Bild Information: Tiger Woods bei der Hero World Challenge (Photo by Ryan Young/PGA Tour)

Wenn nicht er, wer dann?

Tiger Woods
 

Tiger Woods wird 42. Der Superstar, der die Golfwelt fast zwei Jahrzehnte lang geprägt hat, ist von Verletzungen gebeutelt, sein Zustand fragil. Wird er jemals wieder der Alte sein?

"I guess, hello world", waren die Worte, die eine Ära begründeten. Sie kamen 1996 aus dem Mund eines 20-Jährigen, der fast zwei Jahrzehnte lang den Golfsport dominieren und prägen sollte. Nun feiert Tiger Woods seinen 40. Geburtstag, und vom strahlenden Gesichtausdruck des damaligen Jungprofis ist nur noch ein müdes Lächeln übrig geblieben. 

Bei seinem Debüt auf der großen Bühne, bei der Greater Milwaukee Open, hatte Woods den größten Teil seiner Karriere vor sich. 14 Major-Titel und unzählige Turniersiege sollten folgen. Nun, im Jahr 2017, scheint es, als hätte die langjährige Nummer eins der Welt nicht nur seine besten Jahre hinter sich, sondern als sei seine Karriere dem Ende nah.


Krankenakte bremst Woods aus

Denn die Verletzungen an Knie und Rücken, die Woods Zeit seines Erfolgs ein ständiger Begleiter waren, hatten in der jüngsten Vergangenheit das Sagen. So auch jetzt. Woods hat zwar Anfang Dezember sein Comeback gegeben, doch ob der Rücken länger als beim letzten Mal hält, bleibt abzuwarten. Er, der ewig Getriebene, der ehrgeizige Arbeiter war zuletzt die meiste Zeit zum Warten und Zuschauen verdammt. 

Der Amerikaner muss zusehen, wie jüngere Spieler wie Jordan Spieth und Rory McIlroy sich anschicken, seine Rekorde, die für die Ewigkeit bestimmt schienen, einzustellen. Anstatt selber Pokale zu gewinnen, musste er sie in den vergangenen Jahren übergeben. Die Schlagzeilen füllte er weniger mit Sport, dafür mit privaten Problemen.

Doch aufhören kann Woods nicht. Er hat den mental aufreibenden Weg genommen, der ihn vorerst zurück auf den Platz geführt hat. Wer ihm bei seinem Comeback genau ins Gesicht geschaut hat, wird einen anderen Menschen gesehen haben. Einen, der unfassbar froh ist, überhaupt noch das tun zu dürfen, was für ihn sein Leben war und ist. Denn loslassen kann er nicht. Noch nicht.

42 ist nur eine Zahl

Dabei sendet sein Körper eindeutige Signale. Die Rückenleiden sind hartnäckig und das Alter, um mit einem kaputten Knie trotzdem die US Open zu gewinnen, hat der Major-Sieger nicht mehr. Die letzte Rückkehr brachte nur eine weitere Verletzungsunterbrechung, eine weitere schwerwiegende Operation und nur mäßig erfolgreiche Ergebnisse mit sich. Doch Woods scheint nichtsdestotrotz nicht genug zu haben, der Ehrgeiz kennt keine Verletzungsunterbrechung. Auch mit 42 Jahren nicht.

Der Millionär hat mittlerweile ein Alter erreicht, in dem man in den meisten Sportarten bereits zu den alten Herren zählt. Im Golf kann man jedoch deutlich länger auf höchstem Niveau spielen, Bernhard Langer macht es Jahr für Jahr vor. Dennoch bleibt die Frage, ob wir Tiger Woods jemals wieder mit einem Pokal sehen werden?

Den von 1996 mit Sicherheit nicht mehr. Unzählige Stunden im Fitnessstudio haben Woods' Körper und Schwung verändert. Dynamik und Gefühl sind purer Kraft gewichen. Doch seine wenigen Auftritte haben gezeigt, dass er wenig von seinem Talent und seinem Ballgefühl eingebüßt hat. Lediglich die Routine fehlt. Ob der ehemalige Branchenprimus diese wiedererlangen kann, wird sich entscheiden, wenn über die gesundheitliche Zukunft Gewissheit besteht. Nur wenn der Rücken mitspielt, wird Woods wettbewerbsfähig sein können.

Wenn nicht er, wer dann?

Mit 42 Jahren hat man im Golf seinen Zenit meist überschritten. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. Jack Nicklaus gewann mit 46 Jahren den letzten seiner 18 Major-Titel, Tom Watson schrammte als fast 60-Jähriger an seiner fünften Claret Jug vorbei. 2012 war Woods schon einmal tot gesagt, im Jahr darauf gewann er fünf Mal. Der Abgesang auf diesen Jahrhundertsportler sollte erst beginnen, wenn er selbst sein Karriereende verkündet hat. Wenn es einer schaffen kann, nach solch einer Verletzungsmisere nochmal zurückzukommen, dann ist es Tiger Woods. Wenn nicht er, wer dann?

So verlief Woods' Comeback auf den Bahamas Fotostrecke: So haben Sie Tiger Woods noch nie gesehen

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