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Siem: 'Moritz hat das Sieger-Gen'

Doppel-Interview
 

Marcel Siem und Moritz Lampert sind recht unterschiedliche Typen und können dennoch sehr gut miteinander. Im gemeinsamen Golf.de-Interview erzählen Sie, was sie voneinander lernen können und wie wichtig es ist, auf der Tour auch mal deutsch zu sprechen. 

Golf.de: Marcel und Moritz, das Gespräch führen wir während des Deutschlandfinals der MercedesTrophy. Sie sind beide Markenbotschafter der Marke Mercedes-Benz und fahren gerne schnelle Autos. Wer fährt denn das schnellere?

Moritz Lampert: Na der größere und ältere von uns beiden, also Marcel.

Golf.de: Und was sind das jeweils für Wagen?

Marcel Siem: Ich fahre einen E63 AMG Allrad, das S-Modell sozusagen. Und Moritz fährt den A45 AMG. Das sind schon richtig tolle Autos.

Golf.de: Und wer haut die längeren Drives.

Siem: Das ist natürlich auch der ältere (lacht).

Golf.de: Moritz, sind Ihre Schläge dafür genauer?

Lampert: Das ist schwierig zu sagen, da wir noch nicht so häufig miteinander gespielt haben. Aber das wird sich sicher in den kommenden Wochen auf der einen oder anderen gemeinsamen Proberunde herausstellen.

Siem: Wir sind doch irgendwie alle Allrounder. Wenn die unterschiedlichen Komponenten des Spiels zusammenpassen, dann gewinnen wir Turniere oder spielen vorne mit und wenn es bei einzelnen Teilen des Spiels zwickt oder es dann nicht zu 100 Prozent zusammenpasst, dann spielt man nicht vorne mit.

Golf.de: Hat denn der eine etwas, das der andere gerne auch hätte für sein eigenes Spiel oder was er sich vom anderen abschauen könnte?

Lampert: Für mich ist das ganz klar der Biss, den Marcel hat. Das Kämpfen um jeden Schlag. Der pure Wille, jeden Golfschlag perfekt ausführen zu wollen. Das macht meiner Meinung nach Marcel aus - unter anderem natürlich - und das imponiert mir sehr.

Siem: Moritz hat ein sehr ruhiges Gemüt. Und das ist beim Golf natürlich auch wichtig. Ich könnte mir vorstellen, dass hier eine Mischung aus uns beiden eine ideale Kombination wäre.

Golf.de: Haben Sie auch jeweils einen Tipp für das Spiel des anderen?

Siem: Wirklich offensichtliche Schwächen habe ich bei Moritz bislang nicht ausmachen können. Als er vor anderthalb Jahren auf die Tour kam war er meiner Meinung nach körperlich noch nicht so stark und seine Schläge waren noch nicht sehr lang. Daran hat Moritz gearbeitet, er ist jetzt körperlich viel stärker und stabiler.

Lampert: Wir haben leider noch nicht viel zusammen gespielt, deshalb kann ich dazu auch nichts sagen. Wenn mir etwas auffällt, werde ich es Marcel mitteilen (lacht).
Golf.de: Nachdem Moritz die Tourkarte verloren hatte, hat er in dieser Saison direkt drei Turniere auf der Challenge Tour gewonnen und sich direkt wieder für die erste Liga qualifiziert. Marcel, wie ist diese Leistung zu bewerten?

Siem: Das ist eine super Leistung, Ich glaube es ist egal, auf welchem Level man spielt, Turniere gewinnen ist immer geil. Und ganz wichtig: Moritz hat damit eindrucksvoll gezeigt, dass der das Sieger-Gen hat. Natürlich sind die Plätze auf der Challenge Tour etwas leichter, aber ich bin mir ganz sicher, dass er mit solchen Leistungen wie er sie zuletzt gezeigt hat auch auf der European Tour bestehen wird.

Golf.de: Wie bewerten Sie Ihren eigenen Saisonverlauf? Eine Top-Zehn-Platzierung, eine wirklich starke US Open, aber ansonsten trotz vieler gemachter Cuts nicht ganz das, was Ihren eigenen Ansprüchen genügt, oder?

Siem: Nein, nicht wirklich. Es lief recht schleppend in dieser Saison. Mit Knie-OP und Reha im Winter blieb das Training und die Vorbereitung etwas auf der Strecke. Ich hatte Anfang des Jahres lange Zeit gar keinen Schläger in der Hand und nach der Pause ging es trotz vieler gemachter Cuts nicht so optimal los. Dann hatte ich mich aber ganz gut gefangen und wieder richtig gut gespielt. Das war die Phase um Wentworth, Irland und die US Open. Da hatte ich außer bei der US Open das Gefühl, ich kann wieder um einen Sieg mitspielen, aber es hat immer ein klein wenig gefehlt. Und damit hat auch der Sprung in die weiteren Majors gefehlt. Dann bin ich zum zweiten Mal Vater geworden und habe wieder pausiert. Ich stehe im Ranking dennoch ganz gut da und müsste es wohl auch zum Finale nach Dubai schaffen. Wenn noch ein Sieg rausspringt in der Saison, dann wäre das natürlich klasse.

