Bild Information: Die besten Tipps zum kurzen Spiel

Die besten Tipps zum kurzen Spiel

Special: Kurzes Spiel
 

Die meisten Amateure feilen überwiegend an den vollen Schwüngen und vernachlässigen das kurze Spiel. Doch mehr als die Hälfte der Schläge spielen wir mit Wedges und Putter. In unserer Tipp-Sammlung zeigen wir, wie Sie um das Grün herum gravierend einsparen können.

Wenn Sie sich nach Ihrer Runde fünf Minuten Zeit für Ihre private Scorekarte nehmen, werden Sie schnell merken, wo Sie sehr leicht viele Schläge einsparen können. Nehmen Sie sich die freien Felder unter/hinter Ihrem Score vor, tragen Sie geschwind in eine Reihe Ihre langen Schläge pro Loch ein, dann folgen die Annäherungen (beispielsweise mit Markiereung "C", "P" und "S" für Chip, Pitch und Sand). Und in die dritte Zeile kommen die Putts.

So erkennen Sie schnell, wie viele Grüns Sie getroffen haben, wie viele Up-and-downs, Sand-Saves oder Drei-Putts sie benötigten. Und Sie werden dabei wahrscheinlich erkennen, dass Sie mehr kurze als lange Schläge benötigten, beziehungsweise Schläge um das Grün herum mit Chip-Zwei-Putts oder gar Drei-Putts liegen ließen. Ärgerlich.

Wir möchten Ihnen mit den folgenden sechs Tipps für das kurze Spiel Abhilfe schaffen, so dass Sie hoffentlich bald das ein oder andere Sternchen für besonders geschicktes Scoring um das Grün herum notieren werden.  

1. Eine Distanz, viele Varianten

Beim Pitchen stellt sich oft die Frage, soll der Ball hoch oder eher flach fliegen. Peter Koenig empfiehlt: Spielen Sie den Ball möglichst oft flach, wenn Sie kein Hindernis oder hohes Rough mit der Annäherung überwinden müssen. Nutzen Sie die Entfernung zwischen Grünrand und Fahne aus, um den Ball rollen zu lassen.

Verwenden Sie dafür mehrere Schläger:

  • Mit dem Pitching Wedge (PW) rollt der Ball länger aus (circa die Hälfte der gesamten Distanz)
  • Beim Sand Wedge (SW) stoppt der Ball schneller (circa 70 Prozent Flug, 30 Prozent Roll)
  • Beim Lob Wedge (LW) stoppt der Ball am schnellsten.

Überprüfen Sie vor dem Schlag, wie der Ball liegt. Treffen Sie eine Entscheidung für einen Schläger und eine Bewegungsgröße und seien Sie konsequent in der Durchführung.

Das Flug-Roll-Verhältnis können Sie auch gut erlernen, indem Sie den Ball zur Übung werfen. Je nach Flughöhe rollt der Ball unterschiedlich weit aus.

 

 

2. Tückische hohe Annäherung

Das gute Treffen ist das eine. Aber die richtige Entfernung zu überwinden, ist der zweite wesentliche Faktor beim Pitchen. Dazu benötigen Sie gute Ballkontakte und die für die Entfernung richtige Schlägerkopfgeschwindigkeit. Die hohe Annäherung hat ihre Tücken. In diesem Trainings-Video erklärt Ihnen PGA-Master-Professional Peter Koenig, wie Sie die Distanzkontrolle beim Pitchen erlernen und üben.

Kürzerer Pitch (circa 20 Meter):

  • Bei kürzeren Pitches kann der Stand noch schmal sein und der Ball leicht rechts der Mitte liegen. Das Gewicht ist leicht links. Greifen Sie den Schläger kürzer. Der linke Fuß ist etwas zurück gezogen, um die Unterkörperrotation zum Ziel zu erleichtern.

Mittellanger Pitch (circa 30 Meter):

  • Beim mittleren Pitch können Sie schon breiter stehen und höher greifen. Der Ball liegt in der Mitte. Der Stand ist etwas breiter. Das Gewicht ist auf beide Füße verteilt. Greifen Sie den Schläger weiter oben, aber noch etwas kürzer als beim vollen Schlag.

Langer Pitch (circa 55 Meter):

  • Beim großen Pitch stehen Sie normal breit. Greifen Sie den Schläger wie gewohnt oben am Griffende. Das Gewicht liegt auf beiden Füßen. Der Bewegungsumfang ist deutlich größer.

