Bild Information: Eisinger & Lampe

Mehr Länge mit passendem Abflugwinkel

Training
 

Die Starthöhe des Balls hat auf wichtige Leistungsparameter im Golf großen Einfluss. Joscha Lampe und Lukas Eisinger vom GC Osnabrück-Dütetal haben Tipps für satte Treffer und stabile Flugkurven.

In unserem letzten Artikel (Mythos Abflugwinkel) haben wir beleuchtet, wie hoch der Ball mit einem gegebenen Schläger in etwa abfliegt. Die Starthöhe ist allerdings nicht nur wichtig im Bezug auf das Überspielen von Hindernissen, sondern hat auf wichtige Leistungsparameter im Golf großen Einfluss. Ein konstanter Abflugwinkel ist für gute Längenkontrolle elementar. Dies gilt für Chips und Pitches, aber auch für volle Schläge.

Fliegt der Ball höher ab, wird weniger Energie übertragen

Tourprofis haben bei einem normalen Pitch mit dem Sandwedge immer einen Abflugwinkel von etwas unter 30 Grad. Bei Amateuren hingegen variiert der Abflugwinkel von Schlag zu Schlag meist enorm, liegt aber oft im Bereich zwischen 35 und 50 Grad. Fliegt der Ball höher ab, wird weniger Energie auf ihn übertragen, sodass das Resultat kürzer ausfällt. Fliegt der Ball flacher ab, geht er aufgrund der besseren Energieübertragung etwas länger.

Mittiges Treffen vorausgesetzt, hat der dynamische Loft, also die Schlagflächenneigung im Treffmoment, den größten Einfluss auf die Starthöhe. Bei zu viel Einsatz der Handgelenke in der Treffphase wird es schwieriger, Schlag für Schlag den gleichen Loft an den Ball zu bringen. 

Bei vollen Schlägen mit den Eisen geht es darum, den optimalen Abflugwinkel für maximale Distanz zu erreichen. In den meisten Fällen ist dieser bei Amateuren zu hoch. Auch hier kommt es zu einer größeren Energieübertragung, wenn der Ball flacher startet. Ähnlich den Annäherungsschlägen sollte auch bei Eisen ungünstiges Einsetzen der Handgelenke vermieden werden.

Die folgende Übung wird Ihnen dabei helfen, den Ball konstanter und flacher starten zu lassen:

  • Üben Sie mit einem kurzen bis mittleren Eisen
  • fangen Sie mit geringem Tempo an
  • begeben Sie sich in Ihr normales Setup
  • bringen Sie ca. 60 Prozent Ihres Gewichts auf den vorderen Fuß
  • platzieren Sie den Ball in der Mitte Ihres Stands und die Hände etwa auf Höhe der Innenseite des linken Oberschenkels
  • dadurch entsteht beim hinteren Arm ein "Knick" zwischen Handrücken und Unterarm
  • konzentrieren Sie sich darauf, diesen Knick den gesamten Schwung über sowie im Finish beizubehalten
  • Sie werden merken, dass der Ball sehr satt getroffen ist und flacher als gewöhnlich abfliegt sowie trotz kürzeren Rückschwungs genauso weit oder sogar weiter fliegt wie mit Ihrem normalen Schwung. 

Viel Spaß beim Training!
 

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