Bild Information: Golf-Physio-Training mit Kristin Silbereisen

Warum Kinesio-Taping im Golf sinnvoll sein kann

Golf-Physio-Training
 

Golf-Physio-Expertin Kristin Silbereisen zeigt Ihnen die Vorteile von Kinesio-Tapes im Golf und wie Sie diese nutzen können.

Das Kinesio-Tape wurde entwickelt von Kenzo Kase aus Japan und ist ein elastisches Tape, das in verschiedenen Spannungen auf die Haut geklebt wird. Die Haut ist unser größtes Organ und enthält unterschiedliche Rezeptoren, über die der Wirkungsmechanismus des Kinesio-Tapes läuft. Sie wirken schmerzlindernd, stabilisierend und stoffwechselanregend.

Durch die Haftung des Tapes auf der Haut und die dadurch ausgelöste mechanische Verschiebung bei ausgeführten Bewegungen, erfolgt eine Aktivierung verschiedener Mechanorezeptoren in der Haut. Diese Informationen laufen wie der Schmerzreiz über Nerven in das Rückenmark. Da diese schneller als die Schmerzreize verarbeitet werden können, hemmen diese auf einem komplexen Weg die Schmerzweiterleitung (Gate-Control-Theorie).

Vorteile von Kinesio-Tapes beim Golfen

Fast jeder kennt folgende Situation: Man steht beim Abschlag mit dem Driver in der Hand und vor einem liegt ein schönes Hindernis, worüber man aber spielen muss, um nicht einen Schlag zu verlieren. Getreu dem Motto "Jetzt aber richtig!", setzen wir mehr Kraft in den Schlag, können den Schwung aber am Ende beim Durchschwung nicht halten. Der Ball geht irgendwo hin, aber nur nicht dahin, wo er soll. Klar, dass hier mehrere Fehler die Ursache sein können. Wichtig ist aber, dass man auch einen "aggressiveren" Schlag am Ende gut stabilisieren kann.

Gelenke - wie z.B. das Knie oder der Fuß - können so getapt werden, dass sie beim Balltreffpunkt und während des Durchschwungs stabil bleiben. "Ein wichtiger Faktor für einen konstanten Schwung ist die Körperstabilität. Dies kann durch eine Tape-Anlage positiv unterstützt werden", sagt PGA-Professional Niclas Tyroff.

Präventive Entlastung und Schmerzlinderung

Auch der untere Rücken kann z.B. in der Ansprech- und Rückschwungphase durch ein Tape stabilisiert werden. Nicht selten gibt es bei Golfern Probleme in diesem Bereich während - aber vor allem auch nach - der Golfrunde. Hier kann präventiv insbesondere der untere Rücken entlastet werden.

Stabile Gelenke bedeuten auch ein besseres Halten der Gelenkwinkel während der Rück- und Abschwungphase. Hier können verschiedene Bereiche unterstützt werden, wie beispielsweise Schulter, Ellenbogen, Handgelenk.

Des Weiteren können verschiedene Muskelgruppen, die Probleme verursachen, so getapt werden, dass der Schmerz gemindert wird. Dies ist besonders bei einem Golferellenbogen sinnvoll, da dadurch die hohe muskuläre Spannung der Unterarmmuskultur reduziert wird.

Zusätzliche Impulsgebung und Muskelunterstützung

Aber auch kann die Muskulatur bewusst so getapt werden, dass man eine zusätzliche Impulsgebung und Unterstützung bestimmter Muskelgruppen während des Schwungs hat, wie z.B. eine Impulsgebung für das Abdrücken des rechten Fußes (bei Rechtshändern) beim Abschwung.

Durch die Anlage eines Tapes werden Gelenke beweglicher. Rezeptoren in den Gelenken (Propriozeptoren) werden angeregt und erzeugen somit ein besseres Bewegungsgefühl. Die Schulter wird beweglicher (Schultertape), der Rumpf wird aktiviert (Tape an der vorderen und seitlichen Rumpfmuskulatur) und der Oberkörper kann sich mehr aufdrehen.

Es gilt jedoch zu beachten, dass ein ausführlicher Befund (wie bei jeder Therapiemethode) die Grundlage einer Kinesio-Tape-Behandlung sein sollte.

Ein erfolgreiches Golfen wünschen Ihnen die Golfphysiotherapeutin Kristin Silbereisen und PGA-Pro Niclas Tyroff.

Kontakt und Infos unter: www.golfphysiotherapie.de Raus aus dem Winterschlaf - Übungen für zu Hause Kampf dem Golferellenbogen mit Golf-Physio Kristin Silbereisen

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