Bei allen drei Varianten können Sie zusätzlich über die Schlägerwahl noch die Distanz beeinflussen. Probieren Sie also verschiedene Schläger aus, bis Sie sicher sind, welcher bei welcher Bewegungsgröße den Ball wie weit bringt.

 

 

3. Flach spielen, hoch gewinnen

Trainieren Sie den Chip mit dem Anspiel eines Landepunkts - und Ihr kurzes Spiel wird sich deutlich verbessern. Durch diese Übung lernen Sie das Flug-Roll-Verhältnis Ihrer Schläger kennen. Üben Sie kurze Bälle durch das Anspielen eines Landepunkts. Anja Kratzer vom GC St. Leon-Rot zeigt Ihnen in diesem Video, wie Sie mit einer einfachen Übung deutlich präziser beim Grünanspiel werden und Ihnen öfter das Up-and-down gelingt.

Suchen Sie sich einen Landepunkt auf dem Grün und markieren Sie diesen. Ziel ist es, aus verschiedenen Distanzen mit verschiedenen Eisen (z.B. 5 bis SW) den Landepunkt zu treffen. Die Chip-Bewegung bleibt bei allen Schlägern gleich groß, auch der Rhythmus ist vergleichbar. Notieren Sie Flug und Roll-Strecke. Beim PW ist das Verhältnis etwa 1:1; lange Eisen rollen dementsprechend deutlich länger aus. 

 

 

4. Der Chip-Putt als Alternative

Der Chip ist elementar für das Spiel. Zu oft werden aber gute Chancen auf das Up-and-down vergeben. Eine leicht umzusetzende Variante ist der Chip-Putt. Im Video erklärt Ihnen PGA-Master-Professional Peter Koenig, auf welche Details Sie beim Chip-Putt achten sollten. 

Dieser Chip-Variante wird gespielt, wenn der Ball in relativ guter Lage nur wenige Meter - maximal zwei Meter - vom Grünrand entfernt liegt. Folgendes ist dabei zu beachten:

  • Stellen Sie das Eisen auf die Spitze, so dass der Schläger wie der Putter steht
  • Greifen Sie den Schläger mit Ihrem Putt-Griff
  • Schieben sie das Griffende leicht in Richtung zum Ziel
  • Der Ball liegt wie beim Putten links der Mitte
  • "Fegen" Sie den Ball zum Ziel, als ob Sie einen Besen in der Hand hätten

 

 

5. Griff, Zielen und Bewegung beim Putten

Der Putt ist die einfachste Bewegung im Golf. Deshalb sollte man sie auch zuerst erlernen. Im Video erklärt Ihnen PGA-Master-Professional Peter Koenig, auf welche Details Sie beim Putt achten sollten.

  • Die Grundbewegung: der Oberkörper kippt vom Ziel weg und dann zum Ziel hin.
  • Die Hände sollten symmetrisch um die Griffmitte liegen. Der Griffdruck ist leicht.
  • Die Körperhaltung ist so, dass die Hände unter den Schultern hängen und die Augen über dem Ball liegen.
  • Die Ball-Lage ist vor der linken Ferse.
  • Der Rückschwung ist kleiner als der zum Ziel beschleunigte Durchschwung.
  • Keine Pause zwischen Rück- und Durchschwung.
  • Der Schlag endet mit einem festen Finish.

 

 

6. Besser zielen, besser putten

Profis und gute Amateure verpassen sehr selten einen kurzen Putt. Einer der Gründe: Sie zielen sehr genau. Sixten Rigol vom GC St. Leon-Rot zeigt Ihnen in diesem Video-Tipp, wie Sie mit einer Putt-Übung ihre Präzisionsfähigkeit deutlich steigern können. Bei dieser Übung steht das Zielen im Vordergrund.

  • Spielen Sie zu Beginn mehrere Bälle aus der Entfernung von einer Grifflänge auf ein Loch. Versuchen Sie dabei, den Ball über die rechte und linke Lochkante auslippen zu lassen.
  • Versuchen Sie es dann aus einer Entfernung von zwei Grifflängen.
  • Steigern Sie sich, bis Sie es nicht mehr schaffen.

Die Übung lässt sich sehr gut variieren: Spielen Sie aus drei Metern mit unterschiedlichen Zielen, wie z.B. einen Ball lochen und den nächsten vor dem Loch stoppen lassen. 

 

 

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