Bild Information: Gehirnwäsche Golf: Nie wieder Drei-Putts (Photo by Pixabay)

Nie wieder Drei-Putts

Gehirnwäsche Golf #8
 

Expertin Dr. Barbara Gülpen verrät Ihnen mentale Erfolgstechniken, die besonders beim Putten helfen.

Golf ist bekanntlich ein durch Psyche besonders stark beeinflusster Sport. Im Rahmen dieser Serie wurden bereits etliche Mentale Tipps gegeben, wie sich der Golfer in einen guten Zustand bringen kann beim (Ab-) Schlag, wie Fehlschläge leichter verkraftet werden können, wie der Ärger klein gehalten werden kann und die Konzentration hoch.

Doch das Putten ist eine ganz besonders sensible Sache, da es sich augenscheinlich um den einfachsten Schlag beim Golf handelt und es hier auch wirklich keine Ausreden geben kann. Kraft ist unwichtig, Fitness ist unwichtig, Schmerzen irrelevant; sogar der blutigste Anfänger, der sonst keinen Ball trifft, kann putten. Als ich mit dem Golf spielen begann, fand ich den Putt den einfachsten Schlag beim Golf. Jetzt, nach über 20 Jahren, finde ich den Putt den schwersten Schlag beim Golf. So kann sich der Blickwinkel des Betrachters ändern…

Beim Putten sind eben über 18 Löcher hinweg summa summarum etliche Schläge einsparfähig. Und diese Schläge zählen exakt genauso viel auf der Scorekarte, wie der 200-Meter-Drive! Deswegen gilt die Aussage nach wie vor: "Driving for the audience - putting for the money!"

Kleiner Fehler, große Wirkung

Ob der Putt fällt oder einige Zentimeter um das Loch herum liegen bleibt, ist ein entscheidender Unterschied.

Je besser das Handicap, umso prozentual mehr Schläge macht das Putten am Gesamtscore aus. Bei einem guten Golfer sind rund 50 Prozent der Schläge für das Putten eingeplant. Wenn ich statt zwei Putts nur ein Mal putten müsste, macht sich das erheblich bemerkbar. Besonders peinlich sind für den Golfer Drei-Putts oder gar mehr. Hier geht es auch ums Image und man erntet schnell mitleidige Blicke der Flightpartner. Die Peinlichkeit und die Scham sind groß.

Weil beim Putten die Präzision so wichtig ist, macht ein kleiner Fehler (falsche Richtung, zu große oder zu kleine Ausholbewegung, ungerade Linie) bereits den Unterschied zwischen Fallen und Nichtfallen, zwischen einem genialen Score oder nur einem mittelmäßigen Score. Hier ist erhebliches Einsparpotential, dass mit Hilfe von Mentaltechniken gehoben werden kann. Folgende Mentaltechniken sind besonders beim Putten nützlich:

Believe it!

Glauben Sie an sich selbst und Sie werden es erreichen! Häufig torpedieren wir uns selbst, weil wir insgeheim nicht daran glauben, dass der Putt fallen wird und uns daher selbst innerlich die falschen Sätze einflüstern. Einerseits können Affirmationen helfen. Andererseits helfen Erinnerungen an persönliche Erfolge:

  • Wo haben Sie zuletzt bereits einen langen Putt sofort eingelocht?

Denken Sie während des Puttens intensiv an den ehemals langen gelochten Putt zurück und fühlen Sie ihn nach. Fühlen Sie die Gewissheit, dass der Ball gleich fallen wird (in der Erinnerung) und führen Sie im Rausch dieses Gefühls den Putt selbstsicher aus.

Ihre eingelochten langen Putts sind die Beweise für Ihr Können. Denn: Es gibt keine (oder kaum) Zufälle. Was Ihnen in Ihrem Leben geschieht, haben Sie durch Ihre Ausstrahlung und Ihre Energie angezogen.

Überprüfen Sie also Ihre Einstellung zu sich selbst und stärken Sie diese. Streichen Sie einen Satz wie "Ich kann nicht putten" und ersetzen Sie diesen durch "Ich kann gut putten!". Auch in Gedanken!

Fragen Sie zur Stärkung Ihres Selbstbewusstseins gegebenenfalls Personen, die Sie kennen, welche Stärken sie bei Ihnen sehen. Unterbrechen Sie sie nicht und relativieren Sie nicht das Gesagte! Notieren Sie Ihre Stärken und verstärken Sie so den Glauben an sich, Ihre Kompetenzen und Ressourcen. So wächst das Selbstvertrauen - nicht nur beim Putten!

Speed it up!

Entscheiden Sie sich zügig und führen Sie ihren Putt intuitiv aus. Dies ist eine Technik für eher erfahrene Spieler. Es ist nachgewiesen, dass erfahrene Spieler ihr Schlagergebnis verschlechtern, wenn Sie zu viele Informationen sammeln und dafür vor dem Putt zu viel Zeit aufwenden. In diesem Fall ist die Intuition bereits so voller Erfahrung und Informationen, dass es besser ist, sich schneller zu entscheiden und damit der Intuition mehr Gewicht zu geben als sich selbst eventuell durch zu viele Informationen zu verunsichern. Je länger Sie die Puttlinie lesen, umso mehr kommt Ihnen das Grün wie eine Achterbahn vor.

Weitere Informationen und Techniken sind in meinem brandneuen Videoseminar zu finden auf: www.handicapverbessern.com/handicap-burner

Gehirnwäsche Golf: So klappt der Power-Schlag Videoseminar von Dr. Barbara Gülpen: www.handicapverbessern.com/handicap-burner Hier finden Sie das neue Buch/E-Book von Dr. Barbara Gülpen: Kopfkino Golf - Mentalstrategien von A-Z!

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