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Ernährung zwischen zwei Runden

 

Um den Körper und vor allem die Verdauung während der Runde nicht zu sehr zu belasten, ist es wichtig darauf zu achten, mit welchen Nährstoffen man sich zu welchem Zeitpunkt am besten auflädt. Sylvia Gartner erläutert, worauf Sie achten sollten.

Vor allem zwischen zwei Runden, wenn sich vielleicht schon erste Ermüdungserscheinungen melden, Sie aber die zweiten Neun trotzdem leistungsstark hinter sich bringen wollen, sollten Sie in der Pause den Magen nicht mit belastenden Lebensmitteln voll schlagen. Nicht zu empfehlen sind Speisen, die an sich zwar gesund sind, jedoch eine längere Verweildauer im Magen haben. Vorsicht natürlich auch vor großen Portionen, diese benötigen logischerweise länger bis sie verdaut sind, als die kleinere Variante.

Jetzt gilt es, sich lediglich mit Nährstoffen aufzutanken und weniger eine große Mahlzeit zu sich zu nehmen. Was der Körper benötigt sind vor allem Energiespender und Hilfe für die Regeneration der Muskulatur. Klassische Energiespender, die dem Körper mehr oder weniger schnell zur Verfügung stehen, sind nach wie vor Kohlenhydrate. Antioxidantien aus Obst und Gemüse schützen die Muskulatur bei erhöhter Belastung.

Ein optimales Gericht zwischen zwei Runden, wenn man sich in etwa zwei Stunden Zeit lässt, ist daher eine kleine Portion Reis mit gedünstetem Gemüse, Kartoffelbrei (dieser hat eine kürzere Verweildauer als Kartoffeln, alternativ sind jedoch auch Pellkartoffeln eine gute Option) dazu etwas Gemüse, ein kleiner Nudelsalat oder auch Sandwiches oder Wraps mit wenig Käse oder Wurst, beispielsweise auch mit Mango/Huhn oder Antipasti/Parmesan.

Stets zu beachten ist: Je langsamer man isst, desto besser wird verdaut, da bereits im Mund kohlenhydratspaltende Enzyme ausgeschüttet werden. Eine weitere leichte Alternative sind Gemüsesuppen mit etwas Brot. Um sich noch mit Vitaminen und Antioxidantien wie z.B. Vitamin C oder A aufzutanken, bieten sich frische Säfte wie Apfel-Karotten- oder Orangensaft an. Was der Körper zwischen zwei Runden weniger gebrauchen kann, ist Eiweiß, z.B. in Form von Fleisch- oder Fischgerichten, Eier (Rühreier…) oder Milch- und Milchprodukte - sprich überbackene Speisen oder Gerichte mit viel Käse.

Dass fettige Speisen, in Sauce schwimmende Gerichte, frittierte Lebensmittel (Pommes) jetzt nicht auf den Speiseplan gehören, versteht sich von selbst. Aber auch für rohe Lebensmittel benötigt der Körper eine längere Zeit, bis diese verdaut sind. Daher sollten sie zwischen zwei Runden nicht die erste Wahl auf der Speisekarte sein. Hierzu zählen Salate oder andere Gerichte, die viel Rohkost enthalten. Als kleines "ad-on" sind sie natürlich gute Frischelieferanten.

Was bleibt wie lange im Magen?
  • 15 bis 30 Minuten: kohlenhydrathaltige Getränke (Isodrinks, Fruchtschorlen, Honig)
  • 1 bis 2 Stunden: Reis, Kartoffelbrei, Bananen, Nudeln, Kartoffeln
  • 2 bis 3 Stunden: Joghurt, gekochte Kartoffeln, Tomaten, Müsli, gedünsteter Fisch, mageres Fleisch
  • 3 bis 4 Stunden: Milch, gegrilltes Fleisch, magerer Schinken, Rührei, Omelett, rohes Obst und Gemüse
  • 4 bis 5 Stunden: gebratenes Fleisch, Hülsenfrüchte, süße Sahne
  • 6 bis 7 Stunden: Thunfisch in Öl, Pommes, Fettgebackenes
  • 7 bis 8 Stunden: fettes Fleisch, Sauerkraut

Text: Sylvia Gartner

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