Bild Information: Brooks Koepka mit der US Open Trophäe (Photo by Richard Heathcote / Getty Images)

Koepka eine Klasse für sich

US Open
 

In einem lange Zeit spannenden Finale der US Open, kann sich letztlich Brooks Koepka durchsetzen und seinen ersten Major-Titel erringen. Dabei offenbart der 27-Jährige gerade zum Ende der Finalrunde keine Schwächen.

Erin, Wisconsin - Drei Tage lang, schien die US Open für die Spieler weit vorne auf dem Leaderboard mehr ein Spaziergang, als ein Kampf zu sein. Dies sollte sich am Sonntag mit auffrischendem Wind ändern. Für die meisten zumindest, denn tief gespielt wurde erneut auf dem perfekt gepflegten Gastgeberkurs Erin Hills. Die niedrigste Runde des Finaltags brachte Hideki Matsuyama mit einer 66 (-6) ins Clubhaus, der zwar mit deutlichem Rückstand in die vierte Runde gestartet war, mit zwölf unter Par jedoch eine starke Bestmarke setzte, die es zu schlagen galt.

"Ich bin wirklich froh, so gut gespielt zu haben", so der Japaner. Ob er noch eine Chance haben werde, eine US Open zu gewinnen? "Klar, solange die Fairways breit bleiben", schmunzelte er. "Ich habe zwei gute Runden gespielt, doch war einfach zu weit hinten." Zu weit hinten für Brooks Koepka, der mit einem Schlag Rückstand in die letzte Runde gestartet war und von vornherein hervorragendes Golf zeigte.

"Weitermachen, wie zuvor"

"Ich habe mich wirklich gut gefühlt und wollte nur so weitermachen, wie schon die Tage zuvor", so Koepka zu seinem Gameplan. "Der Wind hat heute aufgefrischt, was mir schon etwas in die Karten gespielt hat, denn mein langes Spiel ist sehr gut, wie das Putten auch. Dieses Selbstvertrauen heute mit in den Finaltag, auf die letzten Löcher zu nehmen, war schon echt nett." Der US-Amerikaner war schon stark in das zweite Major des Jahres gestartet, konnte gleich zum Auftakt eine 67 (-5) notieren.

Die schwächste Runde, stellte der zweite Durchgang mit einer 70 dar, welche den 27-Jährigen dennoch nah an der Spitze hielt. Er legte Runden von 68 und 67 Schlägen nach, um seinen ersten Major-Pokal mit vier Schlägen Vorsprung und dem eingestellten Scoring-Rekord gegen Par einer US Open in Empfang zu nehmen. "Ich hätte wirklich das Up-and-Down an der 18 machen sollen", scherzte Koepka bei der Sieger-Pressekonferenz.

"Keine Karte, aber das sollte auch gehen"

"Das ist einfach unglaublich. Ich fürchte jedoch, dass es eine Weile braucht um zu begreifen, was ich erreicht habe. Das coolste was ich je erlebt habe - und das auch noch am Vatertag. Ich hatte meinem Dad nicht wirklich eine Karte geschrieben, aber das sollte ja auch gehen. Es war glaube ich das erste Major, wo irgendjemand aus meiner Familie nicht anwesend war. Ich weiß ja nicht, ob das was aussagt." Driven, Putten, Lachen, kann der Mann aus West Palm Beach, Florida.

Neben Matsuyama, beendete auch Brian Harman (72), der als Führender in den Finaltag gestartet war, das Major auf dem zweiten Platz bei zwölf unter Par. "Jetzt gerade tut es ein wenig weh", gab der US-Amerikaner zu. "Andererseits hat Brooks so gut gespielt, denn die Bedingungen waren echt hart. In der vorletzten Gruppe in den Finaltag zu starten und eine der niedrigsten Runden zu spielen - das ist echt nicht einfach."

Tommy Fleetwood, der an der Seite des letztlichen Gewinners spielte, wurde nach einer abschließenden Par-Runde alleiniger Vierter (-11). "Es war richtig gut anzusehen", lobte der Engländer das Spiel von Koepka. "Er hat einfach keine Fehlschläge gemacht. Gestern habe ich wirklich gut gespielt, doch heute war mein Spiel nicht ganz da. Dennoch eine Par-Runde zu spielen, war echt okay. Ich habe vorher noch nie bei einem Major um den Titel mitgespielt, da war es schon interessant herauszufinden, wie ich reagiere. Das nächste Mal werde ich gut genug spielen, um richtig Druck auszuüben."

Druck konnte von den Verfolgern letztlich niemand so richtig ausüben. Auf dem geteilten fünften Rang standen nach 72 Löchern Xander Schauffele, Bill Haas und Rickie Fowler. Charley Hoffman wurde achter, während Trey Mullinax, Brandt Snedeker und Justin Thomas die Top Ten bei acht unter Par komplettierten. Wie sich die drei deutschsprachigen Akteure in Erin Hills geschlagen haben, können Sie hier nachlesen.

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