Bild Information: Rory McIlroy | Chris Condon für Getty Images

Wie das Loch am größten ist

Training
 

AimPoint-Instructor Rolf Kinkel hilft bei Break und Dosierung.

Beim Putten gibt es viele Wege, die ins Loch führen. Je nach Kombination von Geschwindigkeit und Break-Größe sind unterschiedliche Ballverläufe denkbar. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, den Ball einzulochen, bei manchen Kombinationen höher als bei anderen.

In diesem Beitrag habe ich folgenden Putt dargestellt.

Die Daten des dargestellten Putts: Der Putt ist 2,60 Meter lang. Das Grün hat einen Stimp (Grüngeschwindigkeit) von zehn Fuß. Das Gelände ist durchschnittlich vier Prozent geneigt. Der Break ist bei idealer Dosierung 65 Zentimeter groß.

Das sind die Fakten, die nicht veränderbar sind. Zudem ist zu lesen, dass der Break 65 Zentimeter groß ist. Das hört sich so an, als würde jeder andere gespielte Break nicht zum Erfolg führen. Selbstverständlich kann aber auch ein Ball ins Loch fallen, der mit weniger Break gespielt wird. Das gelingt aber nur dann, wenn der Ball mit einem höheren Tempo gespielt wird. Demnach sind viele Kombinationsmöglichkeiten vorstellbar - diese sind aber nicht unbedingt ratsam.

Es handelt sich um eine "ideale" Dosierung. Ideal dosiert ist ein Ball, der am Loch noch eine Geschwindigkeit hat, die ihn bis rund 30 Zentimeter über das Loch hinauslaufen lassen würde.

Die Vorteile einer idealen Dosierung:

  1. Der Ball hat eine gewisse Laufruhe auf Höhe des Lochs.
  2. Bei dieser Dosierung stellt der eventuelle Rück-Putt kein Problem dar.
  3. Das Loch ist bei dieser Rollgeschwindigkeit statistisch gesehen am größten. Ein Ball kann auch leicht seitlich der Lochmitte ankommend noch ins Loch fallen. 

Sollten Sie den Ball mit weniger Break und mit höherer Geschwindigkeit spielen, muss der Ball das Loch hingegen sehr mittig treffen. Nur dort hätte er dann den vollen Lochdurchmesser in der Länge gesehen von 10,8 Zentimeter zur Verfügung. Diesen Durchmesser benötigt ein schnell gespielter Ball, um so tief zu fallen, dass er von der hinteren Lochkannte aufgehalten wird. Trifft ein solcher Ball nicht exakt die Mitte, läuft er gerne über das Loch hinweg oder lippt aus. Zudem liegt der Ball danach in einem Abstand vom Loch, der nicht mehr zu 100 Prozent einzulochen ist.  

Merke: Ein Ball, der so schnell rollt, dass er 1,20 Meter über das Loch hinauslaufen würde, verengt den Eintrittskorridor ins Loch auf 2,5 Zentimeter.

Trainingsempfehlung: Achten Sie beim Putten stärker auf Ihre Dosierung. Alles, was mehr als 30 cm über das Loch hinausläuft, ist nicht ideal. Wichtig: Putten Sie immer nur ein Mal auf eine bestimmte Entfernung und wechseln Sie danach Länge und Perspektive. Viele Wiederholungen von einer Stelle sind nicht empfehlenswert. Sie adaptieren Ihre Dosierung schneller, wenn Sie nur eine Chance haben.

Teil 1: AimPoint-Instructor Rolf Kinkel erklärt Standards beim Putt-Lesen. Teil 3: AimPoint-Instructor Rolf Kinkel zeigt den geeigneten Zielpunkt.

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