Lesen Sie auf der zweiten Seite, welche Ziele sich Siem und Lampert für die laufende Saison gesteckt haben...

Golf.de: Moritz, viele der deutschen Spitzenspieler wie Marcel Siem, Caro Masson oder auch Martin Kaymer trainieren bei Günter Kessler – er ist der Erfolgscoach schlechthin in Deutschland. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ebenfalls zu ihm zu wechseln?

Lampert: Was Günter mit Caro, Marcel und Martin und auch mit Nachwuchsspielern wie Max Rottluff macht ist natürlich sehr stark. Für mich ist es aber zumindest in dieser Phase keine Option. Erstens arbeitet Günter zu weit weg von meinem Wohnort und zweitens bin ich mit meinem Trainer Ted Long mehr als zufrieden. Er betreut mich jetzt seit knapp fünf Jahren und wir konnten mein Spiel stetig verbessern. Wenn ich Fragen habe ist er jederzeit für mich da, egal welcher Wochentag, egal welche Uhrzeit. Das ist schon sehr besonders.

Golf.de: Marcel, was macht Günter Kessler für Sie so besonders?

Siem: Günter ist sehr strukturiert und man kann ihn eigentlich nicht missverstehen. Das ist wichtig. Er stellt sich auf seine Spieler sehr gut ein und schafft es, dass man sich sehr gut selbst  korrigieren kann. Ich persönlich tue mich manchmal schwer, Teile des Schwungs zu fühlen und Günter erreicht es mit seinen Ideen, dass man etwas dennoch umsetzen kann. Und was bei allem sehr wichtig ist: Wir kommen persönlich sehr gut miteinander aus und er ist ein guter Freund.

Golf.de: Mit Ihnen beiden und Max Kieffer sind nun wieder drei deutsche Spieler fest auf der European Tour, Martin Kaymer spielt auch einige Turniere in Europa. Hilft es wenn man auf der Tour mit Landsleuten zusammen sein kann?

Lampert: Ich finde das schon wichtig. Wenn man so viel unterwegs ist wie wir, gibt das einem ein gutes Gemeinschaftsgefühl zumal wir uns untereinander auch sehr gut verstehen. Ich war zu Anfang der Saison bei einigen Turnieren einziger Deutscher. Da trainiert man alleine, isst alleine und sitzt dann alleine auf dem Hotelzimmer. Natürlich gibt es auch andere nette Kollegen, aber es ist schon etwas anderes, wenn man deutsch sprechen kann und wenn man sich besser kennt. Man kann dann auch besser den Kopf frei bekommen, wenn man mit Freunden auch über andere Dinge, wie nur Golf spricht.

Siem: Mein Deutsch ist in den letzten Jahren so schlecht geworden, da ich auf der Tour nur noch englisch gesprochen habe und über lange Zeiträume nicht zuhause war. Das ist schon merkwürdig. Da freut man sich schon wieder vermehrt deutsch zu reden. Ich habe auch die Zeit in den USA genossen, als ich gemeinsam mit Alex Cejka die vier Turniere der Web.com-Tour gespielt habe. Wir haben zusammen gewohnt, trainiert und auch abseits des Platzes viel Zeit miteinander verbracht, das war richtig cool.

Golf.de: Wie sehen denn Ihre jeweiligen Ziele für den Rest der Saison aus? Moritz, für Sie mit der Tourkarte in der Tasche ist nicht allzu viel Druck da?

Lampert: Das habe ich jetzt natürlich schon häufiger gehört. Aber ich versuche nicht mit einer zu lockeren Einstellung an die Sache ranzugehen. Ich werde jetzt ein paar Turniere der European Tour spielen und dann aber auch noch die letzten Turniere auf der Challenge Tour bestreiten. Mein großes Ziel ist es, die dortige Rangliste zu gewinnen. Und auf der European Tour möchte man natürlich auch nicht nur mitspielen. Mein Spiel fühlt sich gut an, da möchte ich mich schon auch beweisen und ein paar gute Ergebnisse einfahren.

Siem: Ich würde Moritz auch raten, gerade jetzt voll dran zu bleiben. Sein Divisor für die Berechnung der Weltranglistenpunkte ist noch sehr gut, da kann er mit guten Ergebnissen einen richtigen Sprung nach vorne machen. Und klar, für mich ist es nach wie vor das Ziel, am Ende des Jahres in den Top 50 der Welt zu stehen, um endlich auch die Qualifikation für das Masters zu schaffen. Für die US Open bin ich durch mein gutes Ergebnis in diesem Jahr schon automatisch qualifiziert. Ich möchte aber die WGC-Turniere und die Majors regelmäßig spielen, das ist mein Ziel für die nächsten Jahre. Ich habe gezeigt, dass ich da auch vorne mitspielen kann, da will ich wieder hin.

Das Interview führte Tim Starke

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