Bild Information: Eisinger & Lampe

Fähigkeiten verbessern für längere Drives

Training
 

Joscha Lampe und Lukas Eisinger vom GC Osnabrück-Dütetal erklären, wie Sie den Geareffekt nutzen können, um mehr Länge zu erzielen, und wieso es Ihnen hilft, bewusst verschiedene Zonen auf der Schlagfläche zu treffen. 

Im letzten Artikel (Sweetspot verfehlt: Auswirkungen auf den Ballflug) haben wir beleucht, wieso der Ball Kurven beschreibt, wenn der Ball mit der Spitze bzw. Hacke des Schlägers getroffen wird. Der Geareffekt tritt allerdings nicht nur im horizontalen Gewerbe auf, es gibt ihn auch auf der vertikalen Achse.

Das bedeutet, dass auch unterhalb oder oberhalb des Sweetspots getroffene Bälle beeinflusst werden. Wird der Ball unten auf der Schlagfläche getroffen, neigt diese sich dadurch nach vorne und der Ball bekommt mehr Drall in die entgegengesetzte Richtung, also mehr Backspin. Wird der Ball oben auf der Schlagfläche getroffen, neigt diese sich nach hinten und der Ball bekommt mehr Drall in die entgegengesetzte Richtung, also weniger Backspin.

Maximale Länge oberhalb der Mitte

Die Schlagfläche des Drivers ist auch in vertikaler Dimension gewölbt, man nennt dies Roll. Das bedeutet, dass man nur genau in der Mitte der Schlagfläche die ausgewiesene Loftzahl vorfindet. Unterhalb weist die Schlagfläche weniger Loft auf, oberhalb mehr.

Folglich startet ein oberhalb der Mitte getroffener Ball höher sowie mit weniger Spin. Genau das hilft Ihnen, den Ball weiter zu schlagen. Maximale Länge holen Sie aus Ihrem Drive also dann raus, wenn Sie den Ball etwas oberhalb der Mitte treffen. Sie erzeugen sowohl mehr Carrylänge als auch mehr Roll. Je nach Schlägerkopfgeschwindigkeit kann die Differenz von unterhalb zu etwas oberhalb der Mitte getroffenen Bällen bis zu 50 Meter betragen!

Über die Sektoren zur stabileren Mitte

Die Fähigkeit, den Ball mit der Mitte bzw. am gewünschten Punkt auf der Schlagfläche zu treffen, ist sicherlich abhängig von der Technik, also Ihrem Golfschwung. Gleichzeitig ist es aber auch eine eigenständige Fähigkeit, die mit folgender Übung trainiert werden kann:

  • Präparieren Sie die Schlagfläche Ihres Drivers wie im letzten Artikel besprochen mit Impacttape bzw. Dr. Scholl's Odor-x.
  • Nun unterteilen Sie die Schlagfläche in vier Sektoren. 
  • Vor dem Schlag legen Sie fest, welchen Sektor Sie treffen möchten.
  • Wenn es Ihnen gelungen ist, den Ball in dem gewünschten Sektor zu treffen, gehen Sie zum Nächsten über.
  • Gerne können Sie anfangs etwas langsamer als gewöhnlich schwingen.
  • Sobald Sie ein wenig Erfahrung gesammelt haben und die Erfolgsquote steigt, steigern Sie auch Ihr Schwungtempo.
  • Nach ein paar Übungseinheiten sollten Sie dann in der Lage sein, auch mit Ihrem gewohnten Schwungtempo den Treffpunkt auf der Schlagfläche präziser ansteuern zu können.
  • Sie haben die Aufgabe geschafft, wenn Sie alle vier Sektoren nacheinander treffen, also nur vier Bälle benötigen. 
  • Beispiel: Sie versuchen zuerst den Sektor "Spitze unten" zu treffen, danach den Sektor "Hacke oben", danach "Spitze oben" und zuletzt "Hacke unten".

Untersuchungen zeigten, dass Spieler besser darin wurden, den Ball mittig auf der Schlagfläche zu treffen, wenn sie im Training absichtlich versuchten, den Treffpunkt zu variieren. Die Gruppe, die stets versuchte, den Ball "nur" mittig zu treffen, war in den Tests deutlich schlechter.

Sweetspot verfehlt: Auswirkungen auf den Ballflug Treffmoment verbessern Hier für den Newsletter der Golfschule Eisinger & Lampe eintragen und kostenlose Trainingstipps erhalten

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