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McIlroy ist nicht zu stoppen

PGA Championship
 

Louisville, Kentucky: Kurz vor Einbruch der Dunkelheit sichert sich Rory McIlroy mit dem Sieg bei der 96. PGA Championship seinen vierten Major-Titel. Am Sonntag bietet er sich ein dramatisches Finale.

Es wurde die erwartet spannende Finalrunde im Valhalla GC. Spieler wie Rickie Fowler, Phil Mickelson oder Jason Day brachten sich am Samstag in eine aussichtsreiche Position, den nach drei Runden führenden Rory McIlroy über die letzten 18 Löcher der 96. PGA Championship zu jagen. Der einzige Spielverderber war Mutter Natur. Förmlich aus dem Nichts fing es gegen Mittag so stark an zu regnen, dass das Spiel wenig später unterbrochen werden musste. Der Platz stand binnen weniger Minuten komplett unter Wasser, die Spieler wurden ins Clubhaus geholt und alle warteten darauf, dass sich die Wolken wieder schloßen. Zu diesem Zeitpunkt war noch keiner der Topspieler auf dem Platz unterwegs, die Unterbrechung hielt jedoch so lang an, dass eine Beendigung der Finalrunde am Sonntag auf der Kippe stand.

Statt um 13.55 Uhr Ortszeit ging die letzte Gruppe bestehend aus McIlroy und Bernd Wiesberger um 16.20 Uhr auf die Runde. Das mit Spannung erwartete Finale war eröffnet. Und früh war klar: Es wird keine McIlroy-Show. Der Nordire hatte Probleme, lag nach sechs gespielten Löchern zwei über Par und gab die Führung ab. Fowler, Mickelson und Henrik Stenson setzten sich an die Spitze und wechselten sich mit der Führungsposition ab. Als es auf die Back Nine ging, hatte McIlroy zwei Zähler Rückstand auf das Trio. Doch dann kam der vielleicht wichtigste Schlag des Turniers für die Nummer eins der Welt. Eagle auf der Zehn
McIlroy platzierte seinen Zweiten auf der Zehn zweieinhalb Meter zum Eagle an die Fahne. Der anschließende Putt fand das Loch, und ab diesem Zeitpunkt wendete sich alles zum Guten für den 25-Jährigen. Ein weiterer Schlaggewinn an Bahn 13 brachte ihn in die geteilte Führung mit den drei bereits erwähnten Titelaspiranten. Die Vorentscheidung folgte auf dem vorletzten Loch, wo McIlroy ein erneutes Birdie notierte und nach Fehlern aller drei Konkurrenten mit zwei Schlägen Vorsprung an den Abschlag des abschließenden Par 5 trat.

Die Sonne war zu diesem Moment schon fast verschwunden. Mickelsons Chip zum Eagle verpasste das Loch nur um wenige Zentimeter und damit war klar, dass McIlroy das Par reichen würde. Nach etwas zittrigem Abschlag Richtung Bach auf der rechten Seite fiel sein fünfter Schlag zur 68 und der vierte Major-Sieg war perfekt. Er ist damit nach Tiger Woods und Jack Nicklaus der drittjüngste Spieler mit vier Major-Titeln. Zudem ist er erst der fünfte Profi, der die Open Championship und die PGA Championship in einem Jahr gewinnen konnte. "Es war nicht einfach", sagte McIlroy. "Ich habe keinen guten Start erwischt. Ich brauchte meine Zeit und musste auf etwas besonderes warten. Dies kam dann am zehnten Loch. Das Eagle war der Wendepunkt."

Mickelson Zweiter
Bei 15 unter Par und damit einen Schlag hinter McIlroy beendete Mickelson die diesjährige PGA Championship. Der US-Amerikaner hielt sich mit spektakulären Schlägen und gelochten Putts aus riesigen Entfernungen im Titelkampf und bot den Zuschauern mal wieder eine unterhaltsame Show. "Das Bogey an der 16 war letztendlich sehr teuer", so Mickelson nach der Runde. "Es hat Spaß gemacht, um den Titel mitzuspielen und einige Birdies zu machen. Ein starkes Finish hätte mein Blick auf dieese Saison komplett verändert."

Platz drei teilten sich Stenson und Fowler bei -14. Der Schwede war seinem ersten Major-Titel sehr nah, als er zwischenzeitlich in geteilter Führung lag. Mit einer 66 gelang ihm die beste Runde der Top 4. Fowler setzte seine beeindruckende Major-Bilanz in dieser Saison fort und beendete nun alle vier Major Championship in den Top 5. Nach Woods und Nicklaus ist er erst der dritte Spieler, dem das gelingt. "Ich hatte das Gefühl, dass ich hätte gewinnen können", sagte Fowler. "Ich bin enttäuscht. Sobald ich es aber sacken lasse, kann ich sehr stolz sein." Wiesberger hält Druck nicht stand
"Alles, was jetzt kommt, ist ein Bonus", hatte Bernd Wiesberger nach der 65 am Samstag gesagt. Er ging mit einem Schlag Rückstand auf McIlroy in die Finalrunde, kam aber nicht so Recht in Tritt. Nach einem Bogey auf der Sechs schien die Luft ein wenig raus zu sein und der Österreicher sollte nichts mit dem Titel zu tun haben. Wiesberger gelang kein einziges Birdie in der vierten Runde, der Österriecher kassierte jedoch drei Bogeys. An einem Tag, an dem sehr niedrige Ergebnisse möglich waren, fiel er mit einer 74 auf den geteilten 15. Rang bei -9 zurück. Es ist dennoch sein mit Abstand bestes Resultat bei einem Major. 

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