Bild Information: Thomas Björn gibt seine Captain's Picks bekannt (Photo by Andrew Redington/Getty Images)

Björn setzt voll auf Erfahrung

Ryder Cup
 

Drei Wochen vor dem Ryder Cup in Paris vergibt Thomas Björn seine Wild Cards.

Thomas Björn fiel die Entscheidung über seine vier Captain's Picks beim Ryder Cup 2018 in Paris mit Sicherheit nicht ganz so leicht wie seinem amerikanischen Kollegen, dem die vier Namen - Tiger Woods, Phil Mickelson, Bryson DeChambeau und Tony Finau - quasi in den Schoß geworfen wurden. Für den Kapitän von Team Europe hat die richtige Wahl dagegen wohl einige graue Haare gekostet. Immerhin standen bei ihm mindestens sieben, vielleicht auch acht, Namen auf der Liste der möglichen Kandidaten.

Am Ende musste er 23 Tage vor dem Startschuß des Ryder Cup im Le Golf National (28. bis 30. September 2018) der Hälfte der Kandidaten eine Absage erteilen.Bei der Verkündung seiner Wild Card Picks machte es Björn kurz und brachte es schnell auf den Punkt: "Ich vergebe meine Wild Cards für den Ryder Cup 2018 an Paul Casey, Sergio Garcia, Ian Poulter und Henrik Stenson." Damit stehen die zwölf Mann für sein Ryder-Cup-Team in Paris fest. Wir stellen Ihnen die vier Wild Card Picks in Kürze vor.

Paul Casey
Sein letzter Auftritt bei einem Ryder Cup ist zwar bereits zehn Jahre her, aber Erfahrung im Kontinentalwettkampf hat der Engländer. Er war 2008 im Team, als die Europäer in Valhalla eine bittere Niederlage mit 16 ½ zu 11 ½ Punkten hinnehmen mussten. Aber auch bei den Siegen 2004 und 2006. Mit 13 Top-10-Platzierungen überzeugte Paul Casey in diesem Jahr mit seiner Konstanz. Bei der Valspar Championship gelang ihm sogar ein Sieg auf der PGA Tour und er spekulierte auf einen festen Platz im Team Europa. Für die direkte Qualifikation hat es nicht gereicht, aber Thomas Björn blieben seine Leistungen nicht unbemerkt. "Pauls Willen, sich nach zehn Jahren zurück ins Ryder Cup Team zu spielen, war der entscheidende Faktor für meine Wahl", begründet Björn seine Entscheidung.

Sergio Garcia
Auch wenn die Form beim Spanier in diesem Jahr nicht stimmt - zum ersten Mal in seiner Karriere verpasste Garcia den Sprung in die FedExCup Playoffs und hat lediglich vier Top-Ten-Platzierungen in diesem Jahr vorzuweisen - gab seine Bilanz beim Ryder Cup den Ausschlag. Seit 1999 war Garcia ein stetes Mitglied im Team Europe; mit Ausnahme der 2010er Austragung. Dabei lieferte er mit 19 Siegen bei 11 Niederlagen und 7 Unentschieden 22,5 Punkte und ist damit der fünfterfolgreichste Spieler in der eruopäischen Geschichte des Ryder Cups; zusammen mit seinem Idol Seve Ballesteros. "Sein Herz schlägt für das Team. Er ist nicht nur ein fantastischer Golfer, aber er lässt jeden um sich herum besser spielen. Er verkörpert alles, wofür das europäische Ryder Cup Team steht", lobt Björn sein Engagement.

Ian Poulter
Wie könnte man als Kapitän nur Mr. Ryder Cup zu Hause lassen? Eben, kann man nicht! Zumal Poulter mit seinem Sieg bei der Houston Open im April und weiteren Top-Ergebnissen bei WGCs und regulären Tour-Events seine Form in diesem Jahr bestätigte: Vier Top-Tens in den USA, zwei weitere auf der European Tour und die sichere Qualifikation für die Finalserien auf beiden Seiten des Atlantiks allein sprechen schon für den Engländer. Nimmt man dann noch die Tatsache hinzu, dass Poulter beim Ryder Cup regelmäßig über sich hinauswächst, führte kein Weg an dem extrovertierten Engländer vorbei. "Seit seinem Sieg in Houston war er auf dem besten Weg ins Team. Er ist der Mann für die wichtigen Matches auf der größten Bühne im Golf", weiß Björn um die Qualitäten des Engländers.

Henrik Stenson
Vier Teilnahmen beim Ryder wirft der erfahrene Schwede in die Waagschale. Zweimal war er auf der Seite der Gewinner und brachte insgesamt acht Punkte in die Team-Kasse. Und obwohl Stenson in dieser Saison nicht an seine Leistungen der vergangenen Jahre anknüpfen konnte - nur fünf Mal kam er auf der PGA Tour in die Top Ten, zwei weitere zu Beginn der Saison auf der European Tour - gab am Ende seine Erfahrung den Ausschlag für seinen Wild Card Pick. Im Team zusammen mit Justin Rose ist er ein Punktegarant und ist mit seiner stoischen Ruhe auch mental eine Stütze für Team Europe.

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