Bild Information: Camilo Villegas macht es vor

Golf und Yoga - so halten Sie sich fit

Training
 

Yoga ist seit einigen Jahren enorm angesagt. Auch für Golfer sind die Asanans als Ausgleich durchaus sinnvoll. Wir erklären Ihnen die vier wichtigsten Yoga-Elemente und zeigen fünf Übungen, die speziell auf das Golfspiel zugeschnitten sind.

Schon seit Längerem wird auf den weltweiten Touren das athletische und explosivkraftbetonte Training postuliert. Doch was bei vielen Golfern vergessen wird, ist die Flexibilität.

Aus bewegungsmotorischer Betrachtungsweise bedarf es neben der Kraft, vor allem der Dehnbarkeit, um Rotation, Vorspannung und letzlich eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit zu generieren. Laut eigener Aussage trainiert Martin Kaymer eine ganze Stunde pro Tag an seiner Beweglichkeit. Wenn ein solches Training für die ehemalige Nummer eins der Welt einen so hohen Stellenwert einnimmt, kann es auch dem Normalgolfer nicht schaden. 

Was viele nicht wissen: Yoga ist ein Überbegriff für viele verschiedene Praxisanwendungen. Um eine generelle Unterscheidung zu geben, wird hier zwischen dem sogenannten Hatha-Yoga, das sich mit körperlichen Bewegungen auseinandersetzt, und anderen Formen wie Atemübungen, Meditation oder buddhistische Lehren unterschieden. Eine für das Golfspiel effektive Hatha-Yoga-Praxis ist das Ashtanga Yoga, das im Folgenden näher beschrieben wird.

Man versucht, durch eine festgelegte Abfolge von Übungen, Atmung, Spannung, Konzentration und Haltung miteinander zu verbinden. Wenn man das Ganze auf den Golfplatz überträgt, ist jeder dieser Punkte für den Erfolg des eigenen Spiels von großer Bedeutung:

  •  Oftmals wird die Atmung beim Golfen unterschätzt, da sie nicht offensichtlich mit dem eigentlichen Schwung verbunden ist. Doch der Atem kann bei bewusster Steuerung den gesamten Organismus beeinflussen. Das kann zum Beispiel bei Aufregung, Stress oder Nervosität helfen. Die Kontrolle der Atmung ist beim Golfen enorm wichtig und wird durch die Yoga-Praxis erlernt und verbessert.
  • Spannung soll die Kraftkomponente des Ashtanga-Yoga hervorheben und beschreibt die muskuläre Arbeit, die verrichtet wird, um die Übungen durchzuführen. Damit verbunden ist immer ein Ausgleich, den man zwischen Anspannung und Entspannung erreichen muss, um eine sinnvolle Praxis zu gestalten.
  • Die Konzentration ist wohl die wichtigste Fähigkeit eines erfolgreichen Golfers. Auf einer Runde muss in einem Zeitraum von etwa fünf Stunden ein hohes Level an Konzentration aufrecht erhalten werden. Das verlangt sogar einem erfahrenen Sportler viel Übung und Geduld ab. Bei der Ashtanga-Yoga-Praxis steht die bewusste Fokussierung auf bestimmte Bereiche des Körpers im Mittelpunkt. Dabei wird die Konzentration gezielt trainiert und verbessert.
  • Die Haltung beim Yoga, sowie das Set-Up beim Golfen, sind entscheidende Elemente, um stabil, gesund und kraftvoll die geforderten Bewegungen ausführen zu können.

Im Folgenden werden nun fünf fürs Golfspiel relevante Yoga-Übungen vorgestellt:

Der Sonnengruß A

Wichtig ist, dass man mit einem tiefen Ausatmen die erste Position einnimmt und dann immer im Wechsel bei der jeweiligen Bewegung ein- und ausatmet. Der Sonnengruß stellt die Basis aller weiteren Übungen dar und sollte fünf Mal wiederholt werden, um einen optimalen Effekt zu erzielen.

Bewegungsbeschreibung unter: ashtangayoga.info/sonnengruß

Sonnengruß B

Die nächste Übung ist eine Erweiterung zum Sonnengruß und aktiviert vor allem die Rotationsfähigkeit im unteren Rücken und stabilisiert Rumpf und Beine. Mit dem Ausatmen begibt man sich aus der Ausgangsposition in die erste Pose. Man sollte darauf achten, dass beide Beine gestreckt bleiben und eine volle Rotation mit dem Oberkörper durchgeführt wird. Diese Stellung wird nun für fünf tiefe Atemzüge gehalten, bevor man mit der anderen Körperseite fortfährt.

Bewegungsbeschreibung unter: ashtangayoga.info/sonnengruß_B

"Wenn die Bewegung mit dem Atem verschmilzt, die Energie den Körper scheinbar mühelos trägt und die Konzentration vom Äußeren ins Innere geht, erreichen wir die Einheit von Körper und Geist." (ashtangayoga.info)

Die Heldenposition

Diese Position stärkt Balance, Stabilität im Unterkörpers, sowie Flexibilität im Schulter- und Rückenbereich. Dazu werden beim Ausatmen der Ausfallschritt eingenommen und die Arme möglichst gestreckt und senkrecht über den Kopf zusammengeführt. Dabei ist der Blick auf die beiden Daumen gerichtet. Die Beine sollten möglichst weit auseinander gestellt werden und das vordere Bein im Kniegelenk eine 90-Grad-Position erreichen. Auch diese Position wird auf jeder Seite für fünf tiefe Atemzüge gehalten.

Bewegungsbeschreibung unter: ashtangayoga.info/heldenposition

Die beiden abschließenden Figuren, versuchen einen Ausgleich zu den vorangegangenen Übungen zu schaffen, indem die zuvor belasteten Muskeln entspannt werden.

Die Kerze

Bei der klassischen Kerze sollte man beachten, dass man im Nacken keine Schmerzen hat, die Arme fest am Boden verankert sind und man mit möglichst geradem Rücken die Beine in Richtung Decke ausrichtet. Hier wird versucht, trotz der unnatürlichen Stellung für 15 bis 20 Atemzüge ruhig und tief zu atmen.

Bewegungsbeschreibung unter: ashtangayoga.info/kerze

Die Stellung des Kinds

Zuletzt wird die sogenannte childs pose eingenommen und für bis zu 20 Atemzüge gehalten. Dabei ist zu beachten, dass die Knie geschlossen sind, die Arme vor dem Kopf liegen und das Gesäß auf den Fersen abgesetzt wird.

Bewegungsbeschreibung unter: ashtangayoga.info/childspose

Die beschriebenen Übungen bieten ein kurzes, intensives und ausgewogenes Training für Körper und Geist. Speziell beim Golfen ist es sinnvoll, an seiner Beweglichkeit zu arbeiten, nicht nur, um sein Spiel zu verbessern, sondern auch um Verletzungen vorzubeugen.

Dafür ist Ashtanga Yoga ein sehr effektiver und ganzheitlicher Ansatz, der Gesundheit bewahrt, Vitalität aufbaut und Konzentration verbessert.

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