Bild Information: Florian Fritsch im großen Golf.de Saisoncheck 2017 (Photo by GettyImages)

"Die Dinge scheinen in die richtige Richtung zu gehen"

Golf.de-Saisoncheck 2017
 

Florian Fritsch sortiert die positiven Ergebnisse von den negativen Erfahrungen in der Saison 2017 und schaut postitiv auf die elf bis 15 Starts auf der European Tour. 

Für Florian Fritsch war es bislang noch nie leicht, seine Tour-Karte für Liga eins zu halten. Der Vielfahrer spielt seit Jahren aufgrund seiner Flugangst nur die Turniere, die er mit dem Auto erreichen kann. Seine Destinationen beschränken sich auf den Korridor zwischen Marokko, Portugal und Schweden. Dennnoch hielt er sich in der Vergangenheit meist auf der größten Bühne Europas. Die Saison 2016 beendete der Münchner dank eines Last-Minute-Schlussspurts auf dem 101. Rang im Race to Dubai (265.276 Euro Preisgeld) und erhielt damit die volle Spielberechtigung auf der European Tour

Fritschs Ziel vor der Saison 2017:

"Ich will ein Turnier nach einem Stechen gewinnen"

Die Fakten:

Zahlen und Fakten zur Saison von Florain Fritsch (Stand: 13. Dez 2017)
  2017
Turnierstarts 19
überstandene Cuts 11
Top-Ten-Ergebnisse 2
Bestes Ergebnis 4. Rang
Erspieltes Preisgeld 336.416 Euro
Niedrigste Runde 60 (Ecco Tour), 63 (European Tour)
Endplatzierung im Race to Dubai 113
Weltranglistenposition 307
Veränderung in der OWGR plus 56 

Das Saison-Fazit von Fritsch:

"Ähnlich wie in den beiden Jahren davor, ging meine Saison 2017 recht langsam los. Es war nicht viel verkehrt, nur irgendwie wollten die einzelnen Teilbereiche meines Spiels nicht immer ineinandergreifen. Also lief ich von Anfang an einem großen Rückstand hinterher. Es war aber nicht mein hauptsächliches Ziel, meine Karte zu halten, sondern in erster Linie, mich des öfteren in eine Situation am Sonntag zu spielen, in der ich eine Chance auf den Sieg habe. Das ist mir leider von 19 Versuchen nur ein Mal beim British Masters gelungen. 
Insgesamt merke ich aber, dass die Dinge, an denen ich in meiner Vorbereitung gearbeitet habe, teilweise Früchte tragen. Ich habe meinen persönlichen Best-Score auf 60 Schläge drücken können. Außerdem konnte ich mein bestes Turnierresultat auf der European Tour auf einen vierten Platz verbessern. Insofern scheinen die Dinge in die richtige Richtung zu gehen."

Das Golf.de Fazit:

Es war eine Achterbahn-Saison für Fritsch. Der 32-Jährige begann sein Jahr mit dem Qualifying-Turnier der Ecco Tour und gewann dort direkt dank seiner persönlichen Bestleistung von nur 60 Schlägen. Seine nächste Top-Platzierung ließ lange auf sich warten. Fritsch musste sich bis Mitte August gedulden, bis er beim Saltire Energy Paul Lawrie Match Play auf dem neunten Rang landen konnte. Nur wenige Wochen später notierte der Familienvater sein bestes Endergebnis auf der European Tour (T4 beim British Masters). Die großen Preisgelder oder sogar ein Sieg standen bislang nicht in seiner Bilanz. Seine Leistungen haben allerdings größten Respekt verdient, da er sich mit nur 19 Events erneut eine Kategorie auf der European Tour erspielen konnte. 

Fritschs Ziel für 2018:

"Hier gilt es an dem weiterzuarbeiten, wo ich aufgehört habe. Das heißt technisch, den Schläger zum, im und durch den Treffmoment ruhiger zu machen, um in Drucksituationen eine kleinere Abweichung zu haben. Außerdem möchte ich mental weiter wachsen, um die Herausforderungen, die sich mir stellen, als Lern- und Wachstumschancen zu sehen und nicht als Gefahr, mich zu blamieren oder schlecht dazustehen - Stichwort Ego. Insofern freue ich mich darauf, mit meiner kleinen European-Tour-Kategorie im nächsten Jahr bei ca. elf bis 15 Turnieren an den Start zu gehen."

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