sie sich einen ersten Eindruck, wie die Bälle auf den Grüns reagieren. Sind die Grüns hart oder eher weich? Nach wie vielen Bounces fängt der Ball an zu spinnen (für Fortgeschrittene Spieler) und wie weit rollen die Chips aus? Allzu lange müssen Sie sich hier aber nicht aufhalten - fünf Minuten sind völlig ausreichend.

Als nächstes geht es auf die Range. Den ersten vollen Schwung sollten Sie nicht am ersten Abschlag machen. Aktivieren und Dehnen steht als erstes auf dem Plan. Dies beugt Verletzungen vor, was in allen Altersgruppen essenziell ist um lange Spaß am Sport zu behalten. Besonders der Gluteus Maximus, die Leistengegend, Bauch- und Schultermuskulatur, wie auch die Brustmuskulatur sollten gut gedehnt werden, da diese beim Golfspiel besonders beansprucht werden. Jedoch sind auch die Arme nicht zu vernachlässigen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Miguel Angel Jimenéz.

Als nächstes arbeiten Sie sich durch Ihr Bag. Sukzessive von den Wedges bis zum Driver. Sie brauchen nicht jeden Schläger in die Hand nehmen - ein Wedge, ein kurzes-, mittleres- und langes Eisen oder Rescue sowie das längste Fairwayholz und der Driver tun es auch.

Schlagen Sie danach noch ein paar kurze Eisen und Wedges und begeben sich nochmal zum Chipping/Pitching-Grün. Jetzt sind sie so weit aufgewärmt, dass Sie ein normales Gefühl für größere Bewegungen haben. Kurze Pitches, diverse Bunkerschläge und ein paar Chips sollten Sie noch spielen. Danach können Sie eine kleine Pause machen, bis circa 20 Minuten vor Ihrer Startzeit.

In der letzten Phase schlagen Sie auf der Driving Range ein paar Bälle vom Tee - mit dem Schläger, den Sie am ersten Abschlag nehmen. Dadurch haben Sie den entscheidenden Schlag, vor dem die meisten Amateure am nervösesten sind, bereits einige Male ausgeführt. Es folgen zehn Minuten kurzer Putts - mit und ohne Break. Wichtig ist hierbei, dass Sie die Fahne aus dem Loch nehmen, wie das auch im Spiel der Fall ist. Eine gute Rundenvorbereitung hilft - sie bereitet einen auf die anstehende Golfrunde vor.

Im angefügten Video sehen Sie die Aufwärm-Routine vom Weltranglistenersten Rory McIlroy. Seine Vorbereitung zählt zu den eher kürzeren auf der Tour und beinhaltet doch alle wichtigen Aspekte.

Eine erfolgreiche Aufwärm-Routine beinhaltet:

  • lange Putts
  • verschiedene Chips
  • Dreiviertel Schläge mit Wedges
  • volle Schläge mit kurzen, mittleren und langen Eisen,
    Fairwayholz und Driver
  • kurze Pitches
  • Bunkerschläge
  • Schläge wie am ersten Abschlag
  • kurze Putts ohne Fahne im Loch

In diesem Sinne: Schönes Spiel!

Dokumentation: So trainiert ein Bundesliga-Team Die Varianten aus dem Bunker